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Perry Rhodan 3085: Der verurteilte Planet Perry Rhodan-Zyklus 'Mythos' von Stern, Michelle (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2020
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan 3085: Der verurteilte Planet

Mehr als 3000 Jahre in der Zukunft: Längst verstehen sich die Menschen als Terraner. Mit ihren Raumschiffen sind sie in die Tiefen des Universums vorgestoßen und dabei immer wieder außerirdischen Lebensformen begegnet; ihre Nachkommen haben Tausende von Planeten besiedelt und sich den neuen Umwelten angepasst. Perry Rhodan ist der Mensch, der den Terranern diesen Weg zu den Sternen eröffnet und sie seitdem begleitet hat. Nun steht er vor einer seiner größten Herausforderungen: Er wurde mit seinem Raumschiff, der RAS TSCHUBAI, durch die Zeit in eine Epoche katapultiert, in der Terra und Luna verloren und vergessen zu sein scheinen. Die Cairaner kontrollieren die Welten der Milchstraße, wo sie eine Diktatur des Friedens errichtet haben. Auf der Suche nach der Erde und ihrem Mond hat er einen Zwilling unseres Universums entdeckt. In diesem Zweig des sogenannten Dyoversums haben seine Begleiter und er Terra und Luna wiedergefunden. Damit ist das große Ziel in greifbarer Nähe: Die Erde und der Mond sollen an ihren angestammten Platz zurückkehren. In der Milchstraße ist die Entwicklung weniger positiv. Die Cairaner setzen das Sternenrad ein - ein gigantisches Gebilde von den Ausmaßen eines Sonnensystems. Es lässt sich als Waffe benutzen, und dies zeigt DER VERURTEILTE PLANET ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 01.10.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845360850
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 2888 kBytes
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Perry Rhodan 3085: Der verurteilte Planet

1.

Sturmmäuler

 

Dunkelheit senkte sich über die steinige, von wenigen Bäumen und Sträuchern durchsetzte Küste. Das Licht der beiden rot-orangefarbenen Sonnen verschwand hinter schwarzen Wolkentürmen, die den Himmel wie eine Festung einnahmen. Eine unsichtbare Kraft saugte die Farbe aus allem und warf über die Uferzone der Insel dunkle Schatten.

Bouner Haad meinte, sich unter Wasser zu bewegen. Erst der scharfe Strahl aus Licht, der aus dem Brustteil seines Kampfanzugs fiel, riss die Umgebung aus dem Grau.

Über Haad flatterte ein Schwarm Vogelartiger mit grünen Schwingen und antennenartigen Auswüchsen an der Stirn, die an Fühler erinnerten. Die Tiere hielten die Köpfe gesenkt, warfen sich dem Land entgegen. Der Wind und das Meer schlugen sie in die Flucht. Vielleicht ängstigte sie auch die plötzliche Dunkelheit.

Haad drehte den massigen Körper. Die drei roten Augen fuhren an den Stielen aus, als wollten sie den dicken, bauchigen Wolkenschichten über den Wellen näher kommen. Der Wind nahm zu, wirbelte vertrocknete Grashalme und Sand in die Höhe, riss altes Laub mit. Steinchen hoben sich, prasselten gegen Haads Hände und Füße, schmirgelten über die oberste Hautschicht.

Es kitzelte unangenehm.

Bis vor wenigen Minuten hatte der Haluter gehofft, es nicht mit den Ausläufern eines sich rasch nähernden Taifuns zu tun zu haben, doch die Anzugpositronik belehrte ihn eines Besseren. Neben der rasch ansteigenden Windstärke zeigte sie den veränderten Umgebungsdruck über dem 30 Grad warmen Wasser an.

Haad beschleunigte seinen Vorwärtslauf. Die vier massiven Arme flogen über den Boden, katapultierten ihn im Zusammenspiel mit den kräftigen Beinen weiter vom Meer fort, ins Inselinnere von Virkol.

Auf dem Rücken des Haluters jauchzte Tenshuun. Der Benshér genoss auch dieses Mal den wilden Ritt - und das trotz seiner Eröffnung, im Grunde sei er eigentlich schon tot, weil er bereits gestorben war und lediglich dank der Superintelligenz HATH'HATHANG und ihrer Hinterlassenschaft - des Bendos - weiteratmete. Der Tenshuun, den Bouner Haad erlebte, war eine Art Nachhall und hätte eigentlich schon längst in die Stille gehen sollen.

»Ich liebe Sturm!«, verkündete Tenshuun. Jedes Wort, das er sprach, war von einem feinen Brummton unterlegt.

Das menschengroße, geschuppte Wesen löste den bogenförmigen Stützschwanz vom Haltegurt und peitschte damit träge durch die aufgewühlte Luft. Die Schuppen schienen zu knistern, während das Brummen lauter wurde.

Falls Haad den Benshér richtig verstanden hatte, erstarb dieser Ton lediglich in der Gegenwart der abberufenen Superintelligenz HATH'HATHANG vollkommen, während er sonst weiterklang, wenn auch manchmal kaum vernehmbar. Aber HATH'HATHANG hatte der Benshér schon eine unvorstellbar lange Zeit nicht mehr zu Gesicht bekommen. Bouner Haad war noch jung und hatte kein Erfahrungsgefühl für eine derartige Spanne.

Hinter Haad klatschten die Wellen lauter ans Land. Das Meer regte sich wie ein erwachender Moloch. Es erinnerte Haad an einen Haluter, der nach Monaten der Ruhe und Ausgeglichenheit in eine Drangwäsche geriet, in der er sich austoben musste. Immer höher türmten sich die Kämme auf, immer tiefer stürzte das Wasser in die Täler zwischen ihnen. Es kam bedrohlich nahe, berührte mit den Ausläufern Haads Füße.

»Und ich liebe Schutzräume!«, sagte Haad über das Brausen und Klatschen hinweg. »Wenn eine Sturmflut kommt, könnte sie selbst mich ins Meer hinausziehen. Halt dich gut fest! Ich bringe uns zu dem Wäldchen dort hinten.«

In Laufrichtung schirmte ein Ring aus hohen Felsen eine Baumgruppe ab. Die Felsen würden das Wasser brechen, es zurückhalten.

Das Heulen des Sturms wurde lauter, übertönte Tenshuuns Jubelrufe. Offensichtlich war dem Benshér jede Angst fremd. Er verlagerte sein Gewicht, schob die Beine noch tiefer in den Sicherheitsgurt, der sich

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