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Perry Rhodan 3051: Luna Perry Rhodan-Zyklus 'Mythos' von Montillon, Christian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.02.2020
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan 3051: Luna

Für die Menschen einer fernen Zukunft ist die Erde nicht mehr der 'kleine blaue Planet', von dem aus sie ins All aufgebrochen sind. Die Menschen verstehen sich - nach der lateinischen Bezeichnung ihrer Ursprungswelt - als Terraner, obwohl sie auf Tausenden Welten siedeln. Terra selbst wurde von unbekannter Macht vor Jahrhunderten gegen einen nahezu identischen Planeten ausgetauscht und ist seither verschwunden; mittlerweile gilt die Erde als Mythos. Doch Perry Rhodan und seine Gefährten haben die Hoffnung nicht aufgegeben, die ursprüngliche Heimat der Menschen wiederzufinden. Sie sind mit der RAS TSCHUBAI, einem riesigen Raumschiff, in die ferne Galaxis Ancaisin gereist. Dort hoffen sie, hinter das Geheimnis der verschwundenen Erde zu kommen. Im Jahr 2046 Neuer Galaktischer Zeitrechnung - es entspräche dem Jahr 5633 nach Christus - gibt es endlich eine klare Spur: Die Raumfahrer haben Zugang zur sogenannten Zerozone gefunden. Dahinter, so hoffen sie, verbergen sich die Erde und der Mond. Perry Rhodan landet in einem ungewöhnlichen Kosmos, wo neue Herausforderungen auf ihn warten und - vor allem - ein alter Bekannter: NATHAN auf LUNA?...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 06.02.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845360515
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 2779 kBytes
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Perry Rhodan 3051: Luna

2.

Ein Traumspiel (4)

So viele Erinnerungen wehen durch meinen Traum, der kein Traum ist. Sie sind der Grund, weshalb die Bilder nicht enden: Das, was geschehen ist, darf nicht im Vergessen versinken.

Etwas in mir ruft die Szenen der Vergangenheit vor mein Auge - obwohl ich keine Augen mehr habe, um zu sehen; kein Ohr, mit dem ich hören könnte, und doch rauscht der Lärm zu mir, tanzt selbst das leiseste Geräusch in meinen Verstand hinein.

Ich habe gesehen und gehört, geschmeckt und gefühlt, wie ich mit der ganzen Erde versetzt wurde und die extrem erhöhte Hyperimpedanz katastrophale Unfälle bewirkte. Wie einer dieser Unfälle mich zu Amalia führte. Wie die Menschheit mit der neuen STARDUST zum Wegasystem aufbrach und es tot und leer vorfand, was die Topsider auf den Plan rief und uns eine erste Ahnung verschaffte, welche Gefahren auf uns lauern.

Aber bei all dem sind die Bilder des Nicht-Traumes stets einem wichtigen Thema ausgewichen, das ebenfalls nicht im Dunkel des Vergessens versinken darf. Denn Terra ist nicht allein versetzt worden. Der Mond begleitet die Erde, wie es seine angestammte Pflicht ist.

Luna.

Und mit ihm NATHAN, der schläft, wie ich schlafe. Nur dass unser beider Schlaf kein Schlaf ist, sondern mehr als das, und dass der Tag kam, an dem das Mondgehirn erwachte, etwa ein Jahr vor der Begegnung mit den Topsidern und nur einen Tag nach der ersten Rede des Jathao Vanoth.

NATHAN erwachte ...

... und weinte.

Am 4. März 1626 Neuer Galaktischer Zeitrechnung, etwas mehr als zwölf Jahre nach der Versetzung, lief es wie ein Schock durch nahezu sämtliche Rechner auf Terra und Luna. Ein positronischer Aufschrei, der trotz seiner Intensität für jeden Menschen unhörbar verhallte. Roboter jedoch stellten für die Dauer einer Sekunde - einer rechnerischen Ewigkeit - ihre Arbeit ein, Systeme stürzten ab und starteten neu.

Homer G. Adams las in diesem Moment eines der alten Papierbücher seiner Sammlung - das Faksimile einer Erstausgabe eines Klassikers der Science-Fiction-Literatur, die sich damals gerade selbst erfunden hatte und bald von der Wirklichkeit überholt worden war.

Er hätte es nicht sofort mitbekommen, wenn der positronische Aufschrei nicht um 23.35 Uhr stattgefunden und wegen des Absturzes der Hauspositronik auch das Licht erloschen wäre. So legte er "Out of the Silent Planet", den ersten Teil der "Perelandra"-Trilogie von C. S. Lewis, beiseite. Er stand auf und wollte sich gerade durch das dunkle Zimmer tasten, als die Lampe neben seinem Sessel bereits wieder ansprang.

"Was war das?", fragte er.

"NATHAN ist erwacht", meldete die Positronik. "Aufgrund der allgemeinen Vernetzung hat mich die Schockwelle kurzzeitig überfordert."

"Schockwelle?", hakte Adams nach, während er bereits darüber nachdachte, ob er mit der Residentin Gisso Appelles Kontakt aufnehmen sollte. NATHANS Erwachen nach zwölf Jahren war nicht mehr und nicht weniger als eine Sensation. Seines Wissens planten die Betreuer keine Aktion, um den lunaren Großrechner aus seiner Inaktivität zu wecken - was seit dem CEE etliche Male versucht worden war. Also war NATHAN wohl spontan erwacht.

"Der Schock der Trauer, die das Mondgehirn empfindet", erklärte die Hauspositronik.

"Was ist mit NATHAN?"

"Er vermisst seine Tochter, die verschwunden ist."

So also äußert sich die Trauer eines Rechners, dachte Adams. Oder vielleicht die auf eine reine Informationsebene heruntergebrochene Kopie eines echten Gefühls. "Du redest von YLA?"

"Kennt NATHAN denn ein anderes Kind als einzig das positronische Phantom?", fragte die Maschine, und die Betonung klang ebenso pathetisch wie die Wortwahl. "YLA ist verloren!" Ei

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