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Perry Rhodan 3048: Die Fäden, die die Welt bedeuten Perry Rhodan-Zyklus 'Mythos' von Hirdt, Kai (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.01.2020
  • Verlag: Perry Rhodan digital
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Perry Rhodan 3048: Die Fäden, die die Welt bedeuten

Mehr als 3000 Jahre in der Zukunft: Längst verstehen sich die Menschen als Terraner, die ihre Erde und das Sonnensystem hinter sich gelassen haben. In der Unendlichkeit des Alls treffen sie auf Außerirdische aller Art. Ihre Nachkommen haben Tausende von Welten besiedelt, zahlreiche Raumschiffe fliegen bis zu den entlegensten Sternen. Perry Rhodan ist der Mensch, der von Anfang an mit den Erdbewohnern ins All vorgestoßen ist. Nun steht er vor seiner vielleicht größten Herausforderung: Die Rückkehr von seiner letzten Mission hat ihn rund 500 Jahre weiter in der Zeit katapultiert. Eine sogenannte Datensintflut hat fast alle historischen Dokumente entwertet, sodass nur noch die Speicher seines Raumschiffes RAS TSCHUBAI gesichertes Wissen enthalten. Weil er mehr über die aktuelle Situation wissen will, ist Rhodan mit der RAS TSCHUBAI in das sogenannte Galaxien-Geviert aufgebrochen. Dort haben die Mächte des Chaos, repräsentiert durch die Kandidatin Phaatom und ihr Hilfsvolk, die Phersunen, die aufseiten der Ordnungsmächte stehende Superintelligenz VECU ausgeschaltet und ihr Reich zertrümmert. Und genau dort existiert ein Zugang in die Zerozone, wo Rhodan sich Aufschluss über den Verbleib der Erde erhofft. Er sieht dabei auch DIE FÄDEN, DIE DIE WELT BEDEUTEN ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 16.01.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845360485
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 6464 kBytes
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Perry Rhodan 3048: Die Fäden, die die Welt bedeuten

1.

Beinahe acht Uhr morgens Bordzeit; in Donn Yaraduas Quartier war es fast völlig dunkel. Er lag seit einer Weile wach, hatte sich aber bisher nicht überwinden können, aufzustehen.

Im Traum und nun auch in Gedanken war er wieder in Lahossd und in der Eisfestung bei Gmilat gewesen. Er hatte die APPU angreifen sehen. Hatte die Havarie der Stadt erlebt. Wie das Raumschiff ohne Warnung auf die Eisburg gefeuert hatte. Feuer. Rauchsäulen. Chaos. Schreie. Stadt. Burg. Tod.

Mit schweißnasser Stirn und rasendem Herzen war er hochgeschreckt, doch der üble, wirre Traum aus Versatzstücken der Realität hatte sich nicht abschütteln lassen. Yaradua hatte ihn durch die schmale Furt aus dem Land des Schlafes ins wache Leben geschleppt. Vor seinem geistigen Auge vollführten die Bilder seines Versagens einen endlosen Totentanz: Und immer wieder Synn Phertosh und sein unscheinbar aussehendes Raumschiff, wie es zum Todesboten wurde.

Tote unter der unbeteiligten Bevölkerung? Bestimmt.

Wie viele?

Er würde es nicht erfahren. Er würde nie wissen, wie viele Wesen in Lahossd gestorben waren.

Aber von den jüngsten Toden wusste er:

Siad Tan, die oxtornische Kosmopsychologin, direkt vor Yaraduas Augen von Phertosh ermordet.

Die cairanischen Index-Bewahrer, gestorben von eigener Hand, weil Yaradua sie nicht vor Phertosh hatte schützen können.

Sie hatten sich auf ihn verlassen. Sie waren tot.

Ein Rascheln und ein Schnalzen ertönte. Yaradua drehte den Kopf, sodass er Phylax' schwarze Silhouette sehen konnte. Der Okrill wälzte sich in unruhigem Schlaf, ein Schatten in der Ecke des Zimmers, das nun sein provisorisches Heim war. Nur drei der acht Beine waren zu erkennen. Die Spitze der neun Meter langen Zunge schoss in unvorhersehbaren Abständen aus dem Maul heraus, eine Armeslänge, selten mehr. Dann schnellte sie zurück und verursachte das Geräusch, das Yaradua wahrgenommen hatte.

Phylax war eine ständige lebende, atmende Erinnerung an sein Versagen. Yaradua hätte gut darauf verzichten können, den Okrill bei sich zu haben. Doch nur er konnte das Tier beruhigen, seit dessen Herrin gestorben war.

Donn Yaradua hatte zunächst versucht, Phylax auf der zoologischen Abteilung der RAS TSCHUBAI unterzubringen. Das jedoch hatte mit einem zerstörten Labor und einem verletzten Großtierspezialisten geendet. Den Wissenschaftlern fielen nur zwei Möglichkeiten ein, der Lage Herr zu werden: Phylax in ein künstliches Koma zu legen oder bis zur Rückkehr in die Milchstraße mittels eines Suspensionsalkovens im Tiefschlag zu lassen.

Beides ließ Yaradua nicht zu. Er wusste um die enge Bindung zwischen Okrills und den Oxtornern, die miteinander durch Bande der Treue verbunden waren, die selbst die zwischen terranischen Hunden und ihren Herrchen übertrafen. Mit Siad Tans Tod hatte Phylax seinen Fixstern und Leuchtturm verloren, den Mittelpunkt seiner Existenz. Das Tier wusste nicht, wie es seine Trauer und Verzweiflung beherrschen sollte. Es schlafen zu legen oder vorübergehend aufzulösen, würde seine Qual nicht beenden, sondern nur in die Zukunft hinausschieben.

Hinzu kam: Yaradua wusste aus eigener Erfahrung, dass das Bewusstsein während der Suspension träumte, ohne Körper, ohne stoffliches Gehirn. Es würde mindestens einige Monate, womöglich Jahre dauern, bis die RAS in die Milchstraße zurückkehrte. Er wollte, nein, er konnte Phylax nicht zu einem Jahre währenden Albtraum verurteilen.

Eine kurze Tonfolge verkündete den Eingang einer Nachricht - gedämpft, dennoch laut genug, um Phylax aus dem Schlaf zu reißen. Ansatzlos und panisch sprang der Okrill das einzige Ziel an, das er erkennen konnte: Yaradua. Der kämpfte den gegen den Impuls, vor Angst aufzubrüllen, als das gut einen Meter lange und zweihundert Kilogramm schwere Tier auf einmal über ihm stand: vier Beine rechts, vier Beine links seines Körpers, der krötenhafte Kopf nur Ze

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