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Perry Rhodan 2978: Der Spiegelteleporter Perry Rhodan-Zyklus 'Genesis' von Stern, Michelle (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.09.2018
  • Verlag: Perry Rhodan digital
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Perry Rhodan 2978: Der Spiegelteleporter

Gut dreitausend Jahre in der Zukunft: Perry Rhodan hat nach wie vor die Vision, die Milchstraße in eine Sterneninsel ohne Kriege zu verwandeln. Der Mann von der Erde, der einst die Menschen zu den Sternen führte, möchte endlich Frieden in der Galaxis haben. Davon ist er in diesen Tagen des Jahres 1552 Neuer Galaktischer Zeitrechnung allerdings weit entfernt: In der von der Superintelligenz ES verlassenen Milchstraße machen sich Boten anderer Superintelligenzen breit, ebenso alte Feinde von ES und neue Machtgruppen. Eine dieser Machtgruppen ist der sogenannte Techno-Mahdi, der das Solsystem unter seine Kontrolle gebracht hat. Sein wichtigster Repräsentant nennt sich Adam von Aures, er scheint nach der völligen Unabhängigkeit von allen Hohen Mächten zu streben. Bei seinen Bemühungen hat er aber etwas ausgelöst, das den Untergang der Milchstraße nach sich ziehen kann: den Weltenbrand. Im Solsystem kämpft Reginald Bull für die Freiheit und gegen den Techno-Mahdi. Dazu bedient er sich eines besonderen Verbündeten: Es ist Kaleb Barasi, DER SPIEGELTELEPORTER ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 13.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845350783
    Verlag: Perry Rhodan digital
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Perry Rhodan 2978: Der Spiegelteleporter

1.

Phänomene

Das Entsetzen hing wie ein übler Geruch in der Zentrale. Niemand sprach in diesen ersten Minuten nach der Explosion des von uns beschossenen Tenders. Aber so gelähmt, wie wir uns innerlich fühlten, so hektisch war die Betriebsamkeit. Wir wollten wissen, was geschehen war, wollten unsere Gewissen reinwaschen vom letzten Fleck des Zweifels, was zum Tod von mehr als tausend Menschen geführt hatte.

Die Luft flirrte von rasch wechselnden Holos, die allzu hastigen Schritte der Besatzung klackten auf dem blaumetallischen Boden. Dann, allmählich, kam ein leises Summen dazu von Gesprächen, Analysen, Meinungen.

Die Stimmung erinnerte mich an die nach einer Schlacht mit hohen Verlusten. Köpfe und Schultern waren gesenkt, Blicke gebrochen, niemand redete laut, als hätten wir Schwerverletzte unter uns, die geschont werden mussten.

Wir untersuchten mit der GOUBAR NANDESE das energetische Chaos, das die Explosion von Tender 97 zurückgelassen hatte. Auch die Verbandsboote taten, was sie konnten, wobei besonders unser Begleitschiff hervorstach, die ROBERT WATSON-WATT, die auf Ortung spezialisiert war. Seit mehreren Stunden kam niemand zur Ruhe. Obwohl es unmöglich schien, im hyperenergetischen Flitter und den zahlreichen höherdimensionalen Phänomenen auch nur ein Bruchstück des zerstörten Tenders aufzuspüren, gaben wir die Hoffnung nicht auf, sehnten uns vergeblich nach einem Wunder. Theoretisch war es möglich, dass der angeflanschte ENTDECKER die Katastrophe überlebt hatte. Der Kugelraumer ließ sich leicht vom scheibenförmigen Rumpf des Projektorschiffs abkoppeln. Doch alles war viel zu schnell gegangen, als dass dies eine realistische Option gewesen wäre.

Ich starrte auf meinen Daumennagel, wartete auf die Ergebnisse der laufenden Tastungen. Der Schock saß mir in den Knochen. Es war ein widerwärtiges Gefühl, das durch meinen Körper kroch, sich dabei zuzog wie die Schlinge an einem Galgen, und jede noch so kleine Zelle einzeln erwürgte.

Kommandantin Cavillaca schwenkte den Sessel in meine Richtung. Ihr Dauerlächeln war verschwunden. Von der sonst stets freundlichen, mütterlichen Art war nichts mehr zu spüren. Ihr Gesicht wirkte so streng wie der zurückgebundene Zopf auf ihrem Hinterkopf, die weißen Haare ebenso nüchtern wie die dunkelblauen, nahezu violetten Augen. "Ein Anruf für Liga-Kommissar Reginald Bull. Hekéner Sharoun ist dran."

Ich straffte mich. "Aktivier das Holo!"

Vor uns erschien der Oberkörper des Residenten der Liga Freier Galaktiker. Cai Cheung, die Solare Premier, hatte in dieser Angelegenheit alle Befugnisse an ihn abgetreten, da es darum ging, den Kontakt mit dem Rest der Liga wiederherzustellen.

Sharoun sah verkniffen aus, die blaue Haut war eine Spur heller als sonst. Für einen Ferronen war er mit einem Meter siebzig ungewöhnlich groß. Seine Körperhaltung kam mir angespannt vor, wie die eines Menschen, der sich zurückhielt, etwas zu tun. Vielleicht striche er sich am liebsten durch das struppige, kupferfarbene Haar, unterdrückte die Geste jedoch. "Wie ist die Lage?"

"Kein Zeichen von Überlebenden bis jetzt. Es herrscht nach wie vor energetisches Chaos in dem Bereich, in dem Tender 97 explodiert ist. Die Ortung ist stark erschwert, gebietsweise unmöglich. Offenbar wurde die gesamte gespeicherte Menge an Hyperenergie des Tenders schlagartig freigesetzt. Durch diese unkontrollierten Energien haben sich Hyperfelder und Miniatur-Hyperriffs gebildet, die Materie in die Pararealität ableiten. Sie sind zum Glück instabil, räumlich begrenzt und bauen sich rasch ab, aber im Moment kommen wir kaum näher ran."

"Ich habe den Abschnitt weitläufig zum Sperrgebiet erklären lassen, was euch auch die Reporter eine Weile vom Hals hält. Ist inzwischen klar, wie genau es zur Explosion kam?"

Ich spürte heiße Wut in meinem Bauch. "Klar ist, dass es nicht das genau bemessene Angriffs

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