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MORT(E) Fantasy-Thriller von Repino, Robert (eBook)

  • Verlag: Luzifer
eBook (ePUB)

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MORT(E)

'Ein epischer Science-Fiction-Thriller ... Mort(e) wird noch lange bei Ihnen sein, nachdem Sie die Buchseiten geschlossen haben.' [Tor.com]

Inhalt:

Der 'Krieg ohne Namen' hat begonnen, und sein Ziel besteht darin, die Menschheit auszurotten. Eingefädelt wurde er von der Kolonie, einer Rasse intelligenter Ameisen, die über Jahrtausende hinweg heimlich eine Armee aufgebaut haben, um die menschlichen Zerstörer und Unterdrücker für immer von der Erde zu tilgen.
Unter den wachsamen Augen der Kolonie soll eine Utopie frei vom Hang der Menschen zu Gewalt, Ausbeutung und religiösem Aberglauben entstehen. In einem letzten Schritt ihrer Kriegshandlungen verwandelt die Kolonie die Tierwelt auf der Erde in zu Höchstleistungen fähige Zweibeiner, die sich erheben und ihre Herren vernichten sollen.

Mort(e), ein ehemaliger Hauskater, der zum Kriegshelden avancierte, ist berüchtigt dafür, die gefährlichsten Aufträge anzunehmen und gegen die gefürchtete menschliche Biowaffe EMSAH anzukämpfen. Was ihn jedoch tatsächlich zu derartigem Draufgängertum treibt, ist seine andauernde Suche nach jemandem, mit dem er vor der Verwandlung befreundet gewesen war: der Hündin Sheba.
Als er die Nachricht erhält, dass Sheba noch am Leben sein soll, tritt er eine Reise an, die ihn von den verbliebenen menschlichen Festungen ins Herz der Kolonie führt, wo er von den Ursprüngen von EMSAH und dem endgültigen Los aller Lebewesen der Erde erfahren wird.

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'Nachdem Sie dieses Buch gelesen haben, werden Sie ihr Haustier mit ganz anderen Augen sehen.' [Daniel H. Wilson, Robopocalypse]

'Mort(e) katapultiert den Leser in eine wilde, apokalyptische Welt ... [Mort(e) 's] Reise, vor dem Hintergrund eines ideologischen Krieges zwischen reiner Rationalität und Mystik, sorgt für ein sonderbare, bewegende Geschichte.' [The Washington Post]

Robert Repino wuchs in Drexel Hill, Pennsylvania auf. Nach seinem Dienst im Friedens-Corps (Grenada 2000-2002) erwarb er einen M.F.A. Creative Writing am Emerson College. Seine Geschichten wurden bereits für verschiedene Preise nominiert. Repino ist Pitcher des Oxford University Press Softball-Teams und Quarterback einer Footballmannschaft, doch seine Visitenkarte sagt, dass er ein Schriftsteller ist. Sein Debüt-Roman Mort(e), eine Science-Fiction-Geschichte über Krieg zwischen Mensch und Tier, wurde im Jahr 2015 bei Soho Press veröffentlicht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958351295
    Verlag: Luzifer
    Größe: 2042 kBytes
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MORT(E)

Kapitel 1 Die Geschichte von Sebastian und Sheba

Bevor er seinen neuen Namen annahm, bevor die Tiere aufbegehrten und ihre Unterdrücker stürzten, bevor von Prophezeiungen und Erlösern gesprochen wurde, war der große Krieger Mort(e) nur eine Hauskatze gewesen, die seine menschlichen Herren Sebastian nannten. An jene Zeit erinnerte er sich nur mehr in Träumen und zufälligen Momenten der Nostalgie, die so schnell vergingen, wie sie kamen. Mit Ausnahme von Sheba. Ihrer zu gedenken, schmerzte stets wie ein Splitter unter dem Nagel.

Sebastians Mutter, eine namenlose Streunerin, gebar ihren Wurf auf der Ladefläche eines Pick-up-Trucks. Wenn Mort(e) sich anstrengte, flackerten Momente aus diesen Tagen auf, als er mit seinem Bruder und seiner Schwester gesäugt wurde. Er spürte die Wärme ihres Fells, die raue Zunge, hörte ihr Schnurren, vernahm den Geruch und den feuchten Atem seiner Geschwister, wenn sie über ihn kletterten. Woran er sich nicht mehr erinnern konnte, waren die Umstände, die ihn von seiner Familie trennten. Es gab keine Aufzeichnungen, die er hätte abrufen können. Er vermochte sich nur vorzustellen, wie der Besitzer des Wagens, wohl ein Freund der Martinis, die ihn schließlich aufnahmen, den ärmlichen Wurf entdeckte, als er das Fahrzeug eines Morgens belud. Sebastians Mutter hatte wahrscheinlich gefaucht und gekratzt, als die Menschen ihre Jungen wegnahmen, war aber letzten Endes sicher dankbar gewesen, von ihnen befreit zu sein. Der Instinkt erzählte ihr bestimmt, dass sie ihre evolutionäre Rolle erfüllt hatte und jung genug für weiteren Nachwuchs war.

Von diesem Morgen an verging ein Tag wie jeder andere für klein Sebastian. Janet und Daniel Martini waren damals ein junges Paar gewesen. Die frisch Vermählten verbrachten ihr erstes gemeinsames Jahr mit der Renovierung ihres Hauses für die geplanten Kinder. Weitestgehend sich selbst überlassen, glaubte Sebastian, ihm gehörte dieser Ort. Er schlich zwischen Sparren und durch neu gezogene Decken und Wände. Als Arbeiter die Aussparungen dichtmachten, verscheuchten sie ihn von seinen Lieblingsverstecken.

Im fertigen Wohnzimmer entspannte er gewöhnlich im Sonnenlicht auf dem Teppich, dämmerte vor sich hin und beobachtete die schwebenden Staubflocken ringsumher. Tagsüber, wenn die Martinis arbeiteten, war es still im Haus. Abends suchte Sebastian seine Herren am Esstisch auf und reckte manchmal seine Pfoten nach Daniels Schoß. Der Mann trug Jeans, die nach den chemischen Reinigungsmitteln, Metallen und Farben seiner Druckerei roch. Die künstlichen Gerüche brannten in seiner Nase, wenn er zu tief einatmete. Daniel führte ihn dann zur Kellertreppe, wo Wasser und Futter neben seinem Katzenklo standen.

Sebastian dachte selten an seine Geschwister und seine Mutter, bis eines Morgens eine Streunerfamilie durch den Vorgarten marschierte. Die Mutter führte zwei Junge, die hinter ihr herhopsten. Spürend, dass sie beobachtet wurde, hielt sie an und hob den Schwanz. Sie schaute zu Sebastian, der seine Pfoten am Fenstersims aufstützte, und fauchte. Er tat es ihr gleich, ahmte sie nach. Dann streckte sie ein Bein und drei scharfe Krallen traten an den Zehenspitzen hervor. Sebastian schreckte zurück. Sie trottete zufrieden weiter. Die Jungen beäugten ihn ein letztes Mal, bevor sie ihr folgten.

Plötzlich ertönte Gebell und sie hasteten aus seinem Sichtfeld. Es stammte von Hank, einem braunen Köter auf dem gegenüberliegenden Grundstück. Er schien kein anderes Ziel im Leben zu haben, als bis zur Heiserkeit zu bellen, während ihn seine straff gespannte, rote Nylonleine festhielt. Oft konzentrierte er seinen Ärger auf Sebastian, der am Fenster schlief, wenn er das kühle Glas an seiner Seite spüren wollte. An diesem Tag ließ er Hank eine Weile kläffen, ehe er von der Scheibe wegging. Es war ein Akt der Gnade.

Sebastian blickte auf seine Pfoten und bemerkte erstmals, dass sie kürzer waren als die anderer Katzen. Die Kra

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