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Nimue Alban: Gefährliche Offenbarungen Roman von Weber, David (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.09.2017
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Nimue Alban: Gefährliche Offenbarungen

Vor Jahrhunderten flohen die Menschen vor einer übermächtigen Alienarmee auf den Planeten Safehold. Dort herrscht eine Kirchendiktatur, die jede moderne Technik verbietet. Doch das Inselkönigreich Charis kämpft für seine Unabhängigkeit und für technischen Fortschritt. Mit an vorderster Front: Merlin Athrawes. Und nun hat Merlin Wissen über einen geheimen Orden erlangt, der jahrhundertealte Aufzeichnungen hütet. Darin enthalten sind gefährliche Offenbarungen, welche die Kirche in ihren Grundfesten erschüttern könnte ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 672
    Erscheinungsdatum: 29.09.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732539857
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Nimue Alban Bd.16
    Originaltitel: Hell's Foundations Quiver (Teil 2)
    Größe: 1594 kBytes
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Nimue Alban: Gefährliche Offenbarungen

.I.
Delthak-Werke,
Baronie High Rock,
Altes Königreich Charis

Das wäre dann wohl alles", seufzte Ehdwyrd Howsmyn, Herzog von Delthak. Er stieß sich mit dem auf Rollen gesetzten Sessel von seinem Schreibtisch ab und reckte und streckte sich ausgiebig. Jenseits der Fensterscheiben seines Arbeitszimmers war es so dunkel, wie es in den Delthak-Werken nur werden konnte. Die Gasbeleuchtung im Zimmer war hell, doch auf Dauer strengte sie die Augen an. Nun, es war ja auch wirklich schon spät. "Hoffentlich war's das", setzte er dann hinzu. "Ich habe Zhain versprochen, dass ich heute pünktlich zum Abendessen nach Hause komme ... wenn sie einverstanden ist, dass wir eine Stunde später essen als sonst. Und da sie zugestimmt hat ..."

Er verzog das Gesicht, und Nahrmahn Tidewater und Zosh Huntyr lachten leise. Selbst Engelsgeduld wäre bei dem außerordentlich anspruchsvollen Terminkalender von Zhain Howsmyns Ehemann auf die Probe gestellt worden. Zhain sah nicht gern, wie viel (und wie lang) er Tag für Tag arbeitete - vor allem, weil er selbst sich dazu unermüdlich antrieb. Zugleich jedoch bemühte sie sich nach Kräften, ihn nicht durch Ansprüche ihrerseits zusätzlich unter Druck zu setzen. Allerdings beharrte sie darauf, dass er wenigstens zwei Tage eines jeden Fünftags rechtzeitig zum Abendessen nach Hause käme und sich ansatzweise genug Schlaf gönnte. Sogar in dieser Hinsicht hatte Ehdwyrd seine Frau schon häufiger enttäuscht, als er hätte benennen können. Doch er bemühte sich redlich, Verstöße dieser Art auf das absolut unvermeidliche Maß zu beschränken. Hatte Ehdwyrd Howsmyn aber seiner Gemahlin etwas versprochen , setzte er Himmel und Hölle in Bewegung, um sein Wort zu halten.

"Allerdings möchte ich noch einmal betonen", erklärte er seinen leitenden Handwerksmeistern, während er den letzten Ordner mit Produktionsberichten zuklappte und sich dann aus dem Sessel stemmte, "dass sie mir seit dieser Geschichte mit der Herzogswürde ein wenig mehr Freiraum zugesteht. Wenn die Herrn mich dann also entschuldigen wollten ..."

"Oh, ich für meinen Teil ziehe stets vor, meinen Beitrag zu Mistress Zhains Zufriedenheit zu leisten", gab Huntyr zurück. "Vor allem, wenn es sie davon abhält, ihre Un zufriedenheit an uns auszulassen."

"Zosh, ich bin entsetzt! Wirklich, was denken Sie von mir! Wie können Sie glauben, ich würde die Schuld für meine Verspätung auf Sie abwälzen!"

"Nun, weil Sie es der Erfahrung gemäß tun ... beispielsweise damals, als Sie zu spät nach Hause gekommen sind, nachdem Sie sich ein wenig arg lang mit Taigys' neuestem Spielzeug beschäftigt haben", warf Tidewater ein.

"Tja, mir scheint wenig sinnvoll, hier noch länger zu verweilen und mich beleidigen zu lassen!", gab Howsmyn zurück, ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Dann steuerte er auf die Tür des Arbeitszimmers zu. "Daher ..."

Ein jaulender Heulton ließ ihn mitten in der Bewegung erstarren. Howsmyns Augen weiteten sich, während Tidewater und Huntyr entsetzt von ihren Stühlen hochfuhren. Ein zweites schrilles Heulen gesellte sich zu dem der ersten Sirene. Alle drei Männer wirbelten gleichzeitig herum und stürmten zur Tür.

Es war, als blickte man geradewegs in einen Vulkan.

Flammen tosten wie in einem Gebläseofen - nur dass es hier keinen Gebläseofen gab. Als Vorgeschmack auf die Hölle selbst stieg eine dicke, schwarze Rauchsäule empor, die Unterseite fahl angeleuchtet von den auflodernden Flammen. Deren Hitze traf die Männer wie ein Fausthieb.

In Manufakturen, vor allem in solchen von der Größe der Delthak-Werke, war es immer gefährlich. Niemand wusste das besser als Ehdwyrd Howsmyn. Ebenso lange, wie er darüber nachdachte, wie er die Produktion vorantreiben und beschleunigen könnte, hatte er sich Gedanken darüber gemacht, wie sich seine Arbeiter - und auch seine Werkhallen - vor den Unfällen schützen ließen, die imm

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