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Moonrise - Das Leuchten des Waldes Roman von Abington, Kaitlyn (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
Moonrise - Das Leuchten des Waldes -66%1
eBook

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Moonrise - Das Leuchten des Waldes

»Moonrise - Das Leuchten des Waldes«, der neue Fantasy-Bestseller von »Moonlight«-Autorin Kaitlyn Abington jetzt als eBook bei dotbooks! Ein verwunschener Wald, der sich immer weiter ausbreitet, und dunkle Mächte, die ihr Unwesen darin treiben ... Schon lange fühlt sich die Grafentochter Yolanda von rätselhaften Schatten auf ihrer Burg verfolgt. Als ihr Bruder im Verfluchten Wald verschwindet, bricht Yolanda auf, um ihn zu retten - doch auf einmal machen finstere Wesen aus der Unterwelt Jagd auf sie! Im letzten Moment entkommt sie mit der Hilfe eines starken und geheimnisvollen Waldbewohners, der sie fortan beschützt. Yolanda spürt, dass ihr Schicksal mit seinem Volk, den Alben, und dem Wald verbunden ist. Aber wie soll sie es mit den Bestien aus der Unterwelt aufnehmen - und wird sie ihren Bruder jemals wiedersehen? Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der Romantic-Fantasy- Roman »Moonrise - Das Leuchten des Waldes« von Kaitlyn Abington. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Kaitlyn Abington ist das Pseudonym einer erfolgreichen Autorin. Nach ihrem Studium der Germanistik, Pädagogik, Theologie und Kunstgeschichte hat sie unter ihrem Klarnamen mehrere erfolgreiche Krimis, historische Romane und Kinderbücher veröffentlicht. Bei dotbooks erschien bereits Kaitlyn Abingtons Romantic-Fantasy-Reihe »Wolfsbraut«, die folgende Bände umfasst: »Der Traum« - Erster Roman »Der Fluch« - Zweiter Roman »Die Entscheidung« - Dritter Roman »Das Geheimnis« - Vierter Roman »Die Erfüllung« - Fünfter Roman Die komplette Reihe ist auch unter dem Titel »Wolfsbraut« und »Moonlight - Ein Flüstern in der Dunkelheit« erhältlich. Außerdem erschien von ihr bei dotbooks: »Moonrise - Das Leuchten des Waldes«

Produktinformationen

    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 474
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783966551823
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1610 kBytes
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Moonrise - Das Leuchten des Waldes

Kapitel 1
Auf der Burg:
Iks

Mein Vater Albert war der ehrenwerte 12. Landgraf von Allt-A-Bainne. Lange hatte es so ausgesehen, als wäre er der letzte männliche Spross unserer erlauchten und sehr alten Familie, deren Herrschaft mit ihm enden würde, doch nun sah es eher so aus, als würde unsere ganze Grafschaft nicht mehr allzu lange existieren. Und daran war nicht mein Vater, sondern der wandernde Wald schuld. Zumindest behauptete mein Vater das. Jeden Abend stieg er auf den höchsten Turm unserer Burg, um die Sterne zu erforschen, die sich bekanntermaßen nur bei klarem Nachthimmel zeigen. Aber selbst bei Nieselregen, Sturm und Hagel beäugte er den Himmel und wagte erste Prognosen über das Wetter der nächsten Tage, die er am frühen Morgen dann vervollständigte. Denn von der Genauigkeit dieser Voraussagen hing mehr für unsere Familie ab, als sich viele hätten vorstellen können.

Irgendwann im Morgengrauen senkte er aber unweigerlich den Blick, ließ ihn hinüber zum Waldrand schweifen und überprüfte mit einem Entfernungsmesser, wo genau an diesem Tag, zu dieser Stunde die Trennlinie zwischen dem Wald und Allt-A-Bainne verlief. Die deprimierenden Ergebnisse dieser Messung hielt er schriftlich fest, und möglicherweise lag es an dieser Tätigkeit, dass er von Jahr zu Jahr mehr Haare verlor und sich die Furchen in seinem Gesicht vertieften. Vielleicht lag das aber auch nur am Alter. Es gelang mir nicht, mir diesen müden, melancholischen Vater als jungen, lebensprühenden Mann vorzustellen, und noch weniger, rasend vor Wut.

Ich glaubte auch gar nicht an den Familienfluch. Daher lohnte es sich nicht, darüber nachzudenken, schon gar nicht an einem Tag wie diesem, einem der letzten Spätsommertage voller Wärme und Sonnenschein. Was mich aber vor allem vom Nachdenken über drohendes Unglück oder Verhängnis abhielt, war die Aussicht auf ein rauschendes Fest. Über den Fluch wusste ich ja auch viel zu wenig.

Ich lief in einem der unbewohnbaren Teile der Burg einen Flur entlang, den wir gelegentlich und heimlich als Abkürzung in den von uns bewohnten Flügel nutzten. Man konnte den Flur kaum betreten, ohne sich hinterher staubig zu fühlen, das Haar voll klebrigem Zeug. Selbst fette Spinnen in den Haaren erschreckten uns längst nicht mehr. Natürlich hing der Flur wegen der unebenen Wände, der halb aus den Angeln hängenden morschen Fenster, der vielen Vorkragungen und Windungen voller Schatten.

Meiner Ansicht nach adelten Schatten, vor allem bewegliche Schatten, eine alte Burg. Nur Dummköpfe fürchteten sich davor. Dummköpfe wie Yo.

Nach ihr suchte ich gerade, wahrscheinlich war sie es, die den Saum unseres grünen Seidenkleides aus lauter Unachtsamkeit heruntergetreten hatte, dabei hatten wir längst ausgemacht, dass ich es heute tragen würde.

Dass unser Bruder Zett dahintersteckte, konnte ich mir nicht vorstellen. Allerdings hatte ich ihn vor drei Tagen dabei erwischt, wie er versuchte, sich einen von Yos alten Leinenkitteln überzustreifen. Yo und er waren beinahe gleich groß, aber in den Schultern und über der Brust war ihm der Kittel eindeutig zu eng gewesen. Ein gut gewachsener junger Mann von beinahe 17 im Kleid! Die Späße der Zwillinge gingen mir seit jeher auf den Geist. Yo und Zett waren genau auf den Tag, auf die Stunde, ein Jahr jünger als ich. Ein Ärgernis. Denn wir alle drei hatten am selben Tag Geburtstag. Bis zum nächsten war es nicht mehr lange hin. Aber volle Aufmerksamkeit und halbwegs passable Geschenke würde es nur für einen von uns geben.

Gerade als ich mich wegen des Kleids in die Wut auf meine Schwester Yo ordentlich hineingesteigert hatte, entdeckte ich unseren Vater, der sonst nie diesen Teil der Burg aufsuchte. Er stand an einem der Fenster, schon in die Festtagshose aus schiefergrauem Satin gekleidet, die über seinem Bauch leicht spannte. Ein Hosenträger war ihm über die Schulter gerutscht, in seinem Haar glitzerte ein Spinnenfaden. Wie so hä

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