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Mission SOL 2020 / 9: Qumishas Sehnsucht Miniserie von Perplies, Bernd (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.07.2020
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Mission SOL 2020 / 9: Qumishas Sehnsucht

SOL - dieser Name hat einen ruhmvollen Klang in der 3000-jährigen Geschichte der terranischen Raumfahrt. Das Hantelraumschiff spielt immer wieder eine entscheidende Rolle im schicksalhaften Konflikt zwischen den Mächten der Ordnung und des Chaos. Im Jahr 1552 Neuer Galaktischer Zeitrechnung ist Perry Rhodan in die ferne Galaxis Yahouna versetzt worden. Dort sollen er und die Besatzung der SOL herausfinden, welche Pläne die Superintelligenz BARIL und ihre Ritter hegen. Die SOL gerät schnell in Bedrängnis und wird zeitweilig in fremden Dienst gezwungen. Nachdem die Besatzung ihre Handlungsfreiheit zurückgewonnen hat, bricht die SOL erneut auf - es geht in das sogenannte Sphärenlabyrinth, das zwischen den Universen liegt. Die Solaner wollen einen mysteriösen Ort untersuchen, der für eine gefährliche Wesenheit namens TRAZUL von besonderer Bedeutung ist. Aber nicht alle an Bord sind mit dieser Mission einverstanden - viele wollen stattdessen zur Erde zurückkehren und teilen QUMISHAS SEHNSUCHT ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 09.07.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845351506
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 972 kBytes
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Mission SOL 2020 / 9: Qumishas Sehnsucht

1.

Auf Schleichfahrt

Roi Danton

Roi Danton findet sich in einem Albtraum wieder.

Alle Sinneseindrücke sind seltsam verschwommen und gleichzeitig bizarr verzerrt, als hätte man ihn unter Drogen gesetzt. Er hört und sieht und riecht, aber er spürt seine Glieder nicht, kann sich nicht bewegen. Angst lähmt seine Muskeln, hemmungslose, kreatürliche Angst.

Groteske Gestalten umringen ihn. Ihre kalkigen Lamellenpanzer schaben aufeinander, die Gesichter sind Fratzen, die an Totenschädel erinnern. Übelkeit erregende Verwachsungen entstellen die Körper, von denen keiner dem anderen gleicht. Hörner wachsen aus dem einen Schädel, Tumore wuchern am Hals eines anderen, bei einem weiteren blinzelt feucht ein drittes Auge auf der Stirn.

Danton erkennt sie sofort. Es sind die Kolonnen-Anatomen der Terminalen Kolonne TRAITOR, grausame Geschöpfe - er will sie nicht Ärzte oder Wissenschaftler nennen -, denen jedes Mitgefühl fehlt und die für ihre kranken Experimente über Berge von Leichen gehen. Er ist wieder in ihrer Gewalt! Genau wie damals. Er will schreien, aber er kann es nicht.

DERUFUS! Die Skapalm-Bark! Ich kann nicht dort sein! Nicht schon wieder!

Dicht vor ihm tauchen Schläuche auf, metallische Schlangen mit nadelspitzen Zähnen. Sie beißen in seinen Körper, dringen in ihn ein, heißer Schmerz will seine Nervenbahnen ausbrennen. Es ist mehr, als ein Mensch ertragen kann.

Hört auf!, will Danton flehen. Lasst mich gehen. Oder lasst mich sterben. Nur hört auf!

Die Kolonnen-Anatomen grinsen wie Dämonen, die eine gefallene Seele im Tartaros quälen. Sie untersuchen ihn, analysieren ihn, kopieren ihn. Und dann reißen sie seine Kopie in zwei Teile. Es ist nicht Dantons Körper selbst, der zerschnitten und mit dem Schlangenleib des Mor'Daer Yrendir verschmolzen wird, trotzdem spürt er die Qualen wie seine eigenen.

Und er spürt den Hass! Auf die Kolonnen-Anatomen und auf TRAITOR, die ihm das angetan haben. Die es ihm wieder antun, genau in diesem Moment. Der Hass ist sein Rettungsring, an den er sich klammert, während er in einem schwarzen Ozean aus Leid zu versinken droht.

"Komm zu uns. Werde Teil von uns", raunt ein unheimlicher Chor. TRAITOR ruft ihn zu sich.

Nein, TRAZUL!

Dantons Sinne drohen vollends zu schwinden. Der Hass versiegt, seine kraftlosen Finger gleiten vom Rand des Rettungsrings ab, er wird ertrinken ...

Plötzlich änderte sich seine Umgebung.

Etwas stach ihn in den Hals. Seine Wahrnehmung verschob sich, verlor ihre Traumhaftigkeit, während sich die Realität verfestigte. Roi Danton wollte aufschrecken, die Augen aufreißen, kämpfen oder fliehen. Aber sein Körper reagierte nicht auf die mentalen Befehle.

Er vernahm Worte, sie waren jedoch dumpf und undeutlich, als befände er sich unter Wasser. Sie gehörten einer Frau. Dem Klang ihrer Stimme konnte er entnehmen, dass sie etwas Beruhigendes sagte.

Erneut verspürte er einen Stich. Eine wohlige Wärme begann durch seine Adern zu zirkulieren. Nun erst fiel ihm auf, wie sehr er fror. Es musste schrecklich kalt an dem Ort gewesen sein, an dem er bisher gelegen hatte. Ein Zittern lief durch seinen Körper.

Aber die Wärme ließ das Eis schmelzen, das sich in seinen Gliedern ausgebreitet hatte. Und je wärmer ihm wurde, desto mehr kehrten seine Sinne zurück, und sein Verstand wurde klarer.

Und plötzlich erinnerte sich Roi Danton.

Ihre Mission, der Spur des PEW-Metalls von Doliuto zu folgen. Der Einsatz auf der halb demontierten Dienstburg VAMTHUS. Die Aktivierung des dortigen Transversal-Umsetzers, um ein Portal zu öffnen, durch das sie mit der CALAMAR in ein anderes Universum gelangten. Dann der Strangeness-Schock, der mit einem solchen Wechsel einherging - sofern man sich nicht des wundersamen Sphärenlabyr

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