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Perry Rhodan Neo 90: Flucht ins Verderben Staffel: Kampfzone Erde 6 von 12 von Schorm, Rainer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.02.2015
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Perry Rhodan Neo 90: Flucht ins Verderben

Im Juni 2036 erreicht der Astronaut Perry Rhodan auf dem Mond ein havariertes Raumschiff der Arkoniden. Damit verändert er die Weltgeschichte. Die Erkenntnis, dass die Menschheit nur eine von unzähligen intelligenten Spezies ist, schafft ein neues Bewusstsein. Mit der Gründung der Terranischen Union beendet Rhodan die Zeit der Nationen, ferne Welten rücken in greifbare Nähe. Eine Ära des Friedens und des Wohlstands scheint bevorzustehen. Doch sie endet jäh, als das Große Imperium das irdische Sonnensystem unter seine Kontrolle bringt. Die Erde wird zu einem Protektorat Arkons. Die Terranische Union beugt sich zum Schein den neuen Herrschern, während die globale Untergrundorganisation Free Earth den Kampf gegen die Besatzer aufnimmt. Währenddessen führen die Mutanten ihren persönlichen Kampf: gegen die Goldenen, die mutmaßlichen Auslöser der Genesis-Krise, die seit Jahrtausenden ihre eigenen Pläne verfolgen. Auf dem Mars stoßen die Mutanten auf das Energiewesen Lee Va Tii, einen ehemaligen Diener der Goldenen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 26.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845347905
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Serie: Perry Rhodan NEO Bd.90
    Größe: 579 kBytes
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Perry Rhodan Neo 90: Flucht ins Verderben

1.

Mars, Camp Moas, 4. Januar 2038

Maulwurf

"Pass doch auf, verdammt noch mal!"

Bartholomew Cranstons Stimme war scharf. Wie immer, wenn er mit John Marshall sprach, machte er aus seiner Missachtung keinen Hehl. Der auffällig dürre, junge Häftling, der mit dem ehemaligen Telepathen zusammen ein Kontrollteam bildete, schüttelte widerwillig den Kopf. Unter der transparenten Schutzhaube schlängelte sich dickes, rötliches Haar wie Kupferwolle. Die Arbeitsmontur war kein Raumanzug, aber geschlossen. Cranston sah darin aus wie ein tiefgefrorenes Huhn im Beutel. Die leicht hervorquellenden Augen verstärkten diesen Eindruck.

John Marshall antwortete nicht. Seine sportlich-elegante Erscheinung fiel der Montur ebenfalls zum Opfer. Auf gewisse Weise war er sogar froh, dass Cranston darüber nicht auch noch seinen Hohn ausschüttete. Er wusste aus Erfahrung, dass es sinnlos war, mit seinem Mitgefangenen zu streiten.

Trotz der dünnen Atmosphäre war es ohrenbetäubend laut in der Vortriebskammer. Der kreisförmige Desintegrationskopf der arkonidischen Bergbaumaschine fraß sich mit seinen molekülauflösenden Feldern durch den steinernen Leib des Mars, der nächsten Kontaktstelle entgegen. Der Vorgang selbst war lautlos - die restliche Maschinerie nicht. Ohne die Funkkommunikation wäre ein Gespräch unmöglich gewesen.

Der Bohrkopf bestand aus zwei Scheiben mit einem Abstand von etwa zwanzig Metern. Die vordere war eine Ansammlung von Projektoren, Hochdruckstrahldüsen und Absaugrohren. Durch Drehung und Unterdruck wurde die vergaste Materie über Rohre abgesaugt. Diese und einige hydraulische Verbindungen hielten die beiden Elemente zusammen. Die hintere Maschinenscheibe diente der Isolierung und dem kontrollierten Durchgang zu den fertiggestellten Bereichen. Die Anordnung erinnerte Marshall ein wenig an eine Konservendose, von der man in der Mitte etwa zwei Drittel entfernt hatte. Eine kleine Gondel war für die Mitglieder des Überwachungsteams gedacht. Sie hing seitlich an den Verbindungselementen und sah aus wie ein halbiertes Metallei mit transparentem Deckel.

Von den Canyons der Valles Marineris aus bohrten die Arkoniden Gänge, Stollen und Hallen in den Fels, die bereits die Ausmaße einer Großstadt erreicht hatten. Oder besser: Sie ließen bohren und stellten lediglich die notwendigen Mittel zur Verfügung. Einfache Technik, die die "menschlichen Barbaren" begriffen. Camp Moas, das zentrale Gefangenenlager der Besatzer, war längst zu einer kleinen Kolonie geworden.

Ein rotes Signal blinkte gleichzeitig auf den Arbeitspads und an der sichtbaren Rückseite des Bohrkopfes. Ein schleifendes Knirschen klang auf, wurde lauter.

Lagewarnung!

"Er wird instabil!" Cranston wedelte mit der dürren Hand vor dem Gesicht herum. Der allgegenwärtige Dunst in der dünnen Luft schränkte die Sicht unangenehm ein. Der Eindruck ähnelte dem Blick durch ein dickes, verschmutztes Stück Glas. "Schon wieder." Er war schneller als Marshall, wie immer. Er stoppte den Bohrkopf. Mit routiniertem Griff regulierte er die Ausrichtung der Desintegrationsfelder, die jenseits des langsam rotierenden Maschinenkreises Gestein und Fels auflösten.

An den Außenrändern des gewaltigen Maschinenrades versprühten Hochdruckdüsen einen molekularen Klebstoff, der die Stollenwände stabilisierte. Eine Fehllagerung verkantete nicht nur den Bohrkopf, sondern führte zur Bildung von verbackenen Konglomeraten aus hochverdichtetem Material. Diese waren sogar für die Bohrfelder ein Problem.

Der Ingenieur schüttelte den Kopf, und Marshall wusste genau, dass er im Schutz der Kopfhaube verärgert das magere Gesicht verzog. Der junge Mann mochte ihn nicht. Das beruhte auf Gegenseitigkeit. Marshall war ein umgänglicher Mensch, doch Cranston legte auf ein gutes Auskommen keinen Wert.

Früher habe ich mir einiges darauf eingebildet, mit jungen Kerle

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