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Ruht das Licht von Stiefvater, Maggie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.07.2014
  • Verlag: script 5
eBook (ePUB)
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Ruht das Licht

Die Fortsetzung des Welterfolgs 'Nach dem Sommer' endlich als preisgünstiges eBook! Maggie Stiefvaters Bestseller 'Ruht das Licht' erzählt die hinreißende Liebesgeschichte von Sam und Grace weiter - romantisch, vielschichtig und ungemein fesselnd. Sam hat den Wolf in sich besiegt und ist zu Grace zurückgekehrt. Doch nun ist sie es, die nachts die Stimmen der Wölfe hört und weiß: Sie rufen nach ihr. Sam ahnt, dass sie der Aufforderung eines Tages folgen wird ... Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Die Wolfsgestalt ist seine Zuflucht, denn Cole wünscht sich nur eines: vergessen. Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, schwebt das Rudel in größter Gefahr. 'Ruht das Licht' ist der zweite Band einer Trilogie. Der Titel des ersten Bandes lautet 'Nach dem Sommer'. Mit ihrem Bestseller 'Nach dem Sommer' schafft Maggie Stiefvater ein großartiges Liebespaar, das weltweit Millionen Leser begeistert hat. Mehr Infos zu Buch und Autorin unter: www.maggiestiefvater.de

Maggie Stiefvater, geboren 1981, hatte glücklicherweise immer Schwierigkeiten, ihren Hang zu Tagträumereien und Selbstgesprächen mit ihren Jobs zu vereinbaren. Anstatt also als Kellnerin, Kalligraphielehrerin oder technische Redakteurin zu arbeiten, versuchte sie es mit der Kunst. Heute lebt die New York Times-Bestsellerautorin in den Bergen Virginias, ist verheiratet, hütet zwei kleine Kinder sowie zwei neurotische Hunde und hofiert eine verrückte Katze.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 21.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732001811
    Verlag: script 5
    Serie: Mercy Falls Bd.2
    Größe: 1051 kBytes
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Ruht das Licht

K APITEL 1

S AM

M ercy Falls, Minnesota, sah vollkommen anders aus, wenn man wusste, dass man für den Rest seines Lebens ein Mensch sein würde. Vorher hatte dieser Ort für mich nur in der Hitze des Sommers existiert, mit seinen Gehwegen aus Beton, den Blättern, die sich der Sonne entgegenstreckten, und über allem der Geruch nach warmem Asphalt und Lastwagenabgasen.

Doch nun, als sich an den kahlen Zweigen rare Knospen zeigten, wusste ich, dass ich hierhergehörte.

Die Monate, seit mein Wolfspelz verschwunden war, hatte ich damit verbracht zu lernen, wieder ein ganz normaler Junge zu sein. Ich arbeitete wieder im Crooked Shelf , umgeben von neuen Wörtern und dem Rascheln von Buchseiten. Meinen geerbten Geländewagen voller Gerüche, die mich an Beck und mein altes Leben mit den Wölfen erinnerten, hatte ich gegen einen VW Golf eingetauscht, gerade groß genug für mich und Grace und meine Gitarre. Ich versuchte, nicht jedes Mal zusammenzuzucken, wenn sich irgendwo eine Tür öffnete und ein kalter Luftzug hereindrang. Ich versuchte, mir bewusst zu machen, dass ich nicht mehr allein war. Nachts, wenn Grace und ich uns in ihr Zimmer geschlichen hatten, schmiegte ich mich an sie und atmete den Geruch meines neuen Lebens ein, bis mein Herz im Gleichklang mit ihrem schlug.

Und wenn der Wind das schwermütige Heulen der Wölfe zu uns herübertrug und mir die Brust eng wurde, tröstete mich der Gedanke an ein ganz normales Leben. Ich freute mich auf die vielen Weihnachtsfeste mit diesem Mädchen in meinem Arm und darauf, alt zu werden in dieser Haut, die mir noch so fremd war. Ich hatte alles. Dessen war ich mir bewusst.

Gift of time in me enclosed

the future suddenly exposed

Ich hatte mir angewöhnt, meine Gitarre mit in den Buchladen zu nehmen. Das Geschäft lief nicht gut und so vergingen Stunden, ohne dass jemand hörte, wie ich den Bücherregalen an den Wänden meine Lieder vorsang. Das kleine Notizbuch, das Grace mir gekauft hatte, füllte sich nach und nach mit Worten. Jedes neue Datum, das ich an den Kopf einer Seite schreiben konnte, war wie ein Triumph über den schwindenden Winter.

Heute war ein Tag wie schon viele andere zuvor: nasse, morgendlich leere Straßen, die auf die ersten Kunden warteten. Ich sah überrascht auf, als, nicht lange nachdem ich den Laden geöffnet hatte, die Tür aufging und jemand hereinkam. Ich lehnte meine Gitarre hinter meinem Hocker an die Wand.

"Hi, Sam", sagte Isabel. Es war seltsam, sie allein zu sehen, ohne dass Grace dabei war, und noch seltsamer, sie hier im Buchladen zu sehen, in der Behaglichkeit meiner Höhle aus Taschenbüchern. Der Tod ihres Bruders im letzten Winter hatte ihre Stimme härter, ihren Blick kälter werden lassen seit damals, als ich ihr zum ersten Mal begegnet war. Sie sah mich an – ein kritischer, blasierter Blick, unter dem ich mir naiv wie ein Kind vorkam.

"Wie läuft's?", fragte sie, setzte sich auf einen leeren Hocker neben mir und schlug die langen Beine übereinander. Grace hätte ihre zwischen die Stuhlbeine geklemmt. Isabel entdeckte meinen Teebecher und nahm einen Schluck, dann stieß sie einen tiefen Seufzer aus.

Ich betrachtete meinen enteigneten Tee. "Wie immer. Neue Frisur?"

Ihre perfekten blonden Locken waren einem rabiaten Kurzhaarschnitt gewichen, der sie wunderschön und gebrochen aussehen ließ.

Isabel hob eine Augenbraue. "Ich hätte nicht gedacht, dass du ein Freund des Small Talks bist, Sam", sagte sie.

"Bin ich auch nicht", erwiderte ich und schob meinen Teebecher nun endgültig zu ihr rü

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