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Magisches Vermächtnis von Rinke, C. S. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.07.2016
  • Verlag: novum pro Verlag
eBook (ePUB)
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Magisches Vermächtnis

Die mächtige Hexe Lady Guinevere wurde von ihrem Vater verbannt - völlig zu Unrecht, wie sie glaubt. Doch Missgunst, Herrschsucht und Boshaftigkeit sind ihre stetigen Begleiter, und sich ihr in den Weg zu stellen ist tödlich. Endlich ereilt sie der Ruf der Heimat: ein magisches Phänomen, das für sie nur eines bedeuten kann! Sogleich schmiedet sie einen genialen Plan. Doch Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall ... Die Vollwaise Vivienne Thornton hat das 'Glück', von Guinevere aufgezogen zu werden. Ohne eigene magische Kräfte ist sie den Launen ihrer Tante gnadenlos ausgeliefert. Als sich Guinevere auf den Weg zurück in die Heimat macht, ahnt Vivienne noch nicht, welche todbringende Rolle ihr selbst in deren grausamem Plan zugedacht ist. Und dann ist da auch noch der Immobilienhändler Ruben Jakobsson, in dessen Körper zwei Seelen wohnen. Die Bestie in sich hat er zwar mittlerweile im Griff, doch neues Unheil bahnt sich an! Nun wird alles bestimmt durch die große Macht der Magie ...

C. S. Rinke wurde 1974 in Wien geboren und lebt dort auch heute noch. In den letzten Jahren entwickelte sich die Diplomkrankenschwester von einer begeisterten Leserin zur engagierten Hobby-Autorin. Nach ihrer Trilogie 'Erzählungen eines Vampirs' entführt sie nun mit ihrem Roman 'Magisches Vermächtnis' ins Reich der Magie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 06.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990486078
    Verlag: novum pro Verlag
    Größe: 428 kBytes
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Magisches Vermächtnis

Kapitel 1

Die Gegenwart

Es ist eine tiefschwarze Nacht. Schwärzer noch, als man sich in seinen finstersten Träumen vorstellen kann. Der steinharte Boden fühlt sich kalt und nass an. Die Luft riecht nach Regen. Und nach morschem Holz. Nach feuchtem Laub. Und nach ... Blut. Dann, plötzlich, taucht wie aus dem Nichts ein Gesicht auf. Nein, diesen entstellten Klumpen Fleisch als Gesicht zu bezeichnen wäre wirklich zu viel des Guten. Es ist eine Fratze. Die hässlichste, die er je gesehen hat. Und sie beugt sich über ihn. Sieht ihm in die Augen. Grinst ihn mit ihrem schiefen Mund an. Ihr Anblick allein ist schon Furcht einflößend, doch nun kann er auch noch ihren fauligen Atem riechen. Etwas tropft in sein Gesicht. Rinnt über seine Nase zu seinen Lippen, findet den Weg in seinen Mund. Der Reflex des Schluckens ist nicht zu unterdrücken. Und was er schmeckt ist ... Blut!

Mit wild pochendem Herzen fuhr er in die Höhe. Er griff sich mit der Hand an die kalte Stirn, ließ die Finger durch seine schweißgetränkten Haare gleiten.

Verdammt noch eins!

Wie oft hatte er diesen Traum nun schon geträumt? Wie viele Jahrzehnte, Jahrhunderte , verfolgten ihn Episoden wie diese nun schon? Und noch immer versetzten ihn diese zugegebenermaßen extrem realen Traumbilder in Angst und Schrecken?

Frustriert setzte er sich auf. Herrgott nochmal! Er war doch wirklich kein kleiner Junge mehr, also was sollte das Ganze? Wie um alles in der Welt konnte sich ein erwachsener Mann, noch dazu von seiner Größe und Statur, durch einen lächerlichen Traum geradezu verängstigen lassen? Ja, auch diese Frage stellte er sich nicht zum ersten Mal - und wie immer blieb sie auch diesmal unbeantwortet.

Resigniert sank er zurück auf das Sofa. Was hatte er nicht schon alles versucht, um diesen Albtraum zu ergründen! Denn, und dessen war er sich sicher, diese grauenvollen Bilder suchten ihn nicht grundlos heim. Doch er konnte sich beim besten Willen keinen Reim darauf machen. Nichts aus seiner Vergangenheit enthielt Hinweise, die Rückschlüsse auf seinen Albtraum zuließen. Und diesen verdammten Traum hatte er, seit er denken konnte!

Also musste es mit seiner frühesten Kindheit zu tun haben. Womöglich verdankte er diesen beständig wiederkehrenden Horror einem Trauma bei seiner Geburt? Zumindest kamen die über die Jahrzehnte hinweg konsultierten Psychiater, Psychologen und Traumdeuter allesamt zu diesem Schluss. Nicht dass er tatsächlich an deren Schabernack geglaubt hätte. Aber wie schon gesagt, er hatte wirklich nichts unversucht gelassen. Was konnte es auch schon schaden, sich die Sichtweise eines anderen, Fremden, völlig Unbeteiligten zunutze zu machen? Vielleicht hätte ihm eine dieser Personen ja tatsächlich etwas vor Augen führen können, dessen er selbst all die Jahre hindurch blind gegenüber war. Doch dem war natürlich nicht so. Kindheitstrauma. Geburtsschock. Tja, zu diesen Themen konnte er nur leider niemanden mehr befragen!

Erschöpft stemmte er sich aus dem Sofa, schleppte sich ins angrenzende Bad, drehte den Wasserhahn auf und spritzte sich eiskaltes Wasser ins Gesicht. Das eisige Nass und ein paar tiefe Atemzüge ließen ihn augenblicklich ruhiger werden. Nein, nicht ruhig. Klar. Fokussiert. Ja, das war der Mann, der er wirklich war. Er stützte sich mit den Händen auf den Waschtisch und richtete sich auf, gerade soweit, dass er sich im Spiegel betrachten konnte.

Ja, verdammt noch mal, das ist es, was du bist! Also reiß dich zusammen. Aug' in Aug' mit seinem Spiegelbild versuchte er das anzuwenden, was man ihm vor langer, langer Zeit eingebläut hatte: Ein klarer Verstand verliert nie den Fokus auf sein Ziel! Und was war sein Ziel? Die Ursache dieses Albtraums zu finden und ein für alle Mal zu eliminieren! Dann würde sein

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