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Nachtmahr - Das Vermächtnis der Königin Roman von Schweikert, Ulrike (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.12.2019
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Nachtmahr - Das Vermächtnis der Königin

Das Finale der fantastischen Nachtmahr-Saga. Lorena ist ein Nachtmahr, ein wunderschönes, aber gefährliches Wesen der Nacht. Und sie ist auf der Flucht. Um sich zu retten, muss Lorena ein uraltes Buch finden, in dem die Prophezeiung der Nachtmahre offenbart sein soll. Doch William, der Sohn ihres größten Widersachers, kommt ihr zuvor. Lorena muss ihrem schlimmsten Feind gegenübertreten, um die Prophezeiung zu retten. In Williams Anwesen erwartet sie aber nicht der Tod - sondern eine leidenschaftliche Begegnung. Alles, was Lorena je für wahr gehalten hat, wird in Frage gestellt ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 417
    Erscheinungsdatum: 13.12.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783962153342
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1568 kBytes
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Nachtmahr - Das Vermächtnis der Königin

Prolog

ROXBURGH

Die mittelalterliche Stadt Roxburgh gab es schon lange nicht mehr, dabei war die königliche Stadt einst neben Edinburgh eine der wichtigsten schottischen Städte gewesen, die nicht nur über ein Kloster und mehrere Kirchen geherrscht hatte. Es hatte eine königliche Residenz gegeben, eine Burg, Schulen, Märkte und fünf befestigte Häuser, in denen Münzen geprägt wurden. Händler aus ganz Europa lieferten ihre Waren und verhalfen der Stadt zu Wohlstand. Die Burg war nahe der Grenze ein Bollwerk gegen die Engländer gewesen.

Doch davon war nichts geblieben. Stadt und Residenz waren verschwunden, und von der Burg, die sich einst auf dem Höhenrücken zwischen den Flüssen Tweed und Teviot erhoben hatte, waren nur ein paar Mauerreste geblieben. Den stolzen Namen Roxburgh trugen nur noch ein unbedeutendes Dorf, das zweieinhalb Kilometer südwestlich der Ruinen lag, und Winston Campbell, der Duke of Roxburgh, der auf seinem tiefschwarzen Hengst saß und den Blick über die verwitterten Mauerreste der Burg schweifen ließ. Er hatte sich in der langen Zeit, die verstrichen war, nicht verändert. Nun ja, sein Haar war ergraut, doch sein Gesicht war noch immer seltsam faltenlos, sodass es nicht einmal annähernd auf sein Alter schließen ließ, und das war auch gut so. Die Menschen aus der Nachbarschaft hielten ihn für einen normalen Edelmann, vielleicht ein wenig schrullig, wie so viele Briten, doch im Grunde völlig harmlos.

War nicht stets die Tarnung die beste Waffe des Jägers?

Seine Gedanken wanderten in die Vergangenheit zurück, als Stadt und Burg mal von den Engländern erobert und dann von den Schotten wieder zurückgewonnen worden waren, nur um wieder in die Hände der Engländer zu fallen. Schotten hatten die Burg im fünfzehnten Jahrhundert bei jenem Feldzug zerstört, bei dem König Jakob II. starb, als neben ihm eine Kanone explodierte. Die Engländer schnitten der Stadt den Zugang zum Meer ab und beendeten damit den Handel mit Europa und den Wohlstand der Bürger. Die Stadt wurde aufgegeben und zerfiel. Die wenigen, die blieben, zogen nach Kelso, wo der Duke ein neues Schloss bauen ließ, das heute zu den größten und prächtigsten in ganz Großbritannien zählte. Ein Lächeln huschte über die sonst so ernste Miene des Duke. Ja, Floors Castle konnte man zu Recht als gelungen bezeichnen. Von all den Schlössern und Herrenhäusern, die er besaß, war ihm dieses das liebste; dorthin kehrte er stets zurück, wenn er sich eine Pause gönnte. Eine Pause von seinem ewig währenden Kampf gegen die Geißel der Menschheit, das Natterngezücht, das Männer vergiftete und sie ihrer Seele und ihres Willens beraubte.

"Nachtmahre!"

Er spie das Wort voller Abscheu aus. Nachdenklich hob er seinen Blick zum Himmel, wo sich über den Hügeln Gewitterwolken zusammenballten. Er konnte die Macht der Spannung spüren, die sich in den Wolkenschichten aufstaute und nur darauf wartete, sich im ersten Blitz zu entladen, der wie die Strafe Gottes auf die Erde herabfahren würde.

So zumindest hatten die Menschen in seiner Jugend geglaubt. Heute würde wohl keiner mehr einen Blitz mit dem Jüngsten Gericht in Verbindung bringen. Und heute würden die Menschen auch nicht mehr so einfach glauben, dass es so etwas wie Nachtmahre wirklich gab. In seiner Jugend hatte man solche Frauen auf dem Scheiterhaufen verbrannt! Damals hatte man die Seuche bekämpft, doch heute waren die Wanderer durch die Zeit die Einzigen, die nicht nur von den Nachtmahren und deren Schädlichkeit wussten. Sie waren auch die Einzigen, die etwas gegen sie unternahmen.

Mit jedem toten Nachtmahr wurde die Gefahr ein wenig kleiner. Jede Linie, die unterbrochen wurde, konnte keine Nachkommen mehr zeugen. Doch der größte Schlag war ihnen kürzlich gelungen und hatte die Nachtmahre all ihrer Hoffnungen beraubt.

Er selbst hatte mit seinen Wanderern dafür gesorgt, dass sich die Prophezeiung nicht mehr würde erfüllen können: Die Ec

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