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Perry Rhodan 3109: Siebenschläfer Chaotarchen-Zyklus von Ellmer, Arndt (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.03.2021
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan 3109: Siebenschläfer

In der Milchstraße schreibt man das 6. Jahrtausend nach Christus, genauer das Jahr 5658. Das entspricht dem Jahr 2071 NGZ nach der galaxisweit gültigen Zeitrechnung. Über dreitausend Jahre sind vergangen, seit Perry Rhodan die Menschheit zu den Sternen führte und sie seither durch ihre wechselvolle Geschichte begleitet. Noch vor Kurzem wirkte es, als würde sich der alte Traum von Partnerschaft und Frieden aller Völker der Milchstraße und der umliegenden Galaxien endlich erfüllen. Terraner, Arkoniden, Gataser, Haluter, Posbis und all die anderen Sternenvölker stehen gemeinsam für Freiheit und Selbstbestimmtheit ein, womöglich umso stärker, seit ES, die ordnende Superintelligenz dieser kosmischen Region, verschwunden ist. Als die Liga Freier Galaktiker erfährt, dass in unmittelbarer galaktischer Nähe ein sogenannter Chaoporter gestrandet sei, entsendet sie mit der RAS TSCHUBAI das größte Fernraumschiff der Liga aus, um den Sachverhalt zu klären. Denn es heißt, von FENERIK gehe eine ungeheure Gefahr für die Milchstraße aus. Perry Rhodan leitet als Allianz-Kommissar die Mission, die ihn bis in die Andromeda vorgelagerte Kleingalaxis Cassiopeia führt. Seine Gefährten halten in der Milchstraße die Stellung. Homer G. Adams und Reginald Bull erleben dabei Seltsames - im Solsystem erwacht ein SIEBENSCHLÄFER ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 18.03.2021
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845361093
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 2713 kBytes
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Perry Rhodan 3109: Siebenschläfer

1.

Mars

9. Juni 2071 NGZ

 

Idris beobachtete Corby, die mit flinken Fingern scheinbar in der Luft wühlte. Jedes Mal, wenn sie sich zu ihm umdrehte, stieg ihm der leichte Geruch ihrer Vanille-Gesichtscreme in die Nase.

»Bald fertig«, sagte sie. »Du wirst staunen.«

Er versuchte, etwas zu erkennen, aber so sehr er seine inzwischen klein gewordenen Augen anstrengte, er konnte nichts entdecken. Keine Spuren, keine Entladungen. Elektrostatische Chemtrails, wie er sie sich vorstellte, existierten nicht.

Idris blieb angesichts dieser Unsichtbarkeit sprachlos und staunte tatsächlich. So etwas wie Ehrfurcht stieg in ihm empor, wenn er Corby zusah. Wie machte sie das bloß? Technisch war es ihm klar: Sie berührte eine unsichtbare Sensorfläche, die senkrecht vor ihr in die Luft projiziert war.

Corby sagte, es funktioniere ganz einfach. Idris wusste es auch, aber wenn er auf die akustischen Anweisungen seines Influencers hörte, griff er nach drei, vier Berührungen trotzdem daneben. Die Akustiksteuerung ließ sich nicht dazu bewegen, langsamer zu sprechen, und Idris' Finger waren irgendwie verdreht.

Bannist und Lereu lachten und kicherten hinter seinem Rücken, während er den entscheidenden Anlauf nahm.

Und dann ging es erst recht schief. Schimpfen half da nicht. Wie alles funktionierte, bestimmten die Regeln, und die hatten die Schiedsrichter für diesen Wettbewerb gemacht. Die Sprechgeschwindigkeit der Automaten gehörte dazu.

Das Projekt bedeutete allen Teilnehmern viel. An die 200 Jugendliche allerlei Geschlechts hatten sich gemeldet. Das Präsenzplenum unterstützte sie mit Technik und vor allem mit Zeit. Wenn sie das Limit erreichen wollten, mussten sie tagaus, tagein bei der Sache sein.

Ein parkgroßes Labyrinth wuchs aus dem Nichts herauf, mit verwinkelten Gängen in der Art eines Drei-D-Puzzles, mit Werkstätten für Technikfreaks und Küchen für Feinschmecker; in Operationssälen und Brutlabors arbeiteten die Jugendlichen mit glühenden Ohren an der Erschaffung von Phantasielebewesen; und für die besonders Emotionalen wurde an Separees gebaut, in denen sie ihre Phantasien verwirklichen konnten.

Im Rahmen des Erlaubten, versteht sich.

Alle Ideen umzusetzen und miteinander in Einklang zu bringen, erforderte am meisten Geschick und Überlegung. Unterschiedliche Bauweisen mussten zueinander passen und sollten ein harmonisches Gesamtbild nach innen und außen ergeben.

Ein Gong hallte über den Park. Parkwächter Blechmanninov, wie der Roboter seit Generationen scherzhaft genannt wurde, verkündete den Beginn der letzten Stunde.

Eine Stunde noch ... Idris' Schultern sanken herab. Eine Stunde - und er hatte nichts vorzuweisen. In seinen Gedanken stand alles fertig da, übersichtlich und in Reihen. Es wollte ihm über die Lippen, aber nicht über die Fingerkuppen.

Wochenlang hatten er und Corby an dem neuen Projekt geforscht und gearbeitet. Idris zählte die Tage nicht mehr, die sie für ihren ersten großen Auftritt geopfert hatten. Sie hatten das Präsenzplenum geschwänzt, einen Teil der Schulzeit im Park verbracht und die nötigsten Aufgaben für die Lehrer nachts erledigt, müde und wenig engagiert. Meist waren sie vor ihrem Terminal eingeschlafen. Am nächsten Morgen eilten sie dafür munter und voller Begeisterung zu ihrem Bereich des Parks.

Sie waren die Labyrinthniks. Sie bauten verschachtelte und verknotete Lebensräume, in denen sie sich verkrochen. Nur sie selbst konnten sich finden, Freunden und Fremden gelang es nicht. Zu kompliziert, zu verschachtelt. Wenn sich ihr Projekt als Trend in der Architektur durchgesetzt hätte, sie wären einander nie wieder begegnet.

Holokreationen konnte man abschalten. Gebäude aus Plastbeton und anderen Baustoffen nicht. Man musste sie beschädigen oder zerstören, um nach Vermissten zu suchen.

Eine Stunde

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