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Saban - Schattenkrieger Schattenkrieger von Luna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.11.2008
  • Verlag: Club der Sinne
eBook (ePUB)
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Saban - Schattenkrieger

Moya, die katzenhafte Kämpferin, und Saban, der Schattenkrieger, liefern sich ein unerbittliches Duell. Während sie immer wieder ihre Kräfte in Karate und Kung Fu maßen, mischte sich neben Rivalität und Feindschaft noch etwas anderes in ihre ungewöhnliche Beziehung... Doch Moya verbirgt ein schreckliches Geheimnis, das jedes sanftere Gefühl zwischen ihnen zerstören könnte...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 17
    Erscheinungsdatum: 01.11.2008
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955270889
    Verlag: Club der Sinne
    Größe: 966 kBytes
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Saban - Schattenkrieger

Ich stehe ganz oben auf den bröckeligen Zinnen der alten Burgruine, unter mir der Abgrund, ich höre meinen eigenen, rasenden Pulsschlag, ich weiß, er ist hier, irgendwo hier und ich weiß, er ist gekommen, um mich zu holen.
Ich schaue mich um, kontrolliert, versuche, die aufsteigende Panik herunterzuschlucken, mein schwarzer Mantel weht hinter mir auf, der Himmel hängt bedrohlich und stürmisch über mir, ich kann ihn nicht entdecken, aber ich spüre seine Gegenwart ganz deutlich, ein eiskalter Hauch in meinem Nacken...
Dieser erbarmungslose und äußerst mächtige asiatische Krieger ist gekommen, um mich zu holen, er will Rache und ich fühle deutlich, dieses Mal gibt es kein Entkommen!
Meine Hand legt sich um den kalten Stahl meines Samurai-Schwertes, unter mir erstreckt sich die weitläufige Parkanlage, dahinter die Stadt im grauen Dunst, mein Körper spannt sich wie eine einzige Sehne, ein einziger Wille, ich springe, wirble durch die Luft, falle in astronomischem Tempo der Erde entgegen, ich drehe mich, wie ich es gelernt habe und lande, fast sanft, auf meinen Füßen, federe mich kniend abs wie ein Katze. Ich habe neun Leben, ich bin Moya, die schwarze Kriegerin. Ich sauge Luft in meine Lunge und richte mich dabei auf, ich renne los, pfeilschnell, schneller als der Blitz stürme ich los, wenn es noch eine Möglichkeit hier raus gibt dann diese, ich renne, renne um mein Leben, durch den Park, hinein in das Wirrwarr der Stadt, um ihn abzuhängen...
Nicht umdrehen, nur laufen, wenn ich mich umdrehe, bin ich verloren, plötzlich höre ich ein Geräusch, er ist da, irgendwo hinter mir, wahrscheinlich steht er auf dem Felsen, sieht mich rennen, erwägt die Mittel, plötzlich zerschneidet etwas neben mir die Luft, ein Wurfstern schießt links an mir vorbei ins Leere, da, der zweite, von rechts, knapp an meiner Schulter vorbei.
Ein heißer Schmerz fräst sich in mein rechtes Bein, ein Stück oberhalb der Ferse, ich schreie auf wie ein verwundetes Tier, ich falle, richte mich wieder auf, taumle weiter, der Wurfstern war vergiftet, mir wird schwindelig, ich kann nicht mehr flüchten, das Gift lähmt mich, ich drehe mich um, sehe ihn auf diesem Felsen stehen, wie er mich beobachtet, seine Beute, erlegt, bewegungsunfähig.
Wild und gefährlich steht er da, auf dem Felsen, sein schwarzes Haar weht im Wind. Ich sehe, wie er springt und auf mich zu rennt.
„Verloren! Verloren!!!" echot es in meinem Kopf, mir schwinden die Sinne, ich falle ins Bodenlose, schreie voller Verzweiflung seinen Namen „Saban! Saban! Was tust du nur?" und sinke zu Boden.
Im letzten Moment ist er da und reißt mich hoch! Er sieht mich durchdringend an, sein Atem geht stoßweise, beruhigt sich langsam, er sagt: „Jetzt kannst du dich nicht mehr wehren, ich werde dich mitnehmen, du entkommst mir nicht mehr!" Er hebt mich auf, trägt mich zu einer schwarzen Limousine, die am Rande des Parks auf einer großen Straße wartet.
„Gut geplant!", denke ich noch, keine Chance mehr zu entrinnen, während sich alles dreht, mein Herz klopft wild. Er ist der Einzige, der mir je ebenbürtig war, der Einzige, vor dem ich mich je fürchtete, der Einzige, den ich je respektierte und jetzt ruht mein Kopf an seinem Hals und mit letzter Kraft küsse ich leicht diesen braunen, schönen Hals und versinke in Dunkelheit.

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