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Nimue Alban: Der Kriegermönch Bd. 12 von Weber, David (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.03.2014
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Nimue Alban: Der Kriegermönch

König Cayleb und der Kriegermönch Merlin haben alle Hände voll zu tun, um die Hungersnot in ihrem Reich in den Griff zu bekommen. Doch das ist noch ihr kleinstes Problem, denn seit Jahrhunderten sind sie die ersten, die sich gegen die Kirche auflehnen. Und der Feind rückt bereits mit einer mächtigen Flotte gegen die Insel vor ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 605
    Erscheinungsdatum: 13.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838746159
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Nimue Alban Bd.12
    Originaltitel: Midst Toil and Tribulation
    Größe: 1365 kBytes
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Nimue Alban: Der Kriegermönch

.I.

Palast des Reichsverwesers
und
Charisianische Botschaft,
Siddar-Stadt,
Republik Siddarmark

Der Donnerhall von Salutschüssen, die oben auf den Festungszinnen abgegeben wurden, verschluckte die Fanfarenstöße. Sie waren das Willkommen für den hochgewachsenen jungen Mann, der die Gangway betrat. Der Jubelschrei der Menschenmenge kam wie aus einer Kehle, und ganze Schwärme von Seevögeln und Wyvern störte der plötzliche Lärm auf. Sie kreisten über dem Hafenbecken, in dem dicht an dicht Schiffe vor Anker lagen. Manche der Seevögel stürzten sich zwischen Masten und Takelage hindurch den Wellen entgegen, nur um gleich wieder Höhe zu gewinnen.

Der Jubel an Land schien kein Ende nehmen zu wollen. Die Menschen, die sich am Hafen von Siddar-Stadt versammelt hatten, drängten sich der Absperrkette siddarmarkianischer Pikeniere entgegen. Deren Aufgabe war es, die Fläche am Fuß der Gangway freizuhalten. Zu behaupten, jeden Einwohner der Hauptstadt reiße Cayleb Ahrmahks Ankunft in diesen Freudentaumel, wäre albern gewesen. Aber Buhrufe oder Abschätziges war nur äußerst selten zu hören, was durchaus verständlich war. Obwohl der harte Winter vorbei war, gab es viele ausgezehrte Gesichter in der Menge. Die eisige Luft an diesem Tag war als Echo der beißenden Winterkälte Erinnerung genug an die Schrecken des vergangenen Winters. Was hatten die Siddarmarkianer in den letzten Monaten nicht alles erdulden müssen! Hinter HMS Kaiserin von Charis konnte man charisianische Handelsgaleonen vor Anker liegen sehen. Wer am Kai stand und jubelte, wusste eines sehr genau: Diese Galeonen und all ihre Vorgänger hatten die durchlittenen Schrecken gemildert und für so manchen den Unterschied zwischen Leben und Tod ausgemacht.

Reichsverweser Greyghor ging Cayleb entgegen, kaum dass dieser den Fuß auf das Pflaster des Piers setzte. Stohnar wollte sich verneigen. Cayleb aber legte ihm die Hand auf die Schulter und ließ ihn so mitten in der Bewegung innehalten. Der Jubel wurde noch lauter, so laut, dass keiner der beiden Männer sein eigenes Wort hätte verstehen können, geschweige denn den Gruß des Gegenübers. Doch dann schüttelte der Kaiser lächelnd den Kopf, und noch einmal schwoll der Jubel an. Immer schon war es Tradition in der Republik gewesen, dass der Reichsverweser vor keinem weltlichen Herrscher das Haupt neigte. Jeder hier am Hafen aber verstand sofort, was Greyghor Stohnar dazu bewogen hatte, in diesem Fall eine Ausnahme zu machen: Charis' Galeonen, beladen mit Lebensmitteln, waren Erklärung genug. Caylebs Reaktion nahm die Menge nun noch mehr für ihn ein.

Ein Händeschütteln und ein Nicken war die wechselseitige Begrüßung von Kaiser und Reichsverweser. Dann trat Stohnar neben seinen Gast und deutete auf die Kutschen, die bereitstanden. Ein kurzer Blickwechsel mit dem hochgewachsenen Offizier der Kaiserlichen Garde, der dicht neben dem Kaiser stand, genügte. Der Mann mit den bemerkenswerten Saphiraugen hatte die unauffällige Überprüfung der Kutschen durch ein Dutzend Kaiserlicher Leibgardisten überwacht und nickte nun zustimmend. Zhaspahr Clyntahns Welle von "Rakurai"-Attentaten war zwar mittlerweile abgeklungen, aber hatte viele Opfer gefordert. Deswegen blieben Sicherheitsmaßnahmen angezeigt, die bis dato undenkbar gewesen wären: Man überprüfte mit handverlesenen Leuten lieber alles doppelt und dreifach und suchte selbst an den unmöglichsten Stellen nach versteckten Sprengladungen. Sogar unter jede der Kutschen war einer der Gardisten gekrochen, um sich zu vergewissern, dass den wachsamen Augen der siddarmarkianischen Soldaten nichts entgangen war. Der blauäugige

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