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Perry Rhodan Neo 150: Sprung nach Andromeda Staffel: METEORA von Schäfer, Rüdiger (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.06.2017
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan Neo 150: Sprung nach Andromeda

Man schreibt das Jahr 2054 - und alle Vorhersagen für die Zukunft der Erde haben sich als falsch erwiesen. Der Heimatplanet der Menschheit ist unbewohnbar geworden, seine Bewohner wurden teilweise gegen ihren Willen umgesiedelt. Nur auf dem Mars, auf anderen Welten, den Monden und auf Raumstationen sind Menschen zurückgeblieben. Unter ihnen ist Perry Rhodan, jener Astronaut, der im Jahr 2036 auf dem Mond ein außerirdisches Raumschiff entdeckt hat. Mit viel Elan gehen Rhodan und seine Gefährten die großen Fragen an: Wohin sind Milliarden von Menschen verschwunden? Und wie können sie wieder in ihre Heimat zurückkehren? Antworten scheint es in der Galaxis Andromeda zu geben. Eigentlich ist die Sterneninsel unerreichbar - doch neue Techniken können den Weg bahnen. Rhodan und seine Mitstreiter planen eine Expedition: Sie wagen den SPRUNG NACH ANDROMEDA ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 15.06.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845348506
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Serie: Perry Rhodan NEO .150
    Größe: 575 kBytes
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Perry Rhodan Neo 150: Sprung nach Andromeda

1.

1. November 2054

Perry Rhodan

Am Anfang war die Dunkelheit nahezu vollkommen. Nur hier und da glommen vereinzelte Lichtpunkte in der ansonsten perfekten Schwärze. Unwillkürlich lauschte Perry Rhodan in die umgebende Finsternis hinaus. Die ewige Nacht des Weltraums schärfte seine Sinne. Da waren das leise Hauchen des eigenen Atems, das kaum wahrnehmbare Rauschen des Bluts in seinen Ohren, der ruhige Doppelschlag seines Herzens.

Ansonsten: nur Stille. Eine schwer zu beschreibende Lautlosigkeit, die nach Sehnsucht und Ewigkeit schmeckte, die in den Betrachter einsickerte und ihn bis in den letzten Winkel ausfüllte, wenn er ihr die Zeit dazu ließ. Und die auf etwas wartete.

Je länger Rhodans Blick sich auf das künstliche Himmelsgewölbe des Observatoriums konzentrierte, desto mehr Lichtpunkte erschienen. Einer nach dem anderen blitzte auf, beanspruchte seinen Platz, und schon bald hatte sich die Dunkelheit in ein mit Tausenden Diamanten besticktes Tuch aus schwarzem Samt verwandelt.

Das Meer scheint unendlich tief - bis uns die Nacht den Sternenhimmel zeigt.

Rhodan wusste nicht mehr, wer das gesagt oder geschrieben hatte, aber der Satz offenbarte eine grundlegende Wahrheit. Um die Sterne sehen zu können, hatte der Mensch den Kopf heben müssen, und vielleicht hatte er dabei von Anfang an geahnt, dass die Zukunft dort draußen auf ihn wartete, dass er seine Heimatwelt eines Tages würde verlassen müssen, wenn er überleben wollte.

Rhodan orientierte sich kurz und fixierte dann vier Lichtpunkte, die in gerader Linie angeordnet waren; lediglich der letzte Stern schien leicht nach oben versetzt. Er stellte das Bindeglied zum Sternbild Pegasus dar.

Über Mirach, der zweiten Sonne der Reihe, erkannte Rhodan zwei weitere, deutlich lichtschwächere Punkte. Und daneben ... ein verwaschener Fleck, kaum größer als eine Schneeflocke. Ein weißblauer Nebel, umgeben von einer milchigen Aureole, deren Ränder schnell im Dunkel verblassten. Rhodan spürte, wie sich auf seinen Armen eine Gänsehaut bildete.

Andromeda!

Sein Blick verharrte starr auf dem Fleck und damit auf dem fernsten Objekt, das man auf der Erde mit bloßem Auge beobachten konnte. M 31, auch NGC 224 genannt, doch den meisten Menschen unter einem weit klangvolleren Namen bekannt.

Andromeda!

Schon das Wort an sich übte eine seltsame Art von Magie aus, der man sich kaum entziehen konnte. Das war immer so gewesen. In der griechischen Mythologie war Andromeda die Tochter des äthiopischen Königs Kepheus und der Kassiopeia. Letztere hatte von sich behauptet, sie würde sogar die Nereiden, jene geisterhaften Meeresnymphen, die dem Gott Poseidon zur Seite standen, an Schönheit übertreffen. Als sich die so Geschmähten an ihren Gebieter wandten, schickte dieser das Ungeheuer Keto aus, das die Küste von Kepheus' Königreich verwüstete. Nur wenn Kepheus seine Tochter opferte, so der erzürnte Meeresgott, würde das Untier sein zerstörerisches Tun beenden. Es war schließlich der Held Perseus, der zu Hilfe eilte, das Monster erschlug und zum Dank Andromeda ehelichen durfte.

Die Positronik des Observatoriums registrierte Rhodans Augenbewegungen und reagierte entsprechend. Das Sternbild löste sich auf; seine Sonnen glitten lautlos zur Seite. Stattdessen rückte Andromeda ins Zentrum der Darstellung. Der Halo der Spiralgalaxis erweiterte sich, ihr strahlender Kern wuchs wie eine Blüte aus Licht im Zeitraffer.

Erst langsam, dann immer schneller schien die ferne Sterneninsel auf Rhodan herabzustürzen und ihre Milliarden Sonnen über ihm auszuschütten. Der Nebel löste sich auf. Sein bleicher Mantel verwehte, zerflatterte für wenige Sekunden im Raum, bevor er schließlich zu einer Flut aus Sternen kondensierte, die mehr als zweieinhalb Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt ihren ewigen Reigen aufführten.

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