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Luna Roman von McDonald, Ian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.12.2016
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Luna

Kampf der Fünf Drachen Die Zukunft: Schon lange ist der Mond den Menschen zu einer zweiten Heimat geworden. Doch auf dem Erdtrabanten geschieht nichts, ohne dass die dort ansässigen, rivalisierenden Wirtschaftsgiganten - die sogenannten Fünf Drachen - davon erfahren. Einer davon ist die Corta Helio Corporation unter dem Vorsitz der Patriarchin Adriana Corta. Als junge Frau musste sich Adriana in der brutalen Mondgesellschaft nach oben kämpfen - und hat sich dabei eine Menge Feinde gemacht. Feinde, die Adriana und ihren Clan nun zu Fall bringen wollen ... Ian McDonald, 1960 in Manchester geboren, ist langjähriger Fernsehredakteur und Schriftsteller. Mit 22 veröffentlichte er seine erste Story, seit 1987 lebt er hauptberuflich vom Schreiben. Viele seiner Science-Fiction- und Fantasy-Romane sind mit Genre-Preisen wie dem Hugo, dem Locus und dem Nebula Award ausgezeichnet. Ian McDonald lebt in Nordirland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 12.12.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641192952
    Verlag: Heyne
    Serie: Luna-Reihe 1
    Originaltitel: Luna - New Moon
    Größe: 1722 kBytes
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Luna

2

Luna Corta, die kleine Spionin. Für ein gelangweiltes Mädchen gibt es in Boa Vista zahlreiche Verstecke. Einmal an einem endlos öden Vormittag ist Luna einem Reinigungs-Bot gefolgt und hat dabei einen Service-Stollen entdeckt. Wie alle Mondkinder fühlt sich Luna von verborgenen Gängen und Kriechräumen magisch angezogen. Ein Erwachsener würde nicht hineinpassen, und das ist gut so, weil Verstecke und Höhlen geheim bleiben müssen. Der Schacht ist eng geworden, seit Luna zum ersten Mal hineingekrabbelt ist und festgestellt hat, dass sie von dort aus in das Privatzimmer ihrer Mutter blicken und alles hören kann, wenn sie den Atem anhält. Luna windet sich bis hinter die Augen von Oxóssi, in eine Verengung in einer Nebenhöhle des Jägers und Ernährers.

"Sie haben mir ein Messer an die Kehle gehalten."

Ihr Vater sagt etwas, das sie nicht versteht. Luna schiebt sich näher an das Lüftungsgitter heran. Staubige Lichtstrahlen kitzeln sie im Gesicht.

"Sie haben mir ein Messer an die Kehle gehalten, Rafa!"

Luna beobachtet, wie sich ihre Mutter in Erinnerung an die Berührung der Klinge mit den Fingern über den Hals streicht.

"Das waren bloß Sicherheitskräfte."

"Und wenn sie mich umgebracht hätten?"

Luna bewegt sich erneut, damit sie beide Eltern in ihr schmales Gesichtsfeld bekommt.

Ihr Vater sitzt auf dem Bett. Er wirkt klein und gedämpft, als wären Luft und Licht aus ihm herausgeströmt. "Sie wollten uns schützen. Jeder, der kein Corta ist, war verdächtig."

"Amanda Sun ist keine Corta. Ich habe kein Messer an ihrem Hals bemerkt."

"Die Fliege. Alle wissen, dass deine Leute biologische Waffen benutzen."

"Meine Leute."

"Die Asamoahs."

"Es waren auch andere Asamoahs auf der Party. Abena Maanu zum Beispiel. Sie wurde nicht mit einem Messer bedroht. Wen meinst du also mit meine Leute ? Mein Volk oder bloß ein paar von uns?"

"Warum machst du das?"

"Weil mir deine Leute ein Messer an den Hals gehalten haben, Rafa. Und ich höre nicht von dir, dass sie mir nicht die Kehle durchgeschnitten hätten."

"Das hätte ich nie zugelassen."

"Hättest du sie aufgehalten, wenn deine Mutter den Befehl gegeben hätte?"

"Immerhin bin ich Bu-Hwaejang von Corta Hélio."

"Beleidige mich nicht, Rafa."

"Ich bin wütend, weil dich unsere Sicherheitskräfte mit einem Messer bedroht haben. Ich bin wütend, weil sie dich in Verdacht hatten. In mir kocht es, aber du weißt genau, wie wir hier leben."

"Ja. Und vielleicht möchte ich lieber nicht mehr hier leben."

Luna bemerkt, wie schnell Rafa aufblickt.

"Wie wir in Twé leben, weiß ich jedenfalls. Twé ist ein guter Ort. Ein sicherer Ort. Bei meinen Leuten , Rafa. Ich möchte Luna mitnehmen."

Luna ächzt. Der Schacht ist so eng, dass sie die Hände nicht vor den Mund pressen kann, um den Laut zu unterdrücken. Vielleicht haben sie es gehört. Andererseits flüstert und seufzt es in Boa Vista ständig irgendwo.

Rafa ist aufgesprungen. Wenn er wütend ist, kommt er den Leuten nahe, so nahe, dass sie seinen Atem spüren. Und seinen Speichel. Lousika zuckt nicht mit der Wimper.

"Du nimmst sie nicht mit."

"Hier ist sie nicht sicher."

"Meine Kinder bleiben bei mir."

" Deine Kinder?"

"Hast du den Nikah nicht gelesen? Vielleicht warst du ja zu scharf darauf, mit dem rechtmäßigen Erben von Corta Hélio ins Bett z

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