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Sardev - Der Schatten des Friedens Fantasy-Roman von Perry Rhodan-Chefredakteur Klaus N. Frick von Frick, Klaus N. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.05.2015
  • Verlag: In Farbe und Bunt Verlag
eBook (ePUB)
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Sardev - Der Schatten des Friedens

Sein Name ist Sardev Örhun: ein Bandit und Räuber, der Führer einer Bande von Desperados, die sich Befreiungskrieger nennen. Seit vielen Jahren kämpfen er und seine Gefährten für die Freiheit ihres Heimatlandes Patloren. Jetzt naht die große Stunde: Die Besatzungstruppen aus dem fernen Eskoh ziehen nach Norden ab, aus dem Süden nähert sich die Befreiungsarmee des sogenannten Allvölkeraufstands. Im Chaos des ausgeplünderten Landes zwischen den marschierenden Armeen streiten sich heimatlose Söldner, großmäulige 'Freiheitskämpfer' und streunende Banditen um Macht und Beute. Dazwischen: Sardev Örhun. Auf der Suche nach einer Zukunft für sich. Auf der Suche nach seiner letzten Rache. Auf der Suche nach einem Ziel fürs Leben. Klaus N. Frick - der Mann hinter Perry Rhodan Geboren im Dezember 1963 in Freudenstadt im Schwarzwald, wo er auch zur Schule ging, sein Abitur ablegte und bei der örtlichen Tageszeitung arbeitete. Seit den 1980er Jahren als Schreiber tätig - als Freiberufler für Tageszeitungen und Wochenblätter, ab Ende der 1980er Jahre in einer Agentur für Öffentlichkeitsarbeit in Tübingen. Seit 1992 Redakteur für die 'Perry Rhodan'-Serie in Rastatt, seit 1999 Chefredakteur für alle 'Perry Rhodan'-Produkte. Klaus N. Frick wohnt in Karlsruhe. Gelegentlich veröffentlicht er Artikel, Geschichten und Erzählungen. Zuletzt erhielt er für seine Kurzgeschichte 'Im Käfig' den Kurd-Lasswitz-Preis für die beste Science-Fiction-Kurzgeschichte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 110
    Erscheinungsdatum: 15.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783941864498
    Verlag: In Farbe und Bunt Verlag
    Größe: 1086 kBytes
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Sardev - Der Schatten des Friedens

1.

Der Tag roch nach Unwetter und Tod, Sardev spürte es geradezu. Aus zusammengekniffenen Augen musterte er die kargen Hänge, die Ansammlungen von Geröll und lockerer Erde, ein Haufen von Dreck, den Riesen irgendwann auf das Land geschleudert haben mochten. Sand knirschte auf seinen Zähnen, wenn er die Kiefer bewegte, und Staub prasselte bei jedem Windstoß gegen das Gesicht und verfing sich in den Stoppeln auf Wangen und Hals.

Der böige Wind, der unaufhörlich vom Inneren Meer herangetrieben wurde, blies dunkle Wolken über den Himmel, aufgeblähte, monströse Gebilde, die sich zu Gebirgen auftürmten, als ob sie die Welt überrollen wollten. Gewitter lag in der Luft, eine Spannung, die Sardev in den Knochen spürte und die sein Pferd unter ihm zum Tanzen brachte. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis es regnete und die Hügel und Täler sich verwandeln würden. Die Luft war warm und schwül und brachte keine Erleichterung. Wie eine dicke Daunendecke drückte sie auf das ausgedörrte Land im Randbereich des Kalkgebirges.

Die gedrückte Wetterlage entsprach der Stimmung Sardevs. Unter dem düsteren Himmel schienen die Geister unzähliger Toter an ihm vorbeizuziehen, klagende Gestalten, die ihm flehend geöffnete Hände entgegenstreckten, als wollten sie noch im Tod um ihr Leben bitten. Schloss er die Augen, spürte er die Ströme von Blut, sah er hingerichtete Männer, erschlagene Frauen und weinende Kinder, kostete den Geschmack von Hass auf seiner Zunge und roch den Gestank brennender Häuser und Menschen.

Eine Stimme drang in seine Gedanken. "Hoffentlich regnet es bald, dann können wir diese Hunde endlich abhängen." Es klang aufgeregt, von jugendlichem Eifer erfüllt. "Den Tod für sie, und die Beute für uns."

Sardev schüttelte die quälenden Gedanken ab und drehte sich zur Seite. Sattelzeug knirschte, das Schwert an der Seite rasselte in der Halterung. "Den Tod werden sie uns bringen, wenn wir nicht zu einer List greifen", sagte er, und jedes Wort hörte sich in seinen Ohren an, als würge er es durch Sand aus der Kehle. "Sie sind zu viele, und unsere Pferde sind erschöpft."

Der andere war ein junger Mann, keine zwanzig Jahre alt, das Gesicht zu einer Grimasse verzogen, die es um Jahre altern ließ und die bereits vorhandenen scharfen Kanten noch verhärtete. Wie Sardev und die anderen zwei jungen Männer kauerte er auf einem müden, verdreckten Pferd und starrte mit fiebrigen Augen auf den gegenüberliegenden Rand der Senke. Die Kleidung der vier Männer wirkte schäbig und zerrissen, ebenso ihre Ausrüstung. Das Einzige, was an dem Jungen intakt und gepflegt aussah, waren das Schwert an seiner Seite und die kurze Lanze, die er quer über dem Rücken trug.

Vor ihnen tauchten andere Reiter auf, gut zwei Dutzend. Uniformen und Rüstungsteile glitzerten auf einmal in der Sonne, Staub wirbelte hinter ihnen in die Luft, zitterte in den Böen und wurde rasch verweht. Als die Reiter die Gruppe erblickten, trieben sie ihre Pferde an, gaben ihnen die Sporen und jagten mit heiseren Schreien die Senke hinunter.

Sardev spuckte auf den Boden. Der Speichel verschwand im heißen Staub, als habe es ihn nie gegeben.

"Den Regen brauchen wir kaum", sagte er trocken, "denn es gibt bessere Methoden, eskohische Hunde im Kalkgebirge abzuhängen." Noch einmal musterte er seine Begleiter, bevor er den Rotfuchs herumriss. "Kommt mit!", rief er ihnen zu und trieb sein Pferd zu schnellem Galopp an. "Folgt mir, und bleibt in meiner Spur."

Zwischen zwei Dornenbuschreihen hindurch ging es, er trieb sein Pferd quer über den Hang. Kleine Steine wirbelten in die Senke hinunter, ein unaufhörliches Prasseln und Knacken. Sardev ritt um einen wuchtigen Vorsprung aus Stein, der aussah, als hätte hier der Kopf eines Riesen seinen Platz für die Ewigkeit gefunden, und dann öffnete sich vor ihm eine kleine Seitenschlucht im zerklüfteten Fels, gerade breit genug, dass zwei Reiter nebeneinander durchpassten

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