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Planetenroman 65 + 66: Die Verschwundenen von Arkona / Kometenjäger Zwei abgeschlossene Romane aus dem Perry Rhodan Universum von Ellmer, Arndt (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.11.2016
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Planetenroman 65 + 66: Die Verschwundenen von Arkona / Kometenjäger

Im 'Hintergrund' der Handlung der PERRY RHODAN-Serie geschehen viele Dinge, von denen die Leser nie erfahren. Zwei davon beleuchtet dieser Band. In der Frühzeit der Kosmischen Hanse: Seit der Rückkehr der BASIS sind wenige Monate vergangen. Große, fast übermenschliche Aufgaben warten auf Perry Rhodan. Doch der unsterbliche Terraner kann sich ihnen nicht widmen, denn er ist in der Gewalt eines Entführers ... In der Frühzeit der geeinten Menschheit: Ray Mendoza gehört zu einer kleinen, exklusiven Gruppe von Raumfahrern, die Kometen, die in das Solsystem einfliegen, mineralogisch ausbeuten. Ray bemerkt bald, dass die harte, gefährliche Arbeit des Kometenjägers ihren Preis hat. Er wird krank, und es scheint, als habe Ray das tödliche Sternenfieber ... Diese beiden Romane stammen von Arndt Ellmer, einem der erfahrensten Teamautoren der PERRY RHODAN-Serie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 308
    Erscheinungsdatum: 04.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845349732
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 724kBytes
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Planetenroman 65 + 66: Die Verschwundenen von Arkona / Kometenjäger

1.

Lech Treboner hantierte an den Kontrollen seines Gleiters und drückte die Maschine schräg nach unten. Er fixierte den Höhenmesser, der in den unteren Teil des Grünbereichs absank. Über der Anzeige stand deutlich lesbar: Stratoflug beendet.

Treboner flog eines der neuen Gleitermodelle, die an ihrer delphinähnlichen Schnauze zu erkennen waren und farblich so abgestimmt waren, dass man sie leicht für fliegende Fische halten konnte. Das Bugoberteil mit der durchsichtigen Rundumscheibe, die sich bis zum Innenboden hinabzog und dem Piloten freien Blick nach allen Seiten gewährte, schimmerte aufgrund des blendfreien Überzugs metallic dunkelblau und hob sich gegen den weißen Reflexionsanstrich der Unterseite mit einer Deutlichkeit ab, wie man sie nur von Haien her kannte. Die weiße Unterseite bildete einen Hitzeschild für den Fall, dass der Gleiter mit ausgefallenem Schutzschirm notlanden musste.

Treboner musterte versonnen die Anzeigen, die ihm mehrere Dutzend Werte gleichzeitig hereingaben. Er betrachtete sie sorgfältig, stellte fest, dass es keine Abweichungen zu den Normalwerten gab, und lehnte sich zufrieden in dem behaglich gepolsterten Kontursessel zurück. Das stete Blinken des Automaten, der ihm empfahl, endlich auf Computersteuerung umzuschalten, beachtete er nicht.

Der Stratosphärengleiter der Arracis-Klasse vom Typ SSFV-RT 73/1C neigte seine Schnauze nach unten, der Oberfläche Europas entgegen. Undeutlich im Dunst sah der Pilot unter sich die Küste von Nord- und Ostsee, der er mit leicht verminderter Geschwindigkeit entgegenfiel.

"Mach 2 unterschritten", teilte ihm die unpersönliche Stimme des Computers mit. Noch immer blinkte das Licht vorwurfsvoll, doch Treboner ließ sich nicht beirren. Er griff um, nahm den Steuerknüppel in die Linke, mit dem er Höhen- und Seitenruder lenkte, und tastete mit fliegenden Fingern eine Anweisung in den Programmierer, der rechts neben seinem Sessel in Höhe des Oberschenkels angebracht war.

"Zielerfassung und Landung wird manuell durchgeführt", teilte er dem Computer mit, der ohne Zeitverlust ein Bestätigungszeichen auf den kleinen Monitor in der Mitte der Konsole projizierte.

Der Gleiter trug auf seinen Stummelflügeln und den Seitenrudern das Emblem der LFT, es war also ein Regierungsgleiter. Treboner gehörte zu jenem Stab von Piloten, die von der Verwaltung Europas zu Kontrollflügen überall auf dem Kontinent eingesetzt wurden. Sie hatten die Aufgabe, über Raumhäfen den Luftraum zu kontrollieren und auf nicht gemeldete Flugkörper zu achten. Der Fachausdruck lautete Luftaufklärer, aber der Volksmund nannte Männer wie Treboner allgemein Regensucher und spielte damit auf die Unsinnigkeit solcher Flüge an, die in neunzig Prozent aller Fälle nur Energieverschwendung waren, ohne dass ein Erfolg verbucht werden konnte. Sie dienten jedoch der Schaffung von Arbeitsplätzen.

Lech Treboner war ein solcher Regensucher. Vor zwei Monaten hatte er von seiner obersten Dienststelle in Prag den Auftrag erhalten, den täglichen Dienst an der nördlichen Seeküste aufzunehmen, also Nord- und Ostsee und einen Teil der Küste gegen England hin, wo seit der Rückkehr der Erde an ihren angestammten Platz zahlreiche Wasserkraftwerke entstanden waren, die aus den Gezeiten des Meeres Strom gewannen und den modernen technischen Möglichkeiten Hohn sprachen. Aber im Unterschied zu anderen Arten der Energiegewinnung über Plasma oder Materiewandler bildeten Wasserkraft und Sonnenenergie im neuen Programm der LFT einen wichtigen Punkt, kostensparend zu arbeiten, und die Ausgaben der Weltregierung, die sowieso in utopischen Regionen angesiedelt waren, so niedrig wie möglich zu halten.

Treboner tat diesen Dienst, obwohl er langweilig war und ihm nichts brachte. Er wusste aber, dass die Verwaltung dafür sorgen würde, dass er nicht ewig hierblieb. Nach ein paar Monaten war ein anderer dran.

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