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Mythor 79: Das Tal der Schmetterlinge von Kneifel, Hans (eBook)

  • Erschienen: 22.10.2015
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Mythor 79: Das Tal der Schmetterlinge

Mythor, der Sohn des Kometen, hat in der relativ kurzen Zeit, da er für die Sache der Lichtwelt kämpfte, bereits Großes vollbracht. Nun aber hat der junge Held Gorgan, die nördliche Hälfte der Welt, verlassen und Vanga, die von den Frauen regierte Südhälfte der Lichtwelt, erreicht, wo er von der ersten Stunde seines Hierseins an in gefährliche Geschehnisse verstrickt wurde. Diese Geschehnisse nahmen ihren Anfang im Reich der Feuergöttin, wo Mythor für Honga, einen aus dem Totenreich zurückgekehrten Helden, gehalten wurde. Es kam zur Begegnung mit Vina, der Hexe, und Gerrek, dem Mann, der in einen Beuteldrachen verwandelt worden war. Es folgten Kämpfe mit Luftgeistern und mit Amazonen, es kam zu Mythors Gefangenschaft, zur Flucht und zu erneuten Kämpfen mit denen, die sich an Mythors Fersen geheftet hatten. Während Mythor-Honga mit seinen neuen Gefährten den Hexenstern zu erreichen sucht, wo er seine geliebte Fronja, die Tochter des Kometen, in großer Gefahr weiß, kommt es in Gorgan gleichermaßen zu Geschehnissen, die für die Zukunft der Lichtwelt von weitreichender Bedeutung sein können. Neben Nottr, dem Barbaren, wirkt dort auch Luxon-Arruf, der Sohn des ermordeten Shallad Rhiad und somit rechtmäßiger Shallad, im Sinn des Lichtes. Sein Weg führt in DAS TAL DER SCHMETTERLINGE ...

Produktinformationen

    Größe: 670kBytes
    Herausgeber: Perry Rhodan digital
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 64
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783845398310
    Erschienen: 22.10.2015
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Mythor 79: Das Tal der Schmetterlinge

1.

Stimmengemurmel und das flackernde Licht der Fackeln weckten den Shallad Hadamur aus einem unruhigen Schlaf auf.

Er war allein in dem prunkvollen Gemach hinter den Säulen der Terrasse.

"Wo ist Algajar?", keuchte er und hob den Arm, um sich den Schweiß von seinem runden Gesicht abzuwischen. Kraftlos ließen seine dicken Finger das feuchte Tuch fallen. An jedem Finger funkelten die Steine schwerer Ringe, an manchen Fingern trug Hadamur zwei Ringe.

Es war die Stunde zwischen Tag und Nacht.

Für eine kurze Zeit herrschte Ruhe über der Stadt. Von der Terrasse herein kamen die Geräusche der Brandungswellen, die sich an den Felsen der Küste brachen und über den sandigen Stränden ausliefen. Der Lärm aus den Gassen und Plätzen Hadams war zu einem bedeutungslosen Murmeln herabgesunken. Einzelne, harte Geräusche waren laut wie Donner. Diese seltsame Kulisse schien zur Stimmung des Shallad zu passen - er war misslaunig, unzufrieden und wütend.

"Sorgen! Nichts als Sorgen!", ächzte Hadamur und bewegte die Fleischmassen seines Körpers in den Polstern des Ruhelagers. Sein Arm tastete sich an der Tischkante entlang, und die Finger krochen wie weiße, dicke Raupen auf den Stiel des funkelnden Pokals zu.

Hadamur warf den halbvollen Pokal um. Der rote Wein lief wie Blut über die weißen Tücher des Tisches.

"Sklaven!", brüllte der Shallad. "Frischer Wein! Tücher! Die Luftwedler sollen kommen! Schnell!"

Mit der Faust schlug er kraftlos gegen den Gong. Ein schmetterndes Geräusch echote durch die Korridore und verlor sich zwischen den goldreifverzierten Säulen. Ein schwacher Windstoß blähte die dünnen Vorhänge, bauschte sie auf und ließ sie wieder zusammenfallen.

Sklavinnen und Sklaven stürzten aus allen Richtungen herbei.

Lautlos bewegten sich die riesigen Fächer aus Orhakofedern. Wein wurde gebracht, der lange in den kühlen Tiefen des Palasts geruht hatte. Mit kalten, parfümierten Tüchern wischten zitternde Sklavinnen den unablässig perlenden Schweiß aus den Achselhöhlen des Shallad. Wachsam starrten die Aufseher, die gebogenen Peitschen in den Fäusten, die schweigend arbeitenden Sklaven an.

"Gibt es Nachrichten von Algajar? Hat ihn jemand gesehen? Sind Boten eingetroffen?", erregte sich Hadamur.

Ein Bote näherte sich unterwürfig, berührte mit der Stirn und den Handflächen den schimmernden Marmor des Bodens und erschauerte.

"Nein, Herr. Niemand hat Algajar seit etwa einem Mond gesehen, niemand hat etwas von ihm gehört oder über ihn erfahren."

"Sucht weiter, lauscht auf alle Gerüchte!" Der Shallad scheuchte ihn mit einer schroffen Handbewegung hinaus.

Zuerst hatte Hadamur geglaubt, dass Luxons Tod seine Lage gesichert und seine Macht gefestigt habe. Aber seit diesem Tag war ihm das Unglück nicht von der Seite gewichen. Nicht jeder Tag hatte eine neue, üble Nachricht gebracht, aber an vielen Tagen häuften sich Botschaften, die zornige Röte in sein bleiches Gesicht trieben.

Die Bewohner Logghards wollten ihn weder als die Fleischwerdung des Lichtboten anerkennen, noch dachte Gamhed der Silberne daran, sich ihm zu ergeben. Immer wieder musste es Boten gelungen sein, den Ring der Belagerer zu durchbrechen.

Gerüchte schwirrten durch das Shalladad und kamen schließlich auch Hadamur zu Ohren.

Die Leute von Logghard - noch immer waren sie nicht verhungert oder durch Seuchen dezimiert! - hofften allen Ernstes auf eine Rückkehr Luxons ... also hofften sie darauf, dass er aus dem Totenreich zurückkehren würde. Welch eine Vermessenheit!

Hadamur spürte, wie kühler Wein seine Kehle hinunterrann. Die Tropfen, die aus seinem Mundwinkel sickerten, wurden rasch von Tüchern weggetupft. Aromatische Gerüche drangen aus den Falten der blütenweißen Seidentücher.

Andere Gerüchte waren noch abenteuerlicher!

Die Magier und die Wächter am Grabmal des Lichtboten sollten einen widersinnigen Plan ins

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