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Nimue Alban: Der Verrat Bd. 10 von Weber, David (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.01.2013
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Nimue Alban: Der Verrat

Die ehemalige Offizierin Nimue Alban lebt 800 Jahre nach ihrem Tod in einem künstlichen Körper weiter - als Mann. Nimue Albans Geist wurde in den Körper eines Cyborgs verpflanzt. Das war lange bevor die Menschen vor einer außerirdischen Spezies fliehen mussten, um der Auslöschung zu entgehen. Die Menschheit begann daraufhin ein neues Leben auf einer fernen Welt. Der Kampf gegen die Diktatur geht in die zehnte Runde Doch die Menschen leben seitdem in einer Diktatur. Im Kaiserreich Charis schrecken die Herrscher vor nichts zurück, um ihre Macht zu erhalten, auch vor der Folterung von Kriegsgefangenen und dem Entsenden von Selbstmordattentätern nicht. Im zehnten Band der Reihe von David Weber stellt sich ihnen Nimue Alban erneut entgegen - ihre Mission: die Rettung der Menschheit. 'Der Verrat' wurde von Ulf Ritgen ins Deutsche übersetzt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Erscheinungsdatum: 21.01.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838719399
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Nimue Alban Bd.10
    Originaltitel: How Firm a Foundation B
    Größe: 1376 kBytes
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Nimue Alban: Der Verrat

.I.

Hospiz der Heiligen Bédard
und der Tempel, Stadt Zion,
die Tempel-Lande

"Langhorne segne Euch, Euer Exzellenz! Langhorne segne Euch!"

"Danke, Pater", erwiderte Rhobair Duchairn. "Auch wenn ich Ihr Lob gern höre, haben Sie in all das mehr harte Arbeit gesteckt als ich. Und das", das Lächeln des Vikars war ein wenig bitter, "auch noch viel länger als ich."

Er legte Pater Zytan Kwill eine Hand auf die gebrechliche Schulter. Der Oberpriester des Bédard-Ordens war schon hoch in den Achtzigern und wurde Jahr um Jahr gebrechlicher. Dennoch brannte in ihm eine Leidenschaft, um die ihn Duchairn beneidete.

"Das mag wohl sein, Euer Exzellenz", erwiderte Kwill, "aber in diesem Winter ..." Er schüttelte den Kopf. "Ist Euch bewusst, dass wir in diesem Winter nur dreißig Tote zu beklagen hatten – ganz egal, woran sie nun eigentlich gestorben sind? Nur dreißig!"

"Ich weiß." Duchairn nickte. Dabei wusste er genau, dass insgesamt deutlich mehr als dreißig Einwohner von Zion den vergangenen Winter nicht überstanden hatten. Und doch hatte Kwill nicht ganz unrecht. Es lag in der Verantwortung des Bédard- und des Pasquale-Ordens, für die Armen und Bedürftigen zu sorgen. Gewiss, eigentlich war dies eine Aufgabe von Mutter Kirche an sich. Doch schon seit Jahrhunderten kümmerten sich vor allem die Bédardisten und die Pasqualaten darum. Gemeinsam sorgten sie für Suppenküchen und Notunterkünfte. Aus den Reihen der Pasqualaten kamen darüber hinaus die Heiler. Deren Aufgabe war es, auch den schwächsten Kindern Gottes genug medizinische Versorgung zukommen zu lassen, um die eisige Kälte in Zion zu überstehen.

Nur hatten Bédardisten und Pasqualaten genau das über einen langen Zeitraum hinweg eben nicht getan.

Duchairn blickte aus dem Fenster von Kwills auffallend bescheiden eingerichtetem Arbeitszimmer. Das Hospiz der Heiligen Bédard befand sich in einem von Zions älteren Gebäuden. Vom Arbeitszimmer des Paters aus hatte man einen herrlichen Blick über die blauen Wellen des Pei-Sees. Doch das Zimmer selbst war so karg und spärlich eingerichtet wie die Zellen der Asketen in den Klöstern, deren Brüder und Schwestern sich vor allem in Meditation übten. Zweifellos ließ die Einrichtung des Zimmers Rückschlüsse auf Pater Zytans Persönlichkeit zu. Aber es war auch Zeichen dafür, dass der Pater in den letzten siebenundvierzig Jahren mit jeder Mark, die er in die Finger bekommen hatte, die Bedürftigkeit seiner Schäfchen zu lindern gesucht hatte. Niemals wäre ein Mann wie er auf die Idee gekommen, auch nur einen winzigen Teil dieses Geldes für sich selbst zu verwenden.

Und in all der Zeit hat Mutter Kirche ihm nie in dem Maße geholfen, wie es bitter nötig gewesen wäre , dachte der Schatzmeister bitter. Nicht ein einziges Mal! Nicht ein einziges Mal haben wir ihn und all die anderen in dem Maße finanziell unterstützt, wie es unsere Pflicht gewesen wäre!

Der Vikar trat an das Fenster und verschränkte die Hände hinter dem Rücken. Er betrachtete das Meer aus Blüten und Grün, das über die Hügel zwischen Zion und dem See wogte. Eine kühle Brise wehte durch das Fenster herein, strich Duchairn sanft über die Wangen. Die warmen Sonnenstrahlen ließen auf den funkelnden Wellen des Sees die Segel von kleinen Booten aufblitzen, von Leichtern und von größeren Handelsschiffen. Weiter vom Ufer entfernt erkannte Duchairn Fischerboote, und über den Himmel zogen wunderschöne Wolkenberge hinweg. An einem solchen Tag kon

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