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Resonanzraum von Krippgans, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.03.2016
  • Verlag: TWENTYSIX
eBook (ePUB)
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Resonanzraum

Wissen Sie wo Ihre Gedanken, Gefühle und das Erlebte gespeichert werden? Sie glaube das alles wird im Gehirn gespeichert? Sind Sie sich sicher? Jean-Luc Eikel, der jung Computer Wissenschaftler, macht eine bahnbrechende Entdeckung bei seinen Versuchen mit Zellkulturen die eigentlich für Bio Computer bestimmt sind. Er kann die Verbindung zu der Gedankenwelt anderer Menschen herstellen. Doch er macht einen Fehler. Die Information, dass die Zellkulturen Verbindung zu Gedanken anderer Menschen herstellen kann, gelangt in die Hände geheimdienstlicher Institutionen. Diese haben höchstes Interesse an dieser Technologie und den Zellkulturen. Auch religiöse Gruppierungen sind ihm auf den Fersen. Wer gewinnt das Rennen vom schwäbischen Stuttgart um die halbe Welt? Welche Auswirkung hat die Entdeckung für die Zukunft und in der Zukunft? Jean-Luc wird gejagt. Es gibt allerdings nur einen Weg dieses Wissen für die Menschheit zu retten. In Stuttgart geboren, hat er nach seiner Ausbildung zum Flugzeugmechaniker und dem nachfolgenden Abitur, Produktionstechnik in Ulm studiert und als Dipl. Ing. abgeschlossen. Zu seiner beruflichen Tätigkeit gehören Vorträge auf Konferenzen und Events in den USA, Japan und Europa. Zurzeit arbeitet er bei einem der großen Aerospace Unternehmen als Marketing Manager. In seiner Freizeit spielt er in einer Rock Band als Gitarrist, komponiert Stücke und schreibt Texte. Thomas Krippgans lebt in Ulm, ist verheiratet und hat drei Söhne. E-Mail: Resonanzraum_Thriller@t-online.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 348
    Erscheinungsdatum: 21.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740718039
    Verlag: TWENTYSIX
    Größe: 570kBytes
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Resonanzraum

Blau

Jean-Luc hasste es, immer wieder zu einer Samstags- und Sonntagsschicht im Labor eingeteilt zu werden. Aber was sollte er machen? Die Schichtzulage brauchte er dringend, um überhaupt über die Runden zu kommen. Jobs wie diesen gab es nicht viele. Seine Ausbildung als Bio-Informatiker war zwar als zukunftsträchtige Ausbildung angepriesen worden, es muss aber auch Unternehmen geben, die jemanden wie ihn beschäftigten und bezahlten wollen.

Er hatte sich während seines Studiums vorgestellt, durch seine Ausbildung später ein ordentliches Auskommen zu haben. Sein Abschluss war nicht gerade der beste. Mit einer 2,4 und dem Jahr, das er länger benötigt hatte, konnte er froh sein, da zu sitzen, wo er jetzt war: bei BioComp als Laborant.

Das zusätzliche Studienjahr bezeichnete er als Vertiefungsstudium. In Wahrheit hatte er sich während dieser Zeit intensiv mit dem Hacken von Computern und Servern so mancher Regierung und Sicherheitsorganen beschäftigt. Er hatte in dieser Zeit einen ziemlich hohen Level und ein paar spektakuläre Erfolge erlangt; unter anderem hatte er den Server des Europäischen Sicherheitsservices gehackt. Einmal drin, hatte er seine ihm unangenehmen Daten gelöscht und durch unauffällige ersetzt. Obendrein hatte er auf der Startseite ein kleines Video, das betrunkene Regierungschefs und Politiker zeigte, hinterlassen.

Er hat in dieser Zeit nichts zerstört oder kaputtgemacht, er wollte nur zeigen, dass es die absolute Sicherheit in der vernetzten Welt nicht gab und nicht geben wird.

BioComp war ein führendes Hightech Unternehmen in der aufkeimenden Bio-Computer-Industrie und vom Mutterkonzern FortyTwo mit seinem exzentrischen Vorsitzenden und Inhaber Tobias David finanziell gut ausgestattet. Trotzdem waren kommerziell verwertbare Lösungen erst langfristig in Sicht. Was den großen Vorsitzenden, in Insiderkreisen Grövo genannt, immer wieder zu lautstarken Wutanfällen veranlasste.

Grövo war die Abkürzung für Größter Vorsitzender aller Zeiten.

BioComp war das heiß geliebte Hobby von Grövo , aber gleichzeitig der Teil seiner Unternehmungen, welcher sich nicht mit radikalen und fanatischen, aber meist auch äußert kreativem Marketing, in einen warmen Geldregen verwandeln ließ. Sonst schaffte er es gewöhnlich immer wieder, ein ursprünglich tot geglaubtes Thema in den Markt zu puschen und damit einen Hype zu erzeugen.

Doch das war Jean-Luc heute egal. Ihn erwartete eine öde Schicht und damit ein langweiliges Wochenende. Protokollieren, Werte ablesen, dokumentieren und sicherstellen, dass alle gerade laufenden Prozesse um Gotteswillen nicht gestört wurden. Also ein großer Haufen eintöniger Routinearbeit.

Er hatte jedoch vorgesorgt und wenigstens für ein bisschen Abwechslung seinen Personal-Desktop, kurz PD, ins Labor geschmuggelt, um seine Online-Aktivitäten fortsetzen zu können. Heute war das Schneiden und Re-Sampeln seiner neuesten musikalischen Werke dran. Das erforderte etwas Rechenzeit, und das konnte sehr gut geschehen, während er die Protokolle und Dokumentation durcharbeiten musste.

Musik komponieren und in eine elektronische Form bringen war neben dem Hacken von Servern seine zweite Leidenschaft, die in letzter Zeit etwas in den Hintergrund gerückt war. Mit seiner Musik hatte er bereits ein paar Achtungserfolge. So war einer seiner Songs in den Download-Statistiken unter die ersten hundert gekommen; natürlich bei der Download-Statistik für kostenlose Musik - aber immerhin. Er war in der Szene kein vollkommen Unbekannter mehr. Klar, er hätte den Server auch hacken und seine Musik in eine vordere Position bringen können, doch das erschien ihm wie Selbstbetrug. Er wollte wirkliches und ehrliches Feedback der Hörer.

Die zwei Werke, die er gerade in der Mache hatte, würden gewiss eine bessere Position erreichen. Da war er sich sicher. Er hatte einige der kritisch

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