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Palace of Glass - Die Wächterin Roman von Bernard, C. E. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2018
  • Verlag: Penhaligon
eBook (ePUB)
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Palace of Glass - Die Wächterin

Furchtlos und unantastbar - die hinreißende Trilogie für alle Fans von Sarah J. Maas, Kiera Cass und Erin Watt. Stellen Sie sich vor... London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht - Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist. Eine Kämpferin, die eine verbotene Gabe besitzt. Ein Prinz, dessen Leben auf dem Spiel steht. Ein gläserner Palast, in dem eine tödliche Intrige gesponnen wird. Diese hinreißende Trilogie werden die Fans von Sarah J. Maas, Kiera Cass und Erin Watt lieben. Alle drei Bände im Zwei-Monats-Takt. C.E. Bernard ist das Pseudonym von Christine Lehnen, die 1990 im Ruhrgebiet geboren wurde und seitdem in Kanada, den Vereinigten Staaten, Australien und Paris gelebt hat. Ihre Kurzgeschichten wurden mit den Literaturpreisen der Jungen Akademien Europas und der Ruhrfestspiele Recklinghausen ausgezeichnet. Seit 2014 lehrt sie Literarisches Schreiben an der Universität Bonn. Daneben studiert Christine Lehnen Englische Literatur und Politikwissenschaft, forscht zum Thema Kreatives Schreiben und inszeniert Theaterstücke mit der Bonn University Shakespeare Company.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 01.03.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641215965
    Verlag: Penhaligon
    Serie: Palace-Saga .1
    Originaltitel: Touch That Fire (Rea 1)
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Palace of Glass - Die Wächterin

Kapitel 1

Keinerlei Berührung. So lautet das oberste Gebot, das uns von Kindesbeinen an eingebläut wird, die einzige Regel, die wirklich von Bedeutung ist. Trage stets deine Handschuhe.

Ich werde diese Regel jetzt brechen.

Obwohl ich es nicht möchte. Noch während sich der erste Schlag meinem Gesicht nähert, wünschte ich, ich könnte eine andere sein, irgendjemand, ganz egal, wer. Jemand, der sich nicht so quält, nicht so kaputt ist.

Der Lärmpegel ringsum steigt an, das Gejohle und die Pfiffe werden lauter und lauter. Das Untergeschoss des Lovely Molly ist voller Menschen. Die Männer tragen Wollmäntel und Filzhüte, die Frauen Hosenträger und typisch englische Melonen auf den Köpfen. Genau wie ich haben sie sich die Brust abgebunden, denn eigentlich dürften wir gar nicht hier sein. Natürlich erkennt uns trotzdem jeder, aber solange der Schein gewahrt bleibt, drückt man gern mal ein Auge zu.

Die Menge stinkt nach Bier und harter Arbeit, aber das ist noch harmlos gegen den Geruch, den ich bald verströmen w erde. Schließlich kämpfen die nicht gegen Mister Zwei-Met er-Zehn - so lautet der Kampfname meines heutigen Gegners, ein Mann mit flauschig weichem Bart und Armen, die mir ohne die geringste Anstrengung das Genick brechen könnten. Der blonde Hüne ist ungefähr in meinem Alter, also noch keine zwanzig, und wäre ich ihm auf der Straße begegnet, hätte ich ihn vermutlich ganz attraktiv gefunden. Aber ich bin nicht hier, um ihm einen Antrag zu machen. Ich bin hier, um zu kämpfen.

Zwei-Meter-Zehn versucht erneut, mich zu erwischen. Schnell ducke ich mich weg und weiche nach hinten aus. Lautstarkes Buhen zeugt vom Unmut der Menge, aber insgeheim sind die Zuschauer erfreut. Niemand hat sein Geld auf mich gesetzt, auf das blasse, schmale Ding, das nichts vorzuweisen hat außer seinem Mut. Wieder schlägt Zwei-Meter-Zehn zu. Diesmal beuge ich mich seitlich weg. Zwei-Meter-Zehn setzt mir nach. Ich weiche so hastig zurück, dass ich aus dem Tritt gerate und mit dem Rücken gegen den Ring stoße, der hier aus einem hölzernen Geländer besteht. Spitze Splitter bohren sich in meine Haut. Dann werde ich von hinten gepackt, mehr und mehr Hände umklammern meine Schultern. Sofort fallen die Erinnerungen über mich her: vergilbte Fliesen, Lederhandschuhe, der scharfe Knall einer Peitsche. Die Menge schubst mich so heftig zurück in den Ring, dass ich fast das Gleichgewicht verliere. Zwei-Meter-Zehn lacht kurz auf, dann, als ich an ihm vorbeitaumele, verpasst er mir einen Klaps auf den Hintern.

Die Menge jubelt. Gedemütigt bleibe ich stehen. Ich hätte nicht herkommen sollen. Trotzdem fahre ich herum, um mich meinem Gegner zu stellen. Der nähert sich langsam, leckt sich mit der Zunge über die Lippen. Seine Hände sind nackt, genau wie meine. Ich spüre, wie sich mir die Kehle zuschnürt. Er kommt immer näher. Ich müsste nur die Hand ausstrecken.

Doch ich zögere. Ich darf dem dunklen Verlangen nicht nachgeben.

Es ist jetzt sechsundzwanzig Jahre her, dass die Berührung nackter Haut in Großbritannien für gesetzeswidrig erklärt wurde. Denn vor sechsundzwanzig Jahren hat man Menschen wie mich entdeckt, woraufhin unser König den NPA , den National Protection Act, ratifiziert hat: Körperliche Berührungen sind nur noch verheirateten Paaren gestattet, und auch das nur zum Zwecke der Fortpflanzung. Aber selbst diese Angelegenheit wird mit so wenig Körperkontakt wie möglich erledigt. Alles wegen der Menschen, die so sind wie ich.

Zwei-Meter-Zehn stößt ein leises Knurren aus. Dann rennt er los, streckt die Arme aus, will mich am Hals packen. Der Anblick seiner nackten Finger ist faszinierend - etwas zu faszinierend. Er erwischt mich an der Schulter, schleudert mich einmal quer durch den Ring. Der Aufprall schürft mir die Haut auf, lähmender Schmerz schießt durch meinen Rücken. Wieder grölt die Menge begeistert. Und schon ist Zwei-

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