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Maddrax - Folge 422 Der Körperdieb. von Binder, Wolf (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.03.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe
eBook (ePUB)
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Maddrax - Folge 422

Wieder wurden Matt und Aruula festgesetzt; diesmal von den Renegaten. Doch sie scheinen einen geheimen Helfer zu haben, der ihnen die Flucht aus dem Hochhaus ermöglicht - hinein in die giftige Atmosphäre Binaars. Ein Cyborg rettet sie in letzter Minute und nimmt sich ihrer an. Nicht ganz selbstlos, wie sie bald merken. Denn 'Borm' war einst ein humanoides Lebewesen wie sie und will sich rächen an den Maschinen, die ihn in diesen halbmechanischen Körper verpflanzt haben...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 22.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732527823
    Verlag: Bastei Lübbe
    Größe: 2847kBytes
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Maddrax - Folge 422

In einem Hochhaus auf der Oberfläche Binaars

Matthew Drax hatte neben Aruula auf der Liege Platz genommen, dem einzig nennenswerten Möbelstück in diesem fensterlosen Raum. Aus einer rechteckigen Öffnung über ihnen sickerte mattes Licht und hob die Wände ihres tristen Gefängnisses aus der Dunkelheit. Ecken und Winkel gehörten schon wieder der Dunkelheit. Die Essensration - ein paar unbeschriftete Dosen und eine Schüssel mit Standardbrei - stand unberührt auf dem Boden.

Neben leeren Regalen und Kästen mit Blechverkleidung gab es noch eine Steuerkonsole neben der Tür, doch die war tot. Ob absichtlich unbrauchbar gemacht, konnte Matt nicht feststellen. Der Raum wirkte, als wäre er seit Ewigkeiten nicht mehr benutzt worden; über allem lag eine feine Staubschicht. Es konnte also genauso gut fehlende Wartung daran schuld sein.

Der Schnurrer lag, zu einem flauschigen Ball zusammengerollt, in Aruulas Schoß. In regelmäßigen Abständen streckte er alle viere von sich, drehte das Köpfchen mäßig interessiert von links nach rechts und sank gleich darauf in den Schoß seines Frauchens zurück.

Matt drehte ein kleines Kästchen, das er in seiner Jackentasche gefunden hatte, in den Händen.

"Was glaubst du, was das ist?", fragte Aruula.

Matt zuckte kurz mit den Schultern. "Sieht fast aus wie eine Fernbedienung", antwortete er. "Könnte aber auch eine Mini-Bombe sein. Auf diesem Mond ist alles möglich."

Aruula hob eine Braue. "Bomben kenne ich, aber was macht eine Fernbedienung?"

"Ein technisches Gerät steuern", erklärte Matt. "Einen Bildschirm ein- und ausschalten, zum Beispiel. Oder etwas in Gang setzen."

"Dann lass es uns versuchen!" Sie erhob sich und ließ den protestierenden Schnurrer zu Boden gleiten. "Ich glaube nicht, dass es eine Bombe ist. Wenn dieser glänzende Cyborg das Risiko eingeht, es dir heimlich zuzustecken, will er uns sicher nicht umbringen."

Sie spielte damit auf Mergclec an, der Matt unsanft in den Raum bugsiert und dabei die Gelegenheit gehabt hatte, das Ding in seiner Tasche zu deponieren. Wann sonst sollte es passiert sein?

Wollte der Renegat ihnen vielleicht zur Flucht verhelfen? Er hatte zuvor schon gesteigertes Interesse an ihnen gezeigt.

Matt seufzte. "Okay, versuchen wir es. Vielleicht öffnet es ja die Türe. Dann hoffen wir mal, dass draußen keine Wachen stehen, die es uns gleich wieder abnehmen."

Das längliche Kästchen wies zwei drehbare Ringe und zwei Tasten auf. Weder die fremdartigen Symbole noch die Farbcodierung der Ringe ließen einen eindeutigen Schluss auf die Funktion zu.

Matt atmete tief durch - und drückte dann auf die obere Taste.

An der Tür regte sich nichts. Stattdessen erklang hinter ihnen ein leises Surren. Sie fuhren herum. Und sahen, dass sich ein Teil der scheinbaren Wand gelöst hatte und nach oben fuhr. Dahinter wurde ein Fenster sichtbar! Fahles Tageslicht fiel in den Raum.

Matt und Aruula traten näher. Die Kunststoffblende, gute zwei Meter breit, schob sich hinter ein Metallpaneel an der Decke und gab den Blick auf Binaar frei.

Vor ihnen breitete sich ein Meer würfelartiger Gebäude aus, zwischen denen orange schimmernde Nebelschwaden hingen. Nur hier und da durchstieß ein besonders hoher Bau, dessen Fenster das Licht der untergehenden Sonne reflektierten, die Schwaden.

"Ich mag diesen Mond nicht", sagte Aruula und ergriff seine Hand. Aruula fühlte sich kalt an und zitterte kaum merklich.

"Binaar ist nicht für Menschen geschaffen", stimmte Matt zu. Er löste seine Hand aus ihrer. Nachdem er nun wusste, dass das Kästchen tatsächlich eine Fernbedienung war, versuchte er andere Einstellungen, drückte abwechselnd beide Taster und drehte dabei an den Ringen. Aber einzig die Fensterblende ließ sich damit in verschiedenen Geschwindigkeiten öffnen und schließen.

"Wenn uns Mergclec diese Fluchtmöglichkeit offen hält, hat er sich e

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