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Perry Rhodan Neo 194: Abgründe der Zeit von Schorm, Rainer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.02.2019
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan Neo 194: Abgründe der Zeit

Im Jahr 2036 entdeckt der Astronaut Perry Rhodan auf dem Mond ein außerirdisches Raumschiff. Damit öffnet er den Weg zu den Sternen - der Menschheit werden kosmische Wunder offenbart, sie gerät aber auch häufig in höchste Gefahr. 2058 sind die Menschen nach schwerer Zeit mit dem Wiederaufbau ihrer Heimat beschäftigt, wobei sie immer mehr zu einer Gemeinschaft zusammenfinden. Nur vereint können sie den Bedrohungen aus den Tiefen des Alls trotzen. Nachdem Rhodan einen Angriff der sogenannten Bestien abgewehrt hat, haben diese sich zurückgezogen. Noch hat ihr Befehlshaber ANDROS nicht aufgegeben. Er will im Solsystem einen Durchgang in eine Fremddimension schaffen. Um dies ein für alle Mal zu verhindern, begibt sich Perry Rhodan auf eine gefahrvolle Reise. Währenddessen setzen seine Gefährten daheim alles auf eine Karte: Die Hyperwelle soll ANDROS zurückschlagen. Ein Scheitern hätte katastrophale Folgen für alle Menschen - das enthüllt der Blick in die ABGRÜNDE DER ZEIT ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 21.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845348940
    Verlag: Perry Rhodan digital
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Perry Rhodan Neo 194: Abgründe der Zeit

2.

MAGELLAN

Crosscheck

"Man sollte doch wirklich denken, jemand wie ich hätte sich mittlerweile daran gewöhnt!", murmelte Seth Curtis.

Der Techniker drehte sich einmal um die eigene Achse, was in der Schwerelosigkeit mit einer ganz eigenen Problematik verbunden war. Curtis war ein kleiner Mann, wie ihm der freundschaftliche Spott seiner Kollegen immer wieder bewusst machte. Schütteres Haar und eine nach allgemeiner Ansicht misslungene Barttracht waren weitere Gründe für Hänseleien. Curtis war aber dickfellig, was solche Scherze anging. Er selbst war ebenfalls nicht aufs Maul gefallen und ihm war klar: Wer austeilen wollte, musste auch einstecken können.

Gerade in diesem Augenblick jedoch verfluchte er das fransige Gewächs um Wangen und Kinn. Es juckte unerträglich, und er war nicht in der Lage, sich zu kratzen. Das Jucken war ein Nebeneffekt der anzuginternen Klimatisierung, auf die seine Haut reagierte. Ein Mittel dagegen hatte er bislang nicht gefunden, ein Besuch in der Medosektion der MAGELLAN war ebenfalls keine Hilfe gewesen. Dass er die sonderbare Sud einmal völlig ratlos hatte sehen dürfen, war den Besuch aber wert gewesen.

"Kàc! Thalla is cagnaich bruis ... aaaargh!", fluchte er und versuchte den Kopf so zu drehen, dass er die Helminstallationen erreichte. Die kleinste Berührung wäre eine Wohltat gewesen. Leider hatte er die Impulserhaltung vergessen, die sich in der Schwerelosigkeit sofort bemerkbar machte.

Er drehte sich erneut - allerdings in die falsche Richtung.

"Da soll man nicht wahnsinnig werden!", schimpfte er. "Thighearna!"

Andere Gründe, sich aufzuregen, hatte er nicht. Seine Inspektionstour, zu der ihn Rufus Darnell höchstpersönlich eingeteilt hatte, verlief derart reibungslos, dass Curtis sich beinahe langweilte. Der Chefingenieur des Expeditionsraumers hatte die Rolle des verstorbenen Tim Schablonski übernommen und füllte sie aus, ohne dass jemand diesen vergessen hätte. Schablonski war eine Legende geworden - etwas, was er gewiss nie gewollt hätte. Curtis hatte bereits die ersten Gerüchte und Gespenstergeschichten gehört, wonach sich der Geist des Toten in den technischen Innereien der MAGELLAN eingenistet habe und sie beschützte.

Curtis warf einen Blick in die Tiefen des HAFENS, des gewaltigen Hangars, der den Äquatorbereich der MAGELLAN beherrschte. Mit einer Höhe von etwa 500 Metern war er eine Kathedrale der Technik und ein Triumph terranischen Erfindergeistes. Kein Arkonide, kein Liduuri hatte an diesem Konzept und seiner Umsetzung Anteil gehabt. Der HAFEN war durch und durch ... menschlich. Das war einer der Gründe, warum sich Curtis gern dort aufhielt.

Er hatte seine Inspektion beinahe beendet. Er schwebte an einer Traube senkrecht stehender Space-Disks vorbei. Sie kamen direkt aus der benachbarten WERFT und wurden nach der Generalüberholung in ihre Parknischen verfrachtet. Arbeitsroboter umschwärmten die Raumboote.

Rote, blinkende Lichter signalisierten einen Gefahrenbereich. Curtis wurde automatisch abgebremst. Die Signale der Leitstelle hatten im HAFEN absolute Priorität. Den riesigen, sich langsam drehenden Kontrollturm hatte Curtis im Rücken.

Er nutzte die Zwangspause, um den Bericht für die überprüften Sektionen sechs, sieben und acht abzuschließen und abzusenden. Die Bestätigung der Leitstelle kam sofort.

Curtis grinste, als er einen Fünferpulk Dragonflys vorbeihuschen sah.

Gleich ... gleich ..., dachte er, als die Piloten abrupt unterschiedlichste Korrekturtriebwerke zündeten. Die Formation löste sich für einige Sekunden auf, bis die zentrale Überwachung die Kontrolle übernommen und die Kursabweichungen ausgeglichen hatte. Hafenhopsen war ein beliebtes Spiel gerade der Dragonflypiloten. Der Gegenschub war viel zu klein, um wirkliche Unordnung anzurichten, und alle wussten das. Es war eh

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