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Mission SOL 2020 / 10: Die gespaltene Welt Miniserie von Schmidt, Dietmar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.07.2020
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Mission SOL 2020 / 10: Die gespaltene Welt

SOL - dieser Name hat einen ruhmvollen Klang in der 3000-jährigen Geschichte der terranischen Raumfahrt. Das Hantelraumschiff spielt immer wieder eine entscheidende Rolle im schicksalhaften Konflikt zwischen den Mächten der Ordnung und des Chaos. Im Jahr 1552 Neuer Galaktischer Zeitrechnung ist Perry Rhodan in die ferne Galaxis Yahouna versetzt worden. Dort sollen er und die Besatzung der SOL herausfinden, welche Pläne die Superintelligenz BARIL und ihre Ritter hegen. Die SOL gerät schnell in Bedrängnis und wird zeitweilig in fremden Dienst gezwungen. Nach zurückgewonnener Handlungsfreiheit setzen die Solaner alles daran, die Pläne der Chaotarchenhelfer zu durchkreuzen. Perry Rhodan folgt einem Ruf der Ritterin A-Kuatond, um die Verräter in BARILS Reihen zu enttarnen. Völlig auf sich allein gestellt, muss er gegen den Herrscher eines ganzen Planeten antreten, auf dem merkwürdige Dinge vor sich gehen. Er erkundet DIE GESPALTENE WELT ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 23.07.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845351513
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 871 kBytes
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Mission SOL 2020 / 10: Die gespaltene Welt

2.

Unjas Atmosphäre war atembar. Perry Rhodan öffnete den Helm, ließ die SERUN-Handschuhe einziehen und desaktivierte alle nicht notwendigen Systeme seiner Schutzmontur. Schon die Fernerkundungssonde hatte festgestellt, dass die Schwerkraft auf der Planetenoberfläche 0,82 Gravos betrug. Der massige, schwere SERUN behinderte ihn daher auch bei abgeschaltetem Antigravaggregat nicht besonders.

Im Schutz des Deflektorfelds folgte er mit der Sonne im Rücken einem Feldweg. Beim Landeanflug hatte er in dieser Richtung eine kleine Stadt gesichtet. Wagenräder hatten im schlammigen Boden tiefe Riefen hinterlassen, in der Wegmitte spross saftig grünes Gras mit leicht gezackten Halmen.

Die Route führte durch einen kleinen Hain. Als sich Rhodan dem Waldrand näherte, projizierte die Anzugpositronik zwei rote Punkte in sein Sichtfeld. Energieemissionen. Rhodan vermutete Cyborgs, verließ den Weg und suchte sich einen Pfad zwischen den Bäumen hindurch zum Waldsaum. Er schloss den Helm und spähte aus dem Schutz des Dickichts heraus mithilfe der Vergrößerungsfunktion seines Visiers nach vorn.

Dort erstreckte sich ein Feld, auf dem humanoide Gestalten arbeiteten. Sie waren schmal gebaut, hatten eine helle Haut und so gut wie farblose Haare, die beide Geschlechter lang und zu Pferdeschwänzen zusammengebunden trugen. Ihre Augen waren hell, statt Nasen hatten sie nur Atemschlitze. Sie trugen schlichte Kleidung, lange Hemden, welche die Arme bedeckten und bis zu den Knien reichten. Bei den Frauen wurde das Gewand mit einer schmalen Schürze gebunden, bei den Männern mit einem Gürtel oder einem Strick gehalten. Jeder trug ein Messer, das weniger Waffe als Werkzeug war und wohl auch als Essbesteck diente. Die Leute brachten die Saat aus und wirkten auf den ersten Blick recht zufrieden mit ihrem einfachen Leben.

Beim zweiten Blick irritierten die Cyborgs, die am fernen Rand des Felds standen. Sie beobachteten die Bauern - ohne sich zu rühren zwar, ohne sie anzusprechen, aber nichts schien ihnen zu entgehen. Die Feldarbeiter indessen ignorierten die Cyborgs.

Rhodan kniff die Augen zusammen. Taten die Bauern nur so, als wären die technisch modifizierten Lebewesen für sie nicht vorhanden, oder sahen sie sie wirklich nicht?

Eins wurde ihm jedenfalls klar: Arbeiter und Cyborgs mochten sich in der Hautfarbe unterscheiden, aber dem Körperbau und der Physiognomie nach zu schließen, gehörten sie der derselben Spezies an. Doch während die Bauern deutliche Geschlechtsunterschiede zeigten, wirkten die Hybridwesen völlig androgyn.

In einem weiten Bogen umging Rhodan die Wächter und Feldarbeiter. Er gelangte wieder auf den Weg, und bald sah er die Siedlung vor sich.

Eine Stadtmauer gab es nicht. Strohgedeckte Fachwerkhäuser reihten sich an Straßen aus gestampfter Erde, auf denen Regenpfützen standen. Karrenspuren zerfurchten die Oberfläche. Exkremente wurden kurzerhand in die offenen Abwassergräben gekippt. Als Rhodan in eine Gasse zwischen zwei Häusern huschen musste, um einem Cyborg auszuweichen, lag dort Unrat auf dem Boden. Auf den ersten Blick erinnerte alles an eine terranische Stadt des frühen Mittelalters.

Manches jedoch stimmte nicht - zusätzlich zu den Cyborgs. Die Stadt war übergangslos da gewesen, ohne vorgelagerte Gehöfte, die an der Straße lagen. Rhodan war keinerlei Zersiedlung der Landschaft aufgefallen. Vielmehr schien eine scharfe Trennung zwischen Siedlung, Kulturland und Landschaft zu herrschen. Rhodan drängte sich der Eindruck von Künstlichkeit auf.

Die Gasse erwies sich als Abkürzung zu einem belebten Platz. Unjaner zogen Karren mit Kisten und Säcken, die mit groben, sackleinenen Planen abgedeckt waren, Unjanerinnen trugen Körbe oder Krüge auf dem Kopf. In der Platzmitte stand ein Brunnen, an dem die Frauen Wasser schöpften - unter den wachsamen Augen eines Cyborgs, den sie in keiner Weise wahrzunehmen schienen.

Die Unjaner grüßten ein

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