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Mission SOL 12: Der Würfel fällt von Hirdt, Kai (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.11.2019
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Mission SOL 12: Der Würfel fällt

Auf der Erde schreibt man das Jahr 1552 Neuer Galaktischer Zeitrechnung. Seit über 3000 Jahren erforschen terranische Raumschiffe das Universum. Manche werden zu Legenden - insbesondere die gigantische, hantelförmige SOL, die seit langer Zeit verschollen ist. Perry Rhodan, der die Menschheit von Beginn an bei ihren Vorstößen ins All geleitet hat, wird in die ferne Galaxis Tare-Scharm entführt. Dort stößt er auf Nachkommen der SOL-Besatzung und erfährt, dass die SOL in einer mysteriösen Chaoszone gefangen ist. Er kann das Schiff samt Mannschaft retten. Doch dabei erwacht eine äonenalte Gefahr von Neuem. Ein Handlanger der Chaosmächte will überall in Tare-Scharm Regionen des Chaos erschaffen. Dies und die rabiate Gegenwehr der Ordnungsmächte hätte den Tod von Milliarden Intelligenzwesen zur Folge. Perry Rhodan erkennt, dass das Zentrum der Bedrohung im Acht-Sonnen-Kubus von Evolux zu finden ist. Die einzige Chance einer ganzen Galaxis ist, dass DER WÜRFEL FÄLLT ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 14.11.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845353371
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 642 kBytes
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Mission SOL 12: Der Würfel fällt

1.

Perry Rhodan

Perry Rhodan stand an die Wand gelehnt, die Arme vor der Brust verschränkt. Nach außen mochte die Haltung lässig wirken; in Wirklichkeit war sie einfach seiner Übermüdung geschuldet. Der Zellaktivatorchip in seiner linken Schulter pochte und pumpte belebende Impulse durch seinen Körper. Aber die Stütze war eine angenehme Ergänzung.

Natürlich hätte ein Prallfeld ihn ebenso halten können wie die Terkonit-Innenwandung des Beiboothangars. Insofern war das Ganze nur ein angenehmer Selbstbetrug, was Rhodan auch vollkommen klar war.

Dennoch genoss er den Moment. Nach dem höllischen Flug ins Susmalsystem, auf dem sie beinahe verdurstet wären, dem Kampf gegen die zerstörerischen Pararealitäten und der Beinahe-Vernichtung des ganzen Systems inklusive der SOL durch die NEUBEGINN hatte er sich diesen Augenblick der Ruhe verdient.

Lange anhalten würde er ohnehin nicht.

Ein semipermeables Energiefeld trennte das Hangarinnere vom Weltraum draußen. Es verhinderte, dass die Bordatmosphäre ausströmte, würde dem einschleusenden Raumschiff aber keinen Widerstand entgegensetzen.

Durch die unsichtbare Barriere konnte Rhodan ungehindert das Susmalsystem und die Sterne der Galaxis Tare-Scharm betrachten. Gerade eine Stunde war es her, dass der Himmel voller Feuerblumen geglüht hatte: explodierende Raumschiffe der Ksuni, der vorherrschenden Spezies des Systems.

Ein runder Schatten schob sich vor das Licht der Sterne. Als er sich dem offenen Tor näherte, erstrahlte er in goldenem Glanz. Das Beiboot, auf das Rhodan gewartet hatte, flog ein: die Korvette, die er einen Monat zuvor Curcaryen Varantir überlassen hatte, als dieser der SOL im Streit den Rücken gekehrt hatte.

Damals hatte Rhodan geglaubt, dieses Raumboot und erst recht den Algorrian niemals wiederzusehen. Doch die Dinge hatten sich anders entwickelt. Die Korvette schob sich durch das Kraftfeld, fuhr die Landestützen aus und setzte mit einem lauten Geräusch im Hangar auf.

Die untere Polkuppe öffnete sich, und Curcaryen Varantir sank im Antigravstrahl herab. Perry Rhodan sah die charakteristische Silhouette im Gegenlicht der Schleuse: der wuchtige Leib eines Zentauren, aber mit vier statt zwei Armen, die aus dem Oberkörper wuchsen. Der Kopf erinnerte an eine Raubkatze. Allerdings wuchsen zwei lange Barten aus den Mundwinkeln, die der Algorrian als fünftes Gliedmaßenpaar einsetzen konnte, wenn vier Beine und vier Arme nicht ausreichten.

In dem Moment, als Varantirs Beine den Boden berührten, erreichte auch sein typischer Duft Rhodans Nase. Der war nicht minder markant als das Aussehen seines Gasts. Rhodan machte ein paar flache Atemzüge, bis er sich einigermaßen an den Brodem aus Schweiß und Moschus gewöhnt hatte.

"Willkommen ..."

Varantir ließ ihn natürlich nicht ausreden. "Was machst du denn hier? Hast du nichts in der Zentrale zu tun?"

"Aktuell nicht", antwortete Rhodan. "Wir brauchen Wissen, um die nächsten Schritte zu planen. Du hast dieses Wissen. Also dachte ich, ich komme dir entgegen."

"Und danach soll ich meine Zeit damit verschwenden, das Ganze bei der unvermeidlichen Besprechung zu wiederholen, die ihr Terraner in Krisenzeiten ja immer abhaltet, statt zu handeln?"

Rhodan lächelte resigniert - das Gespräch verlief genau, wie er erwartet hatte. Varantir war selbst dann ein unangenehmer Zeitgenosse, wenn der Algorrian bester Stimmung war. Erträgliche Laune hatte er ohnehin nur, wenn seine Partnerin Le Anyante bei ihm war. Die allerdings war zurzeit tot. Sie würde irgendwann wiedergeboren werden; bis dahin jedoch musste das Universum Curcaryen Varantir ungezügelt ertragen.

"Ich freue mich auch, dich zu sehen", sagte Rhodan trocken. "Wollen wir dann los?"

Varantir brummte etwas Unverständliches. Rhodan reagierte nicht, sondern ging voraus und blickte nicht zurück, bis der Algorrian ihn im leichten Trab

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