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Maddrax 507 - Science-Fiction-Serie Hexenjagd 2.0 von Guth, Lucy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.06.2019
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Maddrax 507 - Science-Fiction-Serie

Als eine Jagdgruppe der Frawen in ihre Stadt zurückkehrt, findet sie Berlin dramatisch verändert vor: eine Welt des Jahres 2030, in der die Reformation nie stattgefunden hat und die Inquisition der katholischen Kirche das Machtmonopol innehat. Hexenjäger sorgen hier für die 'öffentliche Ordnung'. Natürlich geraten die Amazonen sofort als mutmaßliche Hexen in deren Fokus. Kurz darauf erreichen auch Matt, Aruula und Ydiel mit dem Gleiter das Parallelwelt-Areal. Eine Telepathin und ein Echsenwesen - ein gefundenes Fressen für die Inquisitoren!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 25.06.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732581801
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 2388 kBytes
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Maddrax 507 - Science-Fiction-Serie

Das Gewicht der gewaltigen Wisaau drückte schwer auf Kayaas Schulter, obwohl sie das erlegte Tier zu viert trugen. Es war eine fette Beute, die die sieben Amazonen nach Hause brachten.

Kayaa lächelte bei dem Gedanken an zu Hause - ihre Siedlung, Beelinn, wo ihre kleine Tochter Heleen auf sie wartete. Ihr Gefährte Peer passte auf die Fünfjährige auf, während Kayaa auf der Jagd war.

Seit vielen Jahren lebten Frawen und Menen nun schon friedlich in Beelinn zusammen. Kaum jemand dachte noch an die alten Tage, als die Menen nicht mehr waren als Jagdtrophäen, von den Amazonen zur Nachzucht eingefangen und nach dem Akt getötet. 1) Kayaa selbst war damals noch ein Kind gewesen, gerade mal so alt wie Heleen jetzt.

"Du denkst an deine Kleine, oder?" Lalee, Kayaas Stellvertreterin, lief an ihrer Seite und stieß sie neckend gegen die Schulter - natürlich nicht zu fest, um Kayaa nicht aus dem Tritt zu bringen. "Ich sehe es an deinem Lächeln. Ich hätte nie gedacht, dass du einmal zu den Frauen gehörst, bei denen schon beim Gedanken an Babys Muttermilch fließt."

"Hör auf damit!" Kayaa lachte. Sie nahm die Frotzelei der breitschultrigen Blonden nicht ernst. Zumal sie wusste, dass ihre späte Mutterschaft nichts an ihren Qualitäten als Anführerin geändert hatte.

"Ich bin nur froh, dass wir eine erfolgreiche Jagd hatten. Qadra war uns gewogen. Seit Monaten konnten wir keine so große Wisaau mehr erlegen." Kayaa pustete sich eine Strähne ihres dunklen Haares aus dem Gesicht. "Heute Mittag können wir zuhause sein - dann gibt es ein Festessen."

"Das ist wahr. Während der Zeit, in der sich der Mond der Erde angenähert hat, wurden die Tiere immer verrückter, ist dir das auch aufgefallen?"

Kayaa nickte zustimmend. "Ich hatte das Gefühl, dass sie sich zum Sterben zurückgezogen hatten. Aber seit dem Mondsprung scheinen sie allmählich wieder aus ihren Verstecken zu kommen."

"Damit wir sie erlegen können!", rief Yasiin von hinten. Alle lachten. Die Stimmung war gelöst und heiter wie schon lange nicht mehr. Kayaa freute sich darüber. Die Zeit, bevor der Mond in seine alte Umlaufbahn zurückgekehrt war - auch wenn keiner den Grund dafür kannte -, war für alle hart gewesen. Beelinn war durch viele Erdbeben verwüstet worden; zahlreiche der alten Ruinen und Opferstätten waren ihnen zum Opfer gefallen. Doch die Statue ihrer Göttin Qadra war unversehrt geblieben und hatte über ihr Volk gewacht.

"Hoffen wir, dass das nicht das einzige sein wird, das sich jetzt zum Besseren ändert." Lalee gab sich Mühe, unbekümmert zu klingen, doch Kayaa wusste, wie es um sie stand. Die Frenen waren nicht gänzlich verschont geblieben.

"Ich weiß, was du meinst." Sie senkte ihre Stimme. "Wenn ich mich umsehe, gibt es keine Frau in unserer Gruppe, die keine Verluste erlitten hat. Ich vermisse meine Mutter jeden Tag." Kayaas Mutter hatte als rechte Hand von Königin Macrana eine bedeutende Rolle in der Gemeinschaft gespielt und war bei einem Beben von herabstürzenden Ruinentrümmern erschlagen worden.

"Das geht mir mit Duunja genauso." Auch Lalee sprach leise. Sie war eine der Frauen, die sich keinen Gefährten genommen hatten, sondern mit einer anderen Frau das Zelt teilte. Ihre Geliebte Duunja war in einem der unberechenbaren Wirbelstürme ums Leben gekommen. Poola, Maarn und Yasiin hatten Geschwister und Gefährten verloren, Roos trauerte noch immer um ihre Tochter. Die zwölfjährige Mioo war eine der ersten gewesen, die starb, schon vor vier Jahren, als die Naturkatastrophen immer häufiger auftraten. Und Brias, die letzte ihrer Jagdgruppe, war bei einem Sturm von einem herumwirbelnden Ast getroffen worden, hatte dabei ein Auge verloren. Ihre Verstümmelung hatte sie nicht verzweifeln lassen, sondern sie angespornt, nur noch besser im Kampf und bei der Jagd zu werden.

"Wir sind ein starkes Volk, Lalee." Kayaa lächelte ermutigend. "Wir haben dem Mond getrotzt und

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