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Perry Rhodan 2781: SHIVAS FAUST Perry Rhodan-Zyklus 'Das Atopische Tribunal' von Stern, Michelle (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.12.2014
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan 2781: SHIVAS FAUST

Seit die Menschheit ins All aufgebrochen ist, hat sie eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Längst sind die Terraner in ferne Sterneninseln vorgestoßen, wo sie auf raumfahrende Zivilisationen und auf die Spur kosmischer Mächte getroffen sind, die das Geschehen im Universum beeinflussen. Mittlerweile schreiben wir das Jahr 1517 Neuer Galaktischer Zeitrechnung (NGZ). Die Milchstraße steht weitgehend unter dem Einfluss des Atopischen Tribunals. Dessen Richter behaupten, nur sie könnten den Weltenbrand aufhalten, der sonst unweigerlich die Galaxis zerstören würde. Auf diese Weise zementiert das Tribunal in der Milchstraße seinen Machtanspruch, während der Widerstand dagegen massiv aufrüstet. Die beiden Atopischen Richter der Milchstraße können allerdings auf ein Heer an Helfern zurückgreifen. Ihr militärisch-exekutiver Arm sind die Onryonen, die es verstehen, die Ordo durchzusetzen. Ein militärisches Hilfsmittel dazu sind Linearraumtorpedos, ein politisches die Aufteilung der Galaxis in Sektoren, und ein weiteres die Ordischen Stelen, die zur Rechtsprechung eingesetzt werden und das Vertrauen in die Atopische Ordo stärken sollen. Von den Milchstraßenvölkern haben sich die Tefroder eindeutig für die Atopen ausgesprochen, während andere noch zurückhaltend sind oder sogar offene Ablehnung zeigen. Eines der ältesten Völker, das vor über 50.000 Jahren für die Vertreibung der Tefroder aus der Galaxis sorgte, sind die Haluter. Sie trifft nun SHIVAS FAUST ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 04.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845327808
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Serie: Perry Rhodan-Erstauflage Bd.2781
    Größe: 1684 kBytes
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Perry Rhodan 2781: SHIVAS FAUST

1.

Entdecker

Halut, im Isolon

Cha konzentrierte sich auf ihre Hand über dem schwarzen Gestein. Drei Finger zerflossen und verschmolzen zu einer Fläche. Das Weiß der Haut veränderte sich in ein warmes Violett, geädert von zahlreichen Falten und Linien, die ein kompliziertes Flechtwerk bildeten.

To hockte neben ihr und schaute mit halb ausgefahrenen Augenstielen interessiert zu. Er sagte dabei kein Wort. Cha wusste, dass ihm ihre Gabe unheimlich war. Erbschaden nannten es die Alten, und das klang unfreundlich, wie etwas, das unerwünscht war und geheilt oder mit dem Lichtskalpell weggeschnitten gehörte.

Cha mochte ihre Gabe. Wenn sie ihre Hand veränderte und sie in ein lappenartiges Gebilde verformte, war ihr, als könne sie eins mit dem Stein jenseits der Hautoberfläche werden. In der Hocke betastete sie das Gebilde am Boden. Sie spürte jede Erhebung, jede Senke und Rille, selbst wenn sie fein wie die weißen Hautfäden am Kugelkopf der uralten Rina war.

Genau unter dem Punkt, der zuvor die Kuppe ihres Mittelfingers gewesen war, spürte Cha eine millimeterdicke Unebenheit.

"Hier ist die Farbe dünner. Gib mir das Blau."

To reichte ihr die steinerne Schale, die er für sie gefüllt und auf den Grund der Verborgenen Kaverne getragen hatte. Andere mochten den Maschinen dienen. To dagegen diente die meiste Zeit ihr, und das war schön. In einer der kommenden Dunkelheiten, wenn die Punktbänder erloschen, würde sie sich womöglich trauen, ihn zu fragen, ob er mehr wollte, als ihr zu dienen, und sie eine Gemeinschaft bilden könnten.

Vielleicht würde er einfach Ja sagen, so selbstverständlich, wie er ihr die blaue Farbe reichte. Doch wenn er Nein sagte, wäre alles verdorben. Dann würde er ihr nicht mehr die Schale halten und sie begleiten, wenn sie ihrer Lieblingsbeschäftigung nachging. Davor hatte Cha mehr Angst als vor der Augenstarre, die viele Maschinenhüter im Laufe ihres Lebens bekamen. War es nicht besser, das zu behalten, was man hatte, als alles zu verlieren, weil man zu viel verlangte?

Vorsichtig griff Cha nach der Steinschale. Sie tauchte einen Zipfel der ineinander verflossenen Finger hinein, bis er von der Farbe getränkt war, und arbeitete die flüssigen Partikel in das Kunstwerk ein. Die verästelte Linie saugte es gierig auf, wie ein hungriger Bukkriecher.

Das Blitz-Bild vor ihr war älter als die meisten Bildnisse, die sie kannte. Und es war viel älter als sie. Manchmal störte Cha das. Dann fühlte sie sich entsetzlich jung in einer Welt aus Stein, die für die Ewigkeit gemacht war. In schlechten Momenten wandte sie sich an die starren, dummen Wände und flüsterte ihnen in gespieltem Hohn Beleidigungen zu, weil sie laufen, sprechen und sogar tanzen konnte, während die harten, immer gleich bleibenden Dinger dazu verdammt waren, an Ort und Stelle zu verharren.

In Wahrheit fühlte Cha Neid auf die tote Welt, die unendlich alt war und alles wusste, ohne je etwas davon preiszugeben. Wenn sie wenigstens verstünde, warum ihre Welt erschaffen worden war und was ihr Dasein bedeutete.

Sie fuhr die Stiele der Augen weit aus, betrachtete das Bildnis mit Abstand und tauchte die Hand erneut in die Farbe. Die Aufgabe, die sie zu erfüllen hatte, war klar umrissen. Sie war die Hüterin der Verborgenen Kammer und des Kegels des blauen Schreckens. Für Cha war die kegelförmige Kaverne alles andere als schrecklich. Im Gegenteil hatte sie sich diese Aufgabe gesucht, fernab der Plantagen und der riesigen Hallen, in denen sich Maschine an Maschine reihte, eingehüllt in Kunststoff, geschützt und bewahrt für ein Irgendwann, das womöglich nie kam.

"Brauchst du mich noch?", unterbrach To ihre Gedanken. "Ich muss zur Plantage, Zi ablösen."

"Nein, geh ruhig."

Sie wollte, dass er blieb, dass er ihr Gesellschaft leistete im stillen Dämmer des heiligen Kegels. Wenn sie allein war, fühlte sie s

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