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Perry Rhodan 3039: Die Kanzlei unter dem Eis Perry Rhodan-Zyklus 'Mythos' von Vandemaan, Wim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.11.2019
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan 3039: Die Kanzlei unter dem Eis

Mehr als 3000 Jahre in der Zukunft: Längst verstehen sich die Menschen als Terraner, die ihre Erde und das Sonnensystem hinter sich gelassen haben. In der Unendlichkeit des Alls treffen sie auf Außerirdische aller Art. Ihre Nachkommen haben Tausende von Welten besiedelt, zahlreiche Raumschiffe fliegen bis zu den entlegensten Sternen. Perry Rhodan ist der Mensch, der von Anfang an mit den Erdbewohnern ins All vorgestoßen ist. Nun steht er vor seiner vielleicht größten Herausforderung: Die Rückkehr von seiner letzten Mission hat ihn rund 500 Jahre weiter in der Zeit katapultiert. Eine sogenannte Datensintflut hat fast alle historischen Dokumente entwertet, sodass nur noch die Speicher seines Raumschiffes RAS TSCHUBAI gesichertes Wissen enthalten. Weil er mehr über die aktuelle Situation wissen will, ist Rhodan mit der RAS TSCHUBAI in das geheimnisvolle Galaxien-Geviert aufgebrochen. Diese Region ist über 270 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Von dort stammen die Cairaner, die sich als die neuen Schutzherren in der Menschheitsgalaxis eingesetzt haben Das Galaxien-Geviert stand früher angeblich unter dem Schutz der VECU, einer bisher unbekannten Superintelligenz. Nun hält die Kandidatin Phaatom diese Sterneninseln im Griff. Sie betreibt auch DIE KANZLEI UNTER DEM EIS ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 14.11.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845360393
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 1828 kBytes
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Perry Rhodan 3039: Die Kanzlei unter dem Eis

1.

Die Waberlohe

Perry Rhodan spürte die Veränderung und schlug die Augen auf. In seinem Gesichtsfeld und in einer Entfernung, die er nicht abzuschätzen vermochte, entstand etwas wie ein Wall aus wabernden Flammen. Nur dass diese Flammen nicht aus Feuer bestanden, sondern aus lodernder Vektormaterie. Wie immer war der Anblick schwer zu ertragen.

Graue Materie anzusehen strengte an und erschöpfte den Betrachter. Perry Rhodan hatte das Gefühl, als saugte diese Substanz an ihm. Für normale Ortungsgeräte blieb die Vektormaterie unfasslich. Sie korrespondierte auf unheilvolle Weise mit dem Bewusstsein. Rhodan fragte sich, ob jedes Bewusstsein, bis hinab zu dem eines Tieres, von der Grauen Materie auf diese Weise ausgemergelt wurde.

Eine Waberlohe, dachte Rhodan . Wie ein Flammenring aus uralten terranischen Mythen.

Eine Gestalt erschien in dem Ring aus Vektormaterie, orientierte sich kurz und trat durch die Waberlohe auf Rhodan zu. Auf welchem Grund diese Gestalt schritt und was ihr im weißen Raum Halt gab, blieb Rhodan unerfindlich.

Allem Anschein nach wurde der Ankömmling von den verzehrenden Kräften der Grauen Materie nicht beeinflusst. Wenn Rhodan es bei dieser Gestalt nicht mit einer Simulation zu tun hatte, einer geschickt inszenierten Sinnestäuschung, handelte es sich bei diesen wenigen Schritten um eine ungeheure Machtdemonstration.

Der Besucher blieb zwei oder drei Meter vor Rhodan stehen. Es handelte sich um einen Phersunen oder eine Phersunin. Die beiden Geschlechter waren für Terraner äußerlich kaum unterscheidbar, auch ihre Stimmlagen gaben keinerlei entsprechenden Hinweis.

Sein Gegenüber betrachtete Rhodan so wortlos wie ungeniert. Rhodan fiel auf, dass der Ankömmling zwar wie alle Phersunen ein an den Schläfen ansetzendes, nach hinten gebogenes Geweih aufwies - das sogenannte Lephend -, ebenso das flache, beinahe zweidimensional wirkende Gesicht. Die Haut jedoch, bei Angehörigen dieses Hilfsvolkes der Kandidatin Phaatom sonst von einem wasserfarbenen Blassblau, wirkte metallisch und schimmerte rötlich-silbern. Selbst die Iriden zeigten diese Färbung, während sie sonst bei Phersunen grün oder golden waren.

Rhodan kannte diesen Farbton von dem Werkstoff, den die Kandidatin für ihre Erzeugnisse benutzte. Die Phersunen nannten diese Substanz die Phaatom-Gabe .

Rhodan überlegte, ob es sich bei seinem Gegenüber um einen phersunischen Androiden handeln könnte. Aber die Phersunen verwendeten in der Regel als Werkmetall Shillad, nicht die Phaatom-Gabe mit ihrem rötlich-silbrigen Glanz, eine Farbe, die Rhodan vor langer Zeit unter der Bezeichnung Alenant kennengelernt hatte. Das Sporenschiff des achten Mächtigen Aachthor hatte in diesem Ton gestrahlt, wie von Blut durchflossenes Silber.

Tiefe Vergangenheit, mahnte sich Rhodan. Bleib bei der Gegenwart!

Langsam fuhr die Gestalt ihre Stielaugen aus, nicht ganz eine Handspanne weit. Bisher hatte sie kein Wort gesagt, und auch Rhodan schwieg.

"Bin dir Synn Phertosh", sagte die Gestalt endlich in Sheshedo, der Sprache der Phersunen. "Ist dies mein Eigenname."

Die Phersunen hielten, wie Rhodan von Kenesholl Eshall wusste, den Satzbau ihrer Sprache für beispielhaft elegant, logisch, eindeutig und sparsam. Die Reihenfolge der Satzbausteine setzte das Prädikat voran, ließ dem ein Objekt folgen und nannte erst am Ende das Subjekt, das man sich in vielen Fällen überhaupt sparen konnte. Es dauerte jedes Mal einen Moment, bis Rhodan sich an die eigentümliche Sprechweise gewöhnt hatte und sie für sich "übersetzte".

Eshall hatte die PAQUA vor ihrem Einflug in das Huphurnsystem inspiziert und keine Gelegenheit ungenutzt verstreichen lassen, die ungehobelten Paquanten in die Schönheiten der phersunischen Kultur einzuweihen.

Tatsächlich

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