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Kuss der Finsternis von Cole, Kresley (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.12.2011
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Kuss der Finsternis

Vor langer Zeit verlor die Walküre Kaderin ihre geliebten Schwestern im Kampf gegen Vampire. Seither ist sie auf einem erbitterten Rachefeldzug gegen das Geschlecht der Blutsauger. Unfähig, tiefere Gefühle zu entwickeln, führt Kaderin das Leben einer Auftragsmörderin. Doch als sie den Vampir Sebastian töten soll, scheitert sie kläglich. Der verführerische Sebastian weckt längst verloren geglaubte Empfindungen und ein verzehrendes Verlangen in ihr. Aber kann Kaderin ihren Kampf gegen die Vampire aufgeben, nur weil einer von ihnen ihr Herz erobert hat? Nach einer Karriere als Athletin und Trainerin veröffentlichte Kresley Cole 2003 ihren ersten Roman und ist seither eine der erfolgreichsten Autorinnen historischer und fantastischer Liebesromane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 08.12.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783802588051
    Verlag: LYX
    Originaltitel: No Rest for the Wicked
    Größe: 772 kBytes
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Kuss der Finsternis

1

Schloss Gornyi, Russland

Gegenwart

Zum zweiten Mal in ihrem Leben zögerte Kaderin die Kaltherzige, einen Vampir zu töten.

Im letzten Moment eines lautlosen, tödlichen Hiebs hielt sie inne, sodass ihr Schwert nur wenige Zentimeter über dem Hals ihres Opfers verharrt e - sie hatte bemerkt, dass er seinen Kopf in die Hände stützte.

Sie sah, wie sich sein riesiger Körper anspannte. Als Vampir wäre es ein Leichtes für ihn, sich zu transloziere n - einfach zu verschwinden. Stattdessen hob er sein Gesicht, um sie mit dunkelgrauen Augen anzublicke n - so grau wie der Himmel, kurz bevor ein Sturm losbrach. Überraschenderweise zeigten sie keinerlei Spuren jener Rotfärbung, die ein sicheres Zeichen für die unersättliche Blutgier eines Vampirs war. Das bedeutete, dass er nie so lange von einem Lebewesen getrunken hatte, bis es tot war. Noch nicht.

Mit diesen Augen sah er sie flehentlich an, und ihr wurde klar, dass er sich nach dem Ende sehnte. Er wollte den Todesstoß, den auszuführen sie eigens in sein baufälliges Schloss gekommen war.

Ohne den geringsten Laut zu verursachen, hatte sie ihm aufgelauert und sich auf einen Kampf mit einem bösartigen Raubtier vorbereitet. Kaderin war zusammen mit einigen anderen Walküren in Schottland gewesen, als sie den Anruf erhalten hatten, dass in Russland ein Vampir in einem Schloss hause und ein Dorf terrorisiere. Nur zu gern hatte sie sich freiwillig gemeldet, um den Blutsauger zu vernichten. In ihrem Koven war sie die erfolgreichste Vampirjägerin. Sie widmete ihr Leben einer einzigen Aufgabe: die Erde von Vampiren zu befreien.

In Schottland hatte sie gerad e - vor diesem Ruf nach Russlan d - drei von ihnen umgebracht.

Also, wieso zögerte sie jetzt? Warum zog sie langsam ihr Schwert zurück? Er wäre doch nur einer von Tausenden, die sie bereits getötet hatte; auch ihm würde Kaderin die Fänge herausbrechen und sie zu den anderen auf ihre Trophäenschnur fädeln.

Als sie das letzte Mal gezögert hatte, hatte dies zu einer dermaßen grauenhaften Tragödie geführt, dass ihr Herz für alle Zeit gebrochen war.

Mit tiefer, rauer Stimme fragte der Vampir: "Wieso zögerst du?" Der Klang seiner eigenen Worte schien ihn zu erschrecken.

Ich weiß nicht, wieso . Unbekannte Empfindungen durchzuckten ihren Körper. Ihr Magen zog sich zusammen. Ihre Lunge lechzte nach Luft, als ob sich ein Band fest um ihre Brust gelegt hätte. Ich begreife einfach nicht, wieso.

Draußen wehte der Wind, glitt über die Berge und seufzte durch den hohen Saal dieser düsteren Vampirhöhle. Unsichtbare Risse in den Wänden ließen die eisige Morgenluft eindringen. Als er sich nun erhob und zu seiner vollen imposanten Größe aufrichtete, fing ihre Klinge das flackernde Licht der Kerzen ein und erhellte seine Gestalt.

Das ernste Gesicht war hager und kantig. Andere Frauen würden es wahrscheinlich für attraktiv halten. Sein schwarzes Hemd war zerschlissen und stand offen, sodass seine Brust und ein Großteil seines wohlgeformten Oberkörpers zu sehen waren. Abgetragene Jeans saßen tief auf seiner schlanken Hüfte. Der Wind zerrte an seinen Hemdschößen und zerwühlte sein dichtes schwarzes Haar. Außergewöhnlich gut aussehen d ... Aber das sind die Vampire, die ich töte, schließlich oft.

Sein Blick richtete sich auf die Spitze ihres Schwerts. Dann, als ob er die Bedrohung durch ihre Waffe vollkommen vergessen hätte, musterte er ihr Gesicht, wobei seine Augen auf jedem Detail verweilten. Seine unverfrorene Begutachtung verunsicherte Kaderin, und sie umfasste den Schwertgriff mit aller Kraf t - was sie sonst nie tat.

Ihr Schwert, das sie mit einer Diamantfeile zu meisterlicher Schärfe schliff, schnitt ohne große Anstrengung durch Knochen und Muskeln. Mit lockerem Handgelenk geführt, war

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