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Nexus Roman von Naam, Ramez (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.07.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Nexus

Zwischen Freiheit und Sicherheit Die nahe Zukunft: Die Nano-Droge Nexus ermöglicht es den Menschen, die Grenzen der eigenen Wahrnehmung zu überschreiten und mit dem Bewusstsein anderer in Verbindung zu treten - ein gewaltiger Schritt in der Evolution des Menschen. Als jedoch eine Gruppe skrupelloser Wissenschaftler Nexus für ihre eigenen Zwecke missbraucht, zwingt die US-Regierung den jungen Nano-Techniker Kade Lane, sich in die Organisation einzuschleusen, um ihrem Treiben ein Ende zu bereiten. Lane gerät in einen Strudel aus Machtgier, Korruption und Mord ... Ramez Naam wurde in Kairo, Ägypten, geboren und kam im Alter von drei Jahren nach Amerika. Er ist Computerspezialist, Futurist und mehrfach ausgezeichneter Autor verschiedener Sachbücher. Nexus ist sein erster Roman. Der Autor lebt und arbeitet in Seattle.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 624
    Erscheinungsdatum: 14.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641131388
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Nexus
    Größe: 866 kBytes
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Nexus

[ 1 ] Das Don-Juan-Protokoll

Freitag, 17. 2. 2040, 22.55 Uhr

Die Frau, die sich Samantha Cataranes nannte, stieg aus dem Taxi und lief zum Haus an der 23 rd Street. Als die Tür aufging, drangen Licht, Musik und Stimmen hinaus in die Nacht. Zwei junge Frauen traten nach draußen, Arm in Arm, in ein Gespräch vertieft. Sie lächelten Sam an, als sie an ihnen vorbeiging, und Sam lächelte zurück. Die Gesichtserkennung identifizierte sie und blendete auf den taktischen Kontaktlinsen schwach leuchtend ihre Namen, ihr Alter und ihre Gefahreneinstufung in Sams Sichtfeld ein. Alles in Grün. Zivilisten. Keine bekannte Verbindung zu ihrer Mission.

Sam ließ den Blick über die Fassade des Hauses schweifen. In ihrem Sichtfeld tauchten Bauelemente, Strom- und Datenleitungen, mögliche Zu- und Ausgänge durch Türen, Fenster und Schwachstellen in den Wänden auf. Sie blinzelte es weg. Das alles nützte ihr heute Nacht gar nichts.

Sie spürte einen Stich im linken Knie, als sie die Treppe hinaufstieg. Eine Erinnerung an die verhängnisvolle Schießerei bei Sari. Als könnte sie diese Nacht jemals vergessen. Ihr Gesicht fühlte sich angespannt an. Ihre Lippen waren übervoll, die Wangen straff, der Unterkiefer seltsam angewinkelt. Ihre Nerven protestierten unter der Belastung ihres angestrengten Gesichtsausdrucks. Es wäre eine Erleichterung, die Muskeln zu entspannen und wieder ihre eigene Miene zeigen zu können.

Bruchstücke der Einsatzbesprechung für diese Mission blitzten ungebeten in ihrem Geist auf. Ein gesprengtes Gebäude, überall verstreute Leichen. Religiöse Anführer, die von alten Vertrauten ermordet wurden. Politiker, die plötzlich und nicht nachvollziehbar ihre Meinung änderten. All die Selbstmordattentate, die Erschießungen, die politischen Umstürze, die gesichtslosen Firmen mit unmenschlich loyalen Supersoldaten, die nicht nachdachten und keine Fragen stellten. Und hinter allen stand die übliche Bedrohung: die neue Nötigungstechnologie aus Beijing. Eine Technologie, die sie mithilfe dieser Zielperson vielleicht ein wenig besser verstehen und abwehren konnten.

Sam öffnete die Tür und tauchte in die Party ein, mit einem breiten Lächeln auf dem falschen Gesicht. Dröhnend laute Flux-Musik schlug ihr entgegen. Die Gerüche zahlreicher Körper überfluteten ihre geschärften Sinne. Identitäten schwammen über dem Meer der Gesichter. Irgendwo in diesem Haus würde sie ihren Mann finden.

Freitag, 17. 2. 2040, 23.10 Uhr

"Tanzt du?", fragte das Mädchen. Sie beugte sich vor, nahe genug, um sich im Lärm der Party verständlich zu machen, nahe genug für einen Kuss.

Kaden Lane beobachtete mit klinischer Sorgfalt, wie Don Juan seine körperlichen Reaktionen anpasste. Ein leichtes Lächeln. Freisetzung von Oxytocin. Erweiterung der Kapillargefäße in den Wangen. Eine Mischung aus Zuversicht und Erwartung. Optionale Antworten schossen ihm durch den Kopf, ansatzweise von seinen Lippen gebildet, während das Konversationspaket der Software die Möglichkeiten durchging:

[Ja, ich tanze sehr gern.]

[Klar! Welche Musik magst du am liebsten?]

[Mit einem so hübschen Mädchen wie dir immer.]

Signale verbreiteten sich durch das im hohen Maße modifizierte Netz der Nexus-Knoten in seinem Gehirn. Die Nanostrukturen der Droge evaluierten Daten, verarbeiteten sie, transformierten sie. Innerhalb von Millisekunden traf Don Juan eine Entscheidung. Der Input

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