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Perry Rhodan 3016: In den Augen des Riesen Perry Rhodan-Zyklus 'Mythos' von Thurner, Michael Marcus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.06.2019
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan 3016: In den Augen des Riesen

Mehr als 3000 Jahre in der Zukunft: Längst verstehen sich die Menschen als Terraner, die ihre Erde und das Sonnensystem hinter sich gelassen haben. In der Unendlichkeit des Alls treffen sie auf Außerirdische aller Art. Ihre Nachkommen haben Tausende von Welten besiedelt, zahlreiche Raumschiffe fliegen bis zu den entlegensten Sternen. Perry Rhodan ist der Mensch, der von Anfang an mit den Erdbewohnern ins All vorgestoßen ist. Nun steht er vor seiner vielleicht größten Herausforderung: Die Rückkehr von seiner letzten Mission hat ihn rund 500 Jahre weiter in der Zeit katapultiert. Eine Datensintflut hat fast alle historischen Dokumente entwertet, sodass nur noch die Speicher der RAS TSCHUBAI gesichertes Wissen enthalten. Was sich seitdem ereignet hat, ist Perry Rhodan bisher nahezu unbekannt, da es zu fast allem mehrere unterschiedliche Aussagen und Quellen gibt. Nach einigen Abenteuern hat er nun das gegenwärtige Zentrum der Liga Freier Galaktiker erreicht: das Ephelegonsystem. Dort begegnet er alten Freunden IN DEN AUGEN DES RIESEN ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 06.06.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845360164
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 1918 kBytes
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Perry Rhodan 3016: In den Augen des Riesen

1.

Schöne Aussichten

Das war also die Stadt: Neu-Terrania.

Perry Rhodan blickte durch das Frontfenster in Richtung der aufgehenden Sonne Ephelegon. Dunstiger Nebel lag über manchen Teilen des städtischen Konglomerats. Höhere Gebäude glänzten und glitzerten bereits im Sonnenglast. Ein neuer Tag begann, der ein weiteres Kapitel seiner persönlichen Geschichte aufschlug.

Rhodan kostete vorsichtig vom brühwarmen Kaffee, den ihm ein leise sirrender Roboter mit langen Tentakelhänden überreicht hatte. Der Roboter, auf dessen Körper eine Art Logo oder Namensschild mit der Aufschrift Olio prangte, und der sich auch so anreden ließ, war menschenähnlich, mit bauchigem Leib und etwa so groß wie ein Sechsjähriger. Er verschränkte nun seine vier Hände und blieb abwartend neben Rhodan stehen.

Der Kaffee schmeckte anders als der, den er seit Jahrhunderten gewöhnt war. Er war bitter und fruchtig zugleich, und er hatte eine hölzerne Beinote.

"Machen wir bitte noch eine Runde", verlangte Rhodan.

"Dein Gedächtnis ist nicht sonderlich gut", sagte Olio respektlos. Die metallenen Kiefer klapperten mit jedem Wort leise aufeinander. "Ich habe dir die wichtigsten Strukturen und Stadtteile von Neu-Terrania bereits zweimal beschrieben."

"Ich bin ein alter Mann", erwiderte Rhodan und lächelte.

"Du bist ein Unsterblicher!"

"Aber ich habe kein eidetisches Gedächtnis. Du hast mir während der letzten Minuten geschätzte dreihundert Begriffe an den Kopf geworfen."

Olio seufzte theatralisch. "Warum tue ich ausgerechnet in der Solaren Residenz Dienst? Ich hätte mich für die Augen des Riesen melden sollen ..."

"Du kennst Icho Tolots Festung?", hakte Rhodan ein und betrachtete die Maschine überrascht.

"Ja", antwortete Olio. "Lass uns aber jetzt den Rundgang machen."

Rhodan drang nicht weiter in die Maschine. Der Roboter hatte wohl Anweisung, nicht mehr über die Augen des Riesen zu verraten als unbedingt notwendig.

Wer hat ihm den Auftrag gegeben, mich mit Informationen kurzzuhalten? Etwa Reginald?

Misstrauen, das Rhodan längst überwunden geglaubt hatte, erwachte neu. Durfte er sich denn sicher sein, dass Reginald Bull das Richtige tat? Dass sein ältester Freund auf Rudyn tatsächlich einen Kontrapunkt zu dem Regime der Cairaner aufgebaut hatte? Oder spielte er ein eigenes Spiel, gesteuert vom chaotarchischen Zellaktivator, den er in sich trug?

Rhodan verwarf diesen Gedanken gleich wieder. Bully hatte sich seit ihrem Wiedersehen herzlich gezeigt. Manchmal aufbrausend, einige Male höchst direkt, aber letztlich immer ehrlich und offen. Es gab nichts, das Anlass zu Argwohn gab.

Die Sonne schob sich als Halbkugel über den Horizont, zum Teil von einem Gebäude verborgen, das aus der Masse hervorstach. Es handelte sich um ein hufeisenförmiges Ding, das mehrere Hundert Meter hoch war und vom aufgehenden Gestirn in gelbe, weiche Farben getunkt wurde.

"Das Homer-G.-Adams-Zentrum", sagte Rhodan leise. "Ein Gebäude, das einem Transmitterbogen ähnelt. Ein Handelsmarkt. Es hätte Homer gefallen."

"Richtig", sagte Olio. "Etwas südlich davon erkennst du die Pyramide des Barnitischen Handelszentrums, nördlich davon Atlans Place."

"Drei große Kelche, die das arkonidische Viertel kennzeichnen", sinnierte Rhodan

Er bedauerte, dass Atlan nicht zugegen war. Seinem Freund hätte Neu-Terrania Freude bereitet. Diese bunte Mischung aus unterschiedlichsten Baustilen, gestaltet von Architekten und Stadtplanern mehrerer Hundert Völker, hätte dem Arkoniden das Herz aufgehen lassen.

"Was ist das?", fragte Rhodan und deutete auf unzählige schwarze Pünktchen, die sich, aus dem Süden kommend, über der Stadt verteilten.

"Die Morgenlieferungen", antwortete Olio.

"Das heißt?"

"Es handelt sich um mehrere zehntausend selbststeuern

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