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Perry Rhodan 3012: Totenschiff Perry Rhodan-Zyklus 'Mythos' von Grimm, Liza (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.05.2019
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan 3012: Totenschiff

Mehr als 3000 Jahre in der Zukunft: Längst verstehen sich die Menschen als Terraner, die ihre Erde und das Sonnensystem hinter sich gelassen haben. In der Unendlichkeit des Alls treffen sie auf Außerirdische aller Art. Ihre Nachkommen haben Tausende von Welten besiedelt, zahlreiche Raumschiffe fliegen bis zu den entlegensten Sternen. Perry Rhodan ist der Mensch, der von Anfang an mit den Erdbewohnern ins All vorgestoßen ist. Nun steht er vor seiner vielleicht größten Herausforderung: Die Rückkehr von seiner letzten Mission hat ihn rund 500 Jahre weiter in der Zeit katapultiert. Eine Datensintflut hat fast alle historischen Dokumente entwertet, sodass nur noch die Speicher der RAS TSCHUBAI gesichertes Wissen enthalten. Was sich seitdem ereignet hat, ist Perry Rhodan bisher nahezu unbekannt, da es zu beinahe allem mehrere unterschiedliche Aussagen und Quellen gibt. Die Geschichte eines Geschwisterpaares kann dazu mehr verraten. Erstaunlicherweise ist aber ihr Leben eng verknüpft mit dem Tod, insbesondere dem TOTENSCHIFF ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 09.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845360126
    Verlag: Perry Rhodan digital
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Perry Rhodan 3012: Totenschiff

4.

Ghabar

16. Mai 2020 NGZ

"Bist du dir sicher, dass das eine gute Idee ist?" Odin sah Dva entgeistert an. Seine Reaktion wunderte sie nicht.

"Es ist unsere einzige Möglichkeit. Wer weiß, wann das Totenschiff zurückkehrt?", antwortete sie unbeeindruckt und warf einen Blick auf die Zeitanzeige über der Tür. Sie mussten pünktlich starten.

"Totenschiff ...", wiederholte Odin und blinzelte. "Das klingt richtig vertrauenerweckend."

"Der Kapitän wird uns helfen", versicherte Dva und sah erneut zu den blinkenden Ziffern. Die Zeit drängte. "Vertrau mir! Ich habe das Gespräch der Wächter belauscht. Sie sagten, der Kapitän des Schiffes würde gegen die richtige Bezahlung alles liefern."

"Wir haben aber nichts, womit wir ihn bezahlen könnten", erinnerte Odin sie, hob dabei die leeren Handflächen nach oben. "Wir sind im Prinzip nichts anderes als Gaivharis Gefangene."

"Das können wir regeln, sobald wir an Bord sind."

"Wieso erzählst du mir erst jetzt von deinem Plan?", wollte Odin wissen. So leicht war er nicht zufriedenzustellen.

"Weil du sowieso Nein gesagt hättest", antwortete Dva und zwinkerte ihm zu. Dann warf sie einen weiteren Blick auf die Zeitanzeige. "Aber jetzt hast du keine Wahl mehr. Der Wächter kommt."

Wie jeden Tag kam der Wächter mit dem Essen pünktlich. Er war ein Mann mit leerem Blick, offensichtlich ein Mensch wie sie. Sie wusste nicht, wie er hieß, und sie hatte nie nach seinem Namen gefragt. Er war ihr so gleichgültig wie das Essen, das er ihnen brachte.

Gerade als er die Hand hob, um mit dem diskusförmigen Impulsgeber das Schloss zu entriegeln, tat Dva es ihm gleich. Sie spielte ihre Gabe aus, spürte dabei, wie sie wirkte, wie sie auf ihn zugreifen konnte. Und wenn sie sich auf ihn einstellte, musste sie sich mit ihm bewegen.

Ihre Konzentration lag dabei ganz auf seinen zarten Fingermuskeln. Sie waren komplex und schwer zu steuern, aber Dva brauchte keine präzise Bewegung. Sie benötigte lediglich den Impulsgeber.

Als sie ihre Hand nach vorn schleuderte und die Finger öffnete, tat der Wächter es ihr gleich. Der Impulsgeber fiel zu Boden.

Erstaunt sah der Wächter sie an. "Sehr witzig."

Es war nicht das erste Mal, dass Dva sich einen Spaß mit ihren Kräften an ihm erlaubte. Sie hatte damit angefangen, sobald sie von dem Totenschiff gehört hatte. Alles als Teil ihres Plans.

Ihren vorangegangen Streichen war es zu verdanken, dass der Wächter nun keinen Verdacht schöpfte. Normalerweise hätte er aufgeschlossen, das Essen abgestellt und wäre wieder gegangen. Nun aber stand er vor verschlossener Tür und runzelte genervt die hohe Stirn.

Dva sah flehend zu ihrem Bruder. Falls er nicht tat, worum sie ihn gebeten hatte, wäre ihr Plan umsonst. Ihre Blicke hakten sich ineinander. Odin seufzte. Wenige Augenblicke später fiel der Terraner mit einem dumpfen Laut zu Boden.

Dva grinste triumphierend. "Du wolltest mir also helfen", sagte sie und schnappte sich den Impulsgeber.

"Bild dir bloß nichts drauf ein. Ich habe sein Hormonsystem schon vor Ewigkeiten sondiert. Zur Sicherheit."

Dva hob die Augenbrauen und lächelte vor sich hin, während sie den Impulsgeber bediente. Ein leises Klicken: Freiheit.

Glück durchflutete ihren Körper, als sie die Tür aufstieß und in den leeren Gang trat.

"Klar", sagte sie. Damit die Kraft ihres Zwillingsbruders wirkte, musste er zunächst den Hormonhaushalt seines Opfers erforschen.

Odin eilte ihr hinterher. "Und nun?", fragte er.

"Holen wir Mama und hauen ab."

Endlich erwiesen sich die zahlreichen Übungskämpfe, zu denen Gaivhari sie gezwungen hatte, als nützlich. Sie begegneten auf ihrem Weg drei Wächtern, die sie alle mühelos ausschalteten.

Dva grinste Odin triumphierend an. "Du bist gut", lobte sie ihn, nachdem der dritte Mann zu Boden gefallen war

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