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Mythor 122: Der Hexer von Quin von Kneifel, Hans (eBook)

  • Erschienen: 19.11.2015
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Mythor 122: Der Hexer von Quin

Mythor, der Sohn des Kometen, begann vor rund zweieinhalb Jahren seinen Kampf gegen die Mächte des Bösen in Gorgan. Dann wurde der junge Held nach Vanga verschlagen, der von den Frauen beherrschten Südhälfte der Lichtwelt. Und obwohl in Vanga ein Mann nichts gilt, verstand Mythor es nichtsdestoweniger, sich bei den Amazonen Achtung zu verschaffen und den Hexenstern zu erreichen, wo er endlich mit seiner geliebten Fronja zusammenkam. Gegenwärtig befinden sich der Sohn des Kometen und seine Gefährten, zu denen auch Fronja, die ehemalige Erste Frau von Vanga, zählt, inmitten der Schattenzone. Mythor hat mit seiner Schar Carlumen in Besitz genommen, die fliegende Stadt des legendären Caeryll. Während Mythor nun bemüht ist, gegen die Mummen Darkons, des Herrn der Finsternis, anzugehen und weitere DRAGOMAE-Kristalle in seinen Besitz zu bringen, wechseln wir den Schauplatz und blenden um zu Luxon und dessen Abenteuern. Der junge Shallad hat in der Maske des Salamiters Casson eine große Flotte zu den Hoffnungsinseln geführt. Luxon geht es darum, die Räuber der neuen Flamme von Logghard zu stellen. Doch auf seinem Weg wartet DER HEXER VON QUIN ...

Produktinformationen

    Größe: 541kBytes
    Herausgeber: Perry Rhodan digital
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 64
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783845398747
    Erschienen: 19.11.2015
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Mythor 122: Der Hexer von Quin

1.

Das schneidende Heulen des Sturmes kam aus Nordost.

Die Splitterfelsen holte schwer nach Backbord über. Ein Brecher rollte von Steuerbord heran, brach sich und schmetterte gegen die Bordwand. Tauwerk und Spanten ächzten; ein Hagel aus salzigem Wasser ging über das Schiff hinweg und prasselte in die straff geblähten Segel. Der Wind klagte in den Wanten und um die Masten. Fluchende Seeleute duckten sich hinter das salzverkrustete Schanzkleid. Das Focksegel knatterte in langen, triefenden Fetzen. Der lange Wimpel hatte sich in Fäden aufgelöst, die rote Sonne war nur noch ein verwaschener Fleck. Die Krieger aus Logghard, hohläugig, mit langen Bärten, abgemagert, die Seeleute, der Steuermann und der Kapitän - sie alle hatten schwere Entbehrungen hinter sich.

"Männer! Haltet durch!", kämpfte die dunkle Stimme des Kapitäns Sharn gegen Sturm und Wellen an. "Bald hört dieser verdammte Sturm auf. Dort! Im Norden seht ihr schon den Himmel."

Niemand antwortete. Die Männer wollten nur noch Ruhe, Schlaf und Wärme. Ihre Zähne waren locker und fielen aus. Geschwüre, vom Salzwasser zerfressen, brachen immer wieder auf. Die Tage und Nächte, die hinter den drei Schiffen der Vorhut lagen, waren furchtbar gewesen.

Mit tränenden, roten Augen blickten sie alle nach Westen.

Sie warteten darauf, dass sich aus dem wütenden Meer eine Insel erhob.

Auf einer riesigen Welle ritt die Stolz von Logghard. Rechts am knarrenden, zitternden Großbaum vorbei blickte der Steuermann auf das Segel und das Heck des ersten Schiffes. Noch hatten die Schiffe mit der roten Sonne in der Flagge Sichtkontakt miteinander. Im Westen lag nicht der Rand der bekannten Welt, dort ragten keine eisstarrenden Berggipfel hoch, dort war nur das aufgepeitschte Meer.

Weit hinter dem Schiff von Kapitän Ergyse tauchte die Doppelaxt hinter Wellenbergen auf und versank wieder. So ging es seit Anbruch des ersten Morgenlichts, so ging es seit Tagen. Etwa hundert Männer aus Logghard kämpften um ihr Leben.

Sie hatten es geschafft, die Schiffe bis hierher zu segeln. Irgendwo dort vorn lagen die Inseln, hinter ihnen gab es das Reich der Zaketer.

Die Hoffnungs-Inseln lagen weit im Osten, hinter dem Horizont.

An Backbord drohte Tag und Nacht die Düsterzone.

Ein dräuender, wogender Wall aus Nebel und grauen Schleiern, in den Sturmnächten durchzuckt von seltsamen Lichterscheinungen. An den Tagen, in denen die Sonne für wenige Augenblicke durch die dahinjagenden Wolken funkelte, bildete die Düsterzone mit ihrem verschwimmenden Rand eine langgezogene Wolke. Niemand konnte erkennen, wo der Horizont des Wassers aufhörte und die Nebel begannen. Ab und zu warfen die Seeleute furchtsame Blicke dorthin. In großem Abstand von der Düsterzone steuerten die Kapitäne die Schiffe nach Westen.

Jedes Schiff war auf sich allein gestellt.

Die Nahrungsmittel waren feucht und halb ungenießbar. Das Wasser in den Fässern und Schläuchen war brackig geworden. Die letzten Früchte, verfault und stinkend, flogen über Bord.

Der Sturm, halb von steuerbords achtern, trieb die Schiffe nach Westen. Sie sollten umkehren und das Gros der Flotte - fünfzig Schiffe und die Rhiad mit Casson, dem Vertrauten des Shallad - warnen oder von guten Erlebnissen verständigen.

Ab und zu kamen seltsame fliegende Wesen aus der Düsterzone. Man sah sie erst, wenn sie sich hoch über den Schiffen befanden und mit ihren riesigen Schwingen schlugen. Sie umkreisten die Mastspitzen der Schiffe und stießen gellende Schreie aus. Dann tauchten sie ins aufgewühlte Wasser und kamen wieder hervor, riesige Fische oder zappelnde Lebewesen in den Fängen, die niemand je gesehen hatte.

Wann hörte der Sturm auf? Wann tauchte endlich eine Insel aus dem endlosen Wasser? Jedermann sehnte sich nach einem Schluck kalten Quellwassers.

Die Seeleute, die an die Gefahren i

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