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Perry Rhodan 3092: Erdkern Perry Rhodan-Zyklus 'Mythos' von Schwartz, Susan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.11.2020
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan 3092: Erdkern

Mehr als 3000 Jahre in der Zukunft: Längst verstehen sich die Menschen als Terraner. Mit ihren Raumschiffen sind sie in die Tiefen des Universums vorgestoßen und dabei immer wieder außerirdischen Lebensformen begegnet; ihre Nachkommen haben Tausende von Planeten besiedelt und sich den neuen Umwelten angepasst. Perry Rhodan ist der Mensch, der den Terranern diesen Weg zu den Sternen eröffnet und sie seitdem begleitet hat. Nun steht er vor einer seiner größten Herausforderungen: Er wurde mit seinem Raumschiff, der RAS TSCHUBAI, vorwärts durch die Zeit in eine Epoche katapultiert, in der Terra und Luna verloren und vergessen zu sein scheinen. Mittlerweile hat er in einem Zwilling unseres Universums die beiden Himmelskörper wiederentdeckt. Nun muss er nur noch einen Weg finden, sie zurückzubringen. Die Staubfürsten sind ihm dabei eine große Hilfe. Sie statten Rhodan mit einem Staubkonzess aus, der ihm die Aktivierung einer Maschine erlaubt, die den Rücktransfer von Erde und Mond bewirken kann. Aber diese Maschinerie ist im Inneren Terras verborgen, im ERDKERN ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 19.11.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845360928
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 1917 kBytes
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Perry Rhodan 3092: Erdkern

»Das Wesen der Dinge

hat die Angewohnheit,

sich zu verbergen.«

Anonyme Sammlung

altterranischer Weisheiten,

Kapitel 73: Heraklit

 

1.

Drehscheibe

 

»Fürchtet euch nicht vor dem Chronogespinst, in dessen Zeitfessel ihr hängt«, sagte das Staub-Faktotum. »Wenn ihr euch fürchten wollt, so fürchtet euch vor mir!«

Anzu Gotjian saß starr auf ihrem Platz in den Zuschauerrängen des großen Theaters der Evolution, 2500 Kilometer tief im Erdinneren, in einer Station, die von den Staubfürsten vor Jahrmillionen errichtet worden war. Wie ihre Begleiter konnte auch Anzu keinen Muskel rühren und wartete auf die nächste Aktion des Staub-Faktotums, einer kindergroßen Gestalt in einer rubinroten Kutte.

Es war verrückt.

Einfach nur verrückt!

Eigentlich hatte sie sich nicht der Transmittertechnologie verschrieben, um Abenteuer zu erleben, die sie sich nicht einmal in ihren Träumen ausmalen könnte. Andererseits war sie nicht nur mit Perry Rhodan auf diese Expedition gegangen, sondern hatte sich sogar freiwillig für den direkten Vorstoß in die Station der Staubfürsten gemeldet.

Und das habe ich nun davon, dachte sie. Wer mit Perry unterwegs ist, sollte eben mit allem rechnen.

Seltsamerweise empfand sie trotz ihrer Lage keine Angst. Sie fühlte, nein, sie wusste, dass das Staub-Faktotum ihnen nicht feindlich gesinnt war. Es war ein Diener der Staubfürsten und hatte angekündigt, die Besucher überprüfen zu müssen. Da Rhodan von einem Staubfürsten höchstpersönlich eine Eintrittserlaubnis in Form des Staubkonzesses erhalten hatte, würde er diese Prüfung problemlos bestehen.

Oder?

Dieses eine kleine Wörtchen - oder? - bohrte sich wie ein Giftpfeil in Anzus Gedanken. Es machte sie verrückt, dass sie nicht reden durfte, nicht auf sich aufmerksam machen, keine Fragen stellen ...

... einfach nichts!

Nur abwarten.

Sie sah alles, denn ihre Augen standen offen, wie in dem Moment, als die Zeitfesselung zugeschlagen hatte. Wie lange ging das wohl gut, ohne dass sie blinzeln musste, weil die Augäpfel sonst austrockneten?

Allerdings fühlte sie kein Verlangen danach, die Lider zu schließen. Sie könnte es ohnehin nicht.

Das Staub-Faktotum hatte dieses Energiefeld ein Chronogespinst genannt, das die vier Besucher fesselte - Perry Rhodan, dessen Frau Sichu Dorksteiger, die Mutantin Iwa Mulholland und Anzu selbst. Bedeutete die Bezeichnung, dass für den Gefesselten die Zeit stillstand?

Aber warum vermochte sie dann zu denken? Und wieso hatte sie die Worte des Faktotums gehört, deren Aussprache selbstverständlich einige Sekunden - also Zeit - in Anspruch genommen hatte?

Versuch nicht, es zu verstehen, hörte sie Iwas Stimme in ihrem Kopf. Die Mutantin - die jeder so wahrnahm, als würde sie dem eigenen Geschlecht angehören, eine seltsam verwirrende Eigenschaft - war nicht nur in der Lage, Gedanken zu lesen, sondern sie auch gezielt zu senden. Das Chronogespinst beugt sich nicht unserer Logik. Das Faktotum kommt näher. Ich sehe es.

Ich kann den Kopf nicht drehen, dachte Anzu.

Ich weiß. Ich blicke zufällig in die passende Richtung. Ich beobachte es, Schritt für Schritt, doch für mich vergeht auf ... auf einer anderen Ebene keine Zeit. Ich habe keinen Herzschlag. Ich atme nicht.

Die Erkenntnis traf Anzu wie ein Schlag. Es ging ihr genauso. Kein Atem, und kein Verlangen, Luft zu holen. Für eine Sekunde - nein, keine Sekunde, denn die Zeit stand still - wollte sie Panik überfallen. Aber wieso? Es schadete ihr nicht, sonst wäre sie bereits tot.

Also starrte sie weiter geradeaus, den Blick auf die Sitzreihe vor ihr gerichtet, wenn sie sich nicht ir

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