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Maliande - Der Ruf des Drachen von Lichtenstein, Thea (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.07.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Maliande - Der Ruf des Drachen

Romanic Fantasy vom Feinsten: spannend, gefühlvoll, magisch - einfach unwiderstehlich! Nach dem Zerfall des magischen Verbunds bringt die geheimnisvolle Flüssigkeit namens Maliande das uralte Machtgefüge von Rokals Lande durcheinander: Plötzlich erforschen Menschen die Magie, und die verschollen geglaubten Drachen ziehen am Himmel wieder ihre Kreise. Inmitten dieser Wirren verschlägt es den jungen Nahim in ein namenloses Tal, wo er sich in die Heilerin Lehen verliebt. Doch weder Lehen noch Nahim ahnen, wie eng ihr Schicksal mit dem Geheimnis des Maliandes verbunden ist, und dass sie längst in tödlicher Gefahr schweben. Denn Horden von Orks, einst die willenlosen Sklaven des Verbunds, sind auf der Suche nach einer neuen Heimat. Und hinter ihnen schließt der Winter die letzte Pforte des Tals ... Der Auftakt zur opulenten Fantasy-Trilogie um eine Liebe, die alles überwindet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 25.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955304652
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 2011 kBytes
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Maliande - Der Ruf des Drachen

Kapitel 1

D ichter Nebel lag im Tal unter Trevorims Pforte. Der Herbst hatte in diesem Jahr früh Einzug gehalten und das Laub dunkel verfärbt. Unter dem steten Regen der letzten Tage bogen sich die langen Arme des Farns, der die Ausläufer des Waldes säumte. An vielen Stellen hatten Hagelkörner Gras und Blattwerk niedergedrückt.

Nahim brachte sein Pferd hinter Vennis' Tier zum Stehen. Der hagere Mann war bereits abgesessen und streckte sich ausgiebig nach dem langen Ritt.

Rechts von ihnen bot eine Scholle mit schwarz verkohlten Weinreben einen kläglichen Anblick: Obwohl zwischen den Rebenstümpfen das grelle Gelb des Ziegenkrauts wucherte, das sogar neben den Kratern der südlich liegenden Ebene gedieh, lag der Brand wohl erst eine kurze Zeit zurück.

Hoffentlich sind die Reben erst nach der Ernte zerstört worden, dachte Nahim angesichts der guten Lage des Feldes. Seine Familie besaß einige wunderbare Weinberge, weshalb ihn der Anblick besonders schmerzte. Plötzlich jedoch stutzte er. Der Schaden beschränkte sich fast ausschließlich auf dieses Stückchen Erde, während der angrenzende Wald kaum in Mitleidenschaft gezogen war. Brandstiftung, schoss es Nahim durch den Kopf. Aber wer könnte einen Vorteil daraus ziehen, mitten im Nirgendwo Weinreben niederzubrennen?

Ein Zucken ging durch die Zügel in seiner Hand, an denen er ein Pferd hinter dem seinen herführte. Brill, der dritte Mann im Bunde, saß zusammengesunken im Sattel, das Kinn auf die Brust gesenkt. Für einen Moment hob er den Kopf und sah Nahim aus glasigen Augen an. Nahim nickte ihm zu, doch Brill reagierte nicht. Stattdessen fuhr er sich mit dem Mantelärmel über die schweißbedeckte Stirn und ließ den Kopf wieder nach vorn sinken.

"Was denkst du, wie weit ist es noch bis zum nächsten Dorf?", fragte Nahim und starrte missmutig ins Tal hinab, als Vennis' Antwort auf sich warten ließ. Doch weiter als einige hundert Meter reichte die Sicht nicht, denn die kalte und dunstige Luft bildete eine Wand, die selbst der starke Nordwestwind, der ihnen unablässig ins Gesicht wehte, nicht aufzulösen vermochte.

Trotzdem schwelgte Nahim im Anblick der herbstlichen Berglandschaft, nachdem sie wochenlang die eintönige und stickige Steppe durchquert hatten. Er genoss es, dass wieder vielfältige Geräusche und Gerüche auf seine Sinne einströmten. Seine Augen folgten Bewegungen im Unterholz und saugten die Spiegelungen in den Pfützen auf, weil sie eine schiere Ewigkeit lang jeglicher Abwechslung beraubt gewesen waren.

Die herbe Luft aus Nordwesten gab Nahim das Gefühl eines Neuanfangs. Zuletzt hatte ihm die Reise durch nicht enden wollendes ockerfarbenes Land zunehmend zu schaffen gemacht. Bilder von der Ebene flammten zum wiederholten Mal auf, und die Erinnerung erzeugte einen staubigen Geschmack in Nahims Mund.

Tag um Tag waren sie durch niedriges Buschwerk und über vor Trockenheit aufgeplatzte Erde geritten. Gelegentlich schob sich der Boden zu einem Krater auf, aus dem übel riechende Dämpfe sickerten. Obwohl man den dringenden Wunsch verspürte, diesen Landstrich so schnell wie möglich hinter sich zu lassen, waren sie nur langsamen Schrittes vorangekommen, damit keins der Pferde versehentlich in eine der von Totenholz bedeckten Bodenspalten trat.

Während der ganzen Zeit sehnte sich Nahim nach klarem Wasser, das in der Ebene jedoch eine Seltenheit war. Stattdessen durften sich die Männer über jedes trübe Wasserloch glücklich schätzen, das sie auf ihrem Weg kreuzten. So manches Mal starrte Nahim ungläubig auf die gelbliche und stinkende Jauche, mit der sie ihre Trinkbeutel auffüllten. Doch Vennis zeigte auf d

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