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Schattenhimmel Roman von Roberts, Nora (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.08.2020
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Schattenhimmel

Eine neue Ära bricht an
Die erste Schlacht ist bereits geschlagen, doch der große Kampf um Gut und Böse steht noch bevor: Fallon führt ihre Armee nach Washington D.C., um die schwarze Magie aus der Welt zu verbannen. Sie ist die Auserwählte, die nach der Apokalypse die Welt wiederaufbauen und ihre Bewohner vereinen soll. Aber die junge Frau wird auch von ihren eigenen Verwandten bedroht, die sie und ihre Familie vernichten wollen. Ihre große Mission fällt Fallon jedoch mittlerweile leichter als die Deutung ihrer Gefühle für Duncan, dessen Schicksal unvermeidlich mit ihrem verwoben ist.

Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren. Ihren ersten Roman veröffentlichte sie 1981. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von über 500 Millionen Exemplaren. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.
Unter dem Namen J. D. Robb veröffentlicht Nora Roberts seit Jahren ebenso erfolgreich Kriminalromane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 592
    Erscheinungsdatum: 10.08.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641224998
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 42260
    Originaltitel: The Rise of Magicks (Chronicles of The One, Book 3)
    Größe: 1717 kBytes
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Schattenhimmel

Kapitel 1

Ein Sturm wütete. Er toste um sie herum mit wildem, windgepeitschtem Regen, knisternden Blitzschlägen, brüllendem Donnerrollen. Eine Zornesflut, die es zu unterdrücken galt, tobte in ihr, das wusste sie.

Sie würde heute Nacht den Tod bringen, mit ihrem Schwert, mit ihrer Kraft, mit ihren Befehlen. Jeder vergossene Tropfen Blut würde an ihren Händen kleben - dies war die Last der Führung, die es zu akzeptieren galt.

Dabei war sie noch keine zwanzig Jahre alt.

Fallon Swift berührte die Manschette an ihrem Handgelenk. Sie hatte sie geschnitzt aus einem Baum, den sie in einem Wutanfall vernichtet hatte, um sich immer daran zu erinnern, nie wieder etwas aus Zorn zu zerstören.

Darauf stand: Solas don Saol.

Licht für Leben.

Sie würde heute Nacht den Tod bringen, dachte sie noch einmal, doch sie würde dadurch anderen helfen zu leben.

Durch den Sturm betrachtete sie das Anwesen. Mallick, ihr Lehrer, hatte sie an ihrem vierzehnten Geburtstag zu einem ähnlichen gebracht. Doch während jenes verlassen gewesen war, lediglich der Gestank schwarzer Magie, die verkohlten Überreste der Toten und die ersterbenden Schreie der Gefolterten dort übrig geblieben waren, befanden sich in diesem hier mehr als sechshundert Menschen - zweihundertachtzig Mann Personal und dreihundertzweiunddreißig Gefangene.

Siebenundvierzig dieser Gefangenen waren ihren Informationen zufolge noch keine zwölf Jahre alt.

Sie hatte jeden Quadratzentimeter dieses Sammellagers - jedes Zimmer, jeden Korridor, jede Kamera, die komplette Alarmanlage - in ihrem Kopf. Sie hatte genaue Karten angefertigt und die Rettung monatelang geplant.

In den drei Jahren, seit sie begonnen hatte, ihre Armee aufzubauen und sie und ihre Familie ihr Zuhause verlassen hatten, um nach New Hope zu gehen, würde dies der größte Rettungsversuch ihrer Truppe sein.

Falls sie scheiterte ...

Eine Hand legte sich auf ihre Schulter und beruhigte sie wie schon so oft. Sie wandte den Kopf und blickte ihren Vater an.

»Wir haben es im Griff«, sagte Simon zu ihr.

Sie seufzte. »Die Überwachungskameras verzaubern«, murmelte sie und übermittelte die Worte von Geist zu Geist an die Elfen, damit sie die Order weitergaben.

Diejenigen, die an den Bildschirmen saßen, würden nun nur mehr die Bäume, den Regen, den sumpfigen Boden sehen.

»Setzt die Alarmanlagen außer Kraft.«

Der Sturm tobte, während sie und andere Hexen den Zauber gewissenhaft ausführten.

Als das Alles-Klar durch die Reihen ging, ignorierte sie den stechenden Schmerz und gab den Befehl. »Bogenschützen, los.«

Die Wachen auf den Türmen mussten rasch und geräuschlos ausgeschaltet werden. Sie spürte, wie Tonia, die Anführerin der Bogenschützen, Freundin, Blut von ihrem Blut, einen Pfeil an die Sehne legte und schoss.

Mit einem konzentrierten Blick aus grauen Augen beobachtete sie, wie in den vier Türmen an den Ecken der Gefängnismauern Männer getroffen zu Boden gingen.

Sie rückte vor, deaktivierte mithilfe magischer Kraft die Elektrotore. Auf ihr Zeichen hin strömten Truppen durch die Öffnung, Elfen erklommen die Wände und Zäune, Gestaltwandler kämpften sich mit Zähnen und Klauen voran, Feen glitten auf lautlosen Schwingen vor.

Perfektes Timing, dachte sie, gedanklich mit Flynn, dem Elfenkommandeur, und Tonia sprechend. Sie würden die drei Türen gleichzeitig durchbrechen, und jeder Teamleiter würde seinen Truppen deren Aufgaben zuweisen - Zerstörung der Kommunikationskanäle, Ausschaltung der Sicherheitsanlagen, Übernahme des Waffenarsenals, Sicherung des Labors. Und vor allem ging es um den Schutz aller Gefangenen.

Nach einem letzten Blick auf ihren Vater, dem sie vollkommen vertraute und dessen Gesicht voller Mut und Entschlossenheit war, gab sie den Befehl.

Sie zog ihr Schwert, sprengte die Schlösser der Haupttüren, stürmte hin

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