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Perry Rhodan 2949: Die Biophore Perry Rhodan-Zyklus 'Genesis' von Thurner, Michael Marcus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.02.2018
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan 2949: Die Biophore

Gut dreitausend Jahre in der Zukunft: Perry Rhodans Vision, die Milchstraße in eine Sterneninsel ohne Kriege zu verwandeln, lebt nach wie vor. Der Mann von der Erde, der einst die Menschen zu den Sternen führte, möchte endlich Frieden in der Galaxis haben. Unterschwellig herrschen immer noch Konflikte zwischen den großen Sternenreichen, aber man arbeitet zusammen. Das gilt nicht nur für die von Menschen bewohnten Planeten und Monde. Tausende von Welten haben sich zur Liga Freier Galaktiker zusammengeschlossen, in der auch Wesen mitwirken, die man in früheren Jahren als 'nichtmenschlich' bezeichnet hätte. Besucher aus anderen Galaxien suchen Kontakt zu den Menschen und ihren Verbündeten. Derzeit machen vor allem die Thoogondu aus der Galaxis Sevcooris von sich reden, einst ein von ES erwähltes und dann vertriebenes Volk. Dazu gesellen sich die Gemeni, die angeblich den Frieden in der Lokalen Gruppe im Auftrag einer Superintelligenz namens GESHOD wahren wollen. Hinzu kommt Adam von Aures, dessen Ziele, Methoden und Absichten nach wie vor unklar sind. Derzeit sucht er scheinbar nach einem Mittel, die Existenz eines Perry Rhodan zu sichern, der aus den Enklaven Wanderers stammt. Das einzige infrage kommende ist angeblich DIE BIOPHORE ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 22.02.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845350493
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 2222 kBytes
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Perry Rhodan 2949: Die Biophore

4.

Loa Heptinkhal

Ein Gesteinsbrocken mit der Masse des Kilimandscharo stürzte auf Siskul hinab, den vierzigsten Planeten des Wegasystems. Der Rechner der ERIK THEONTA zeigte beeindruckende Bilder. Rote und gelbe Farben umgaben die Felsmassen, während sie in die Atmosphäre des Gasriesen eintauchten. Sonden dokumentierten den jähen Zerfall, die beinahe explosionsartige Zerstörung des Brockens.

Mehrere Hundert Tonnen schwere Teile wurden in den stürmischen oberen Schichten Siskuls wie zerknitterte Schreibfolien hin- und hergerissen. Irgendwann verformten sie sich, unterlagen einer Komprimierung, zerplatzten, wurden zerrieben oder explodierten gar im Inneren dieser dicken atmosphärischen Suppe, deren Zusammensetzung selbst moderne Raumschiffe vor eine Herausforderung stellte.

"Höchst beeindruckend", sagte Tanta Ephrussi, der Feuerleitoffizier der ERIK THEONTA. Mit stoischer Miene stand er neben Heptinkhal und betrachtete die Bilder. So lange, bis die letzten Reste des Gesteinsbrockens von der gasförmigen Planetenhülle verschlungen worden waren und nicht weiter angemessen werden konnten.

"Es ist ... schön. Aufregend. Erschreckend." Loa Heptinkhal wandte sich ab und ließ sich in den Kommandantenstuhl plumpsen. Ein Servoroboter reichte ihr ungefragt eine Tasse mit ungesüßtem Reistee.

"Das alles. Und noch viel mehr." Tanta Ephrussi grüßte schlampig und kehrte an seinen Platz im Rund der Zentrale zurück.

Er war ungewöhnlich redselig an diesem Tag. Ephrussi sprach abseits der Arbeit kaum.

"Alles in Ordnung, Chefin?" Mnymo Larrskkch, von allen Besatzungsmitgliedern bloß Melania gerufen, gesellte sich zu ihr und lehnte sich mit ihrem Stützsteiß gegen ihr Stehpult.

"Selbstverständlich. Ich sehe gerne dabei zu, wie Trümmer eines ehemaligen Mondes in ihren ehemaligen Mutterplaneten stürzen."

"Ist das Zynismus?"

"Könnte sein." Heptinkhal kostete vom Tee. Er wärmte und schmeckte zugleich widerlich. Er würde sie wach halten in diesen Stunden und Tagen der Tristesse.

"Wir könnten eine Übung abhalten lassen", schlug Melania vor.

"Du weißt, dass wir uns so unauffällig wie möglich verhalten sollen. Es besteht ein gutes Einvernehmen mit meinen ferronischen Landsleuten. Wir erfüllen unsere Aufgabe als Schutzmacht des Wegasystems. Dennoch sollten wir keine Aufmerksamkeit erregen und unsere Gastgeber erst recht nicht nervös machen."

Melania entlastete ihren Stützsteiß und wandte sich ihrer persönlichen Raspelschiene zu. Das Gerät schabte Teile ihrer borkenähnlichen Haut ab; ein Vorgang, den sie mehrmals am Tag mit großem Genuss über sich ergehen ließ.

Heptinkhal mochte das Volk der Phyto-Lankamen allgemein und Melania im Besonderen. Sie hatte einen wachen Geist, bestach durch ihre Souveränität in kritischen Augenblicken und überraschte immer wieder mit genialen Lösungen.

Leider war sie zudem eine sture Nervensäge. Unterhaltungen wie diese führten sie seit zwei Wochen. Immer wieder.

"Wie sieht es mit unserem Gast im Wegasystem aus?", fragte Heptinkhal laut und an die Ortungschefin Kao London gewandt.

"Nichts Neues", meldete die kugelrunde Umweltangepasste, die von einer kleinen Kolonialwelt der Milchstraßen-Eastside stammte. "Wanderer bleibt stumm. Die Kunstwelt verharrt in ihrer Position."

"Was ist mit dem LYNKEUS-System?"

"Funktioniert. Wie immer."

So. Damit war alles gefragt, was zu fragen war. Den Rest ihres Dienstalltags würde sich Heptinkhal damit beschäftigen, die Besatzung der ERIK THEONTA auf Trab zu halten und nur ja keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Die ohnedies schwach besetzten Wissenschaftsabteilungen würden irgendwelche Gesteinsbrocken zur Vermessung geliefert bekommen und mit Daten hyperenergetischer Phänomene der näheren astronomischen Umgebung beschäftigt werden. Maschinen würden gewartet, Schulungen für Offiziere anbe

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