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Perry Rhodan 3070: Die Physik des Friedens Perry Rhodan-Zyklus 'Mythos' von Stern, Michelle (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.06.2020
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan 3070: Die Physik des Friedens

Mehr als 3000 Jahre in der Zukunft: Längst verstehen sich die Menschen als Terraner, die ihre Erde und das Sonnensystem hinter sich gelassen haben. In der Unendlichkeit des Alls treffen sie auf Außerirdische aller Art. Ihre Nachkommen haben Tausende Welten besiedelt, zahlreiche Raumschiffe fliegen bis zu den entlegensten Sternen. Perry Rhodan ist der Mensch, der von Anfang an mit den Erdbewohnern ins All vorgestoßen ist. Nun steht er vor seiner vielleicht größten Herausforderung: Er wurde vorwärts durch die Zeit katapultiert und findet sich in einem Umfeld, das nicht nur Terra vergessen zu haben scheint, sondern in dem eine sogenannte Datensintflut fast alle historischen Dokumente entwertet hat. Nachdem er in der fernen Galaxis Ancaisin einen Weg fand, die sogenannte Zerozone zu betreten und womöglich eine Fährte Terras zu finden, begibt sich sein Raumschiff RAS TSCHUBAI ohne ihn auf den weiten Rückweg in die Milchstraße. Mit sich nimmt die Besatzung die Erkenntnis, dass die Cairaner, die sich als Herrscher der Heimatgalaxis aufspielen, nichts anderes sind als Flüchtlinge vor einer weitaus schrecklicheren Gefahr: den Phersunen und ihrer Schutzmacht, der 'Kandidatin Phaatom'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 18.06.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845360706
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 2300 kBytes
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Perry Rhodan 3070: Die Physik des Friedens

3.

Spielstein

Jasmyne hörte ein feines Klicken von der Tür her. Sie lag auf dem Bett, hatte jedoch nicht geschlafen. Ihre Zunge war ausgedörrt, die Lippen trocken und rissig, und die Haut juckte. Der Wunsch, etwas zu trinken, war übermächtig, aber noch kam sie dagegen an.

Sie kämpfte sich in eine sitzende Position. Schwindel befiel sie. Der halbdunkle Raum drehte sich. Wirklich dunkel wurde es niemals, was Jasmyne zermürbte. Sie hatte sich das dünne Kissen lieber über den Kopf gezogen, als darauf zu liegen. Geschlafen hatte sie trotzdem kaum. Ihre Gedanken hielten sie wach, die Angst vor dem Ende.

Schwerfällig tastete sie nach ihren Haaren, die noch immer in eine kunstvolle Frisur gezwungen waren. Aber selbst diese löste sich mehr und mehr auf ...

Wie mein ganzes Leben ... Wie das, was ich dafür gehalten habe ...

Sie fühlte sich erschöpft wie selten zuvor, aber sie war eine da Ariga, direkte Nachfahrin der ersten und einzigen Imperatrice. Es brauchte mehr, um sie am Boden zu halten.

Entschlossen stand sie auf, wankte auf die Tür zu. Sie stolperte, fiel dagegen - und die Tür glitt zur Seite! Jasmyne suchte nach Halt. Sie fand keinen und stürzte der Länge nach hin, in einen schmalen, schwarzen Gang, der von einem grünen Notlicht erhellt war.

Einen Moment blieb sie schwer atmend liegen. Der Schwindel machte sie zur Pilotin in einem sich um die eigene Achse drehenden, abstürzenden Raumjäger. Schmerz durchpulste die Schläfen.

Wo bin ich?

Was ist gerade geschehen?

Wo ist mein Ohm?

Sie brauchte den Kristallkuss mehr denn je.

Vom Boden konnte sie die Umrisse des Betts erkennen. Es erschien ihr wie eine Zuflucht. Der einzige Ort, der ein wenig Geborgenheit versprach. Aber ausruhen konnte sie sich, nachdem Sharakkhal sie mit sich genommen hatte, der Sternengott des Wandels und des Todes.

"Hoch!", ermunterte sie sich.

Sie kam auf die Füße, fand einen festen Stand und stützte sich an der Wand ab. Schritt für Schritt folgte sie dem schwarzen, schmucklosen Gang. Es gab keine Fenster, was auf ein Raumschiff oder eine Station hinwies. Niemand hielt sie auf. Selbst die Positronik schwieg.

Weshalb war die Tür aufgegangen? Das ergab keinen Sinn. Womöglich hatte es einen Unfall gegeben. Durch eine Raumschlacht vielleicht?

Jasmyne versuchte herauszufinden, ob der Boden schwankte, es einen Druckverlust oder sonst etwas Beunruhigendes gab, doch da war nichts. Es gellte kein Alarm durch den Gang, wie sie es im Fall eines Angriffs erwartet hätte.

Was steckte also hinter dem Öffnen dieser Tür? Ganz gewiss kein Fehlmechanismus.

Es war egal. Sie wollte das Beste aus der Situation machen.

Oben am Gang erkannte sie ein Signal, das zwar nicht arkonidisch war, sie aber dennoch kannte: ein galaxisweit völkerübergreifend gebräuchliches Symbol für Rettungswege. Sie brauchte dem dreifach gegabelten Pfeil nur zu folgen, um zu einem Ausgang oder zu Rettungskapseln zu gelangen.

"Vorwärts", flüsterte sie. Ihre Kräfte wollten sie verlassen. Es war unendlich mühsam, sich voranzuschleppen. Trotzdem machte sie weiter. Schritt für Schritt.

Ihre Hartnäckigkeit wurde belohnt. Nach wenigen Minuten erhellte sich der Gang. Vor Jasmyne standen Zugänge offen, die zu Rettungskapseln führten. Die Silhouette der Kapseln war ungewöhnlich schmal. Jasmyne hatte so etwas schon einmal gesehen, irgendwo im Trivid.

Jasmyne stolperte in eine der Kapseln, betrachtete das Bedienfeld. Der Schwindel wurde wieder stärker, brachte die Umgebung zum Verschwimmen. Es gelang Jasmyne, das Informationsholo trotzdem aufzurufen. Eine weibliche Stimme erklang. "Wie kann ich dir helfen?"

"Ich will, dass du diese Kapsel startest. Bring mich weg von hier!"

"Es liegt keine Gefährdung vor. Bitte wende dich mit deinem Anliegen an den Komm

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