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Schattenkrieger Roman von Cobley, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.01.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Schattenkrieger

Die großartige Fortsetzung von 'Schattengötter' und der abschließende Band in Michael Cobleys faszinierender Fantasy-Saga: Der große Krieg um das Schicksal des Reichs Khatrimantine ist entbrannt - die Rebellenarmee marschiert gegen die kriegerischen Horden der Mogaun ... Michael Cobley, geboren 1951 in Leichester, studierte Ingenieurswissenschaften an der Universität von Strathclyde. Als Herausgeber verschiedener Magazine und durch seine Kurzgeschichten machte er sich schnell einen Namen in der Fantasy-Literatur. 'Schattenkönige', sein erster Roman, war in Großbritannien auf Anhieb ein riesiger Erfolg. Cobley lebt und arbeitet in Glasgow.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 560
    Erscheinungsdatum: 14.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641138004
    Verlag: Heyne
    Größe: 1273 kBytes
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Schattenkrieger

PROLOG

Der Keim der Dunkelheit ruht im Boden,
Genährt durch Regen und Schmerz,
Und gefesselt durch die Ketten der geblendeten
Nacht.

USHALD DRUSARIK, DER KAISER DES ZWIELICHTS,
1. AKT, II. SZENE

Der von hohen Mauern umgebene Rasen im Hof der Kaiserlichen Akademie von Sejeend war von den Frühlingsblüten der vier Spiralblattbäume übersät, die dort standen. Ein Schwarm Grünschwingen ließ sich zwitschernd von der warmen Brise treiben, die über das Kloster hinwegzog und die blaugelben Blüten aufwirbelte. In der Ostmauer des Hauptgebäudes, im Schutz der Kreuzgänge, öffnete sich eine Tür, und ein Mann trat heraus. Die braune Lederhaube, unter die er sein hellbraunes Haar zurückgeschoben hatte, sowie der knöchellange, schwarze Umhang wiesen ihn als Schreiber der Akademie aus. Er bedachte die fröhlichen Grünschwingen mit einem verächtlichen Blick aus kalten, grauen Augen, die in einem ausgemergelten Gesicht saßen. Der Schreiber schloss die Tür hinter sich, wandte sich um und schritt über den blütenbedeckten Rasen. Er lächelte freudlos, als er den Kronfalken sah, der den Grünschwingen gnadenlos hinterherjagte.

Vor den beiden schweren, schmiedeeisernen Flügeln des Ostportals hielten vier Maskierte Wache, die mit Schilden und Streitkolben bewaffnet waren. Ihre Waffenröcke und die Bronzemasken zierte das Wappen der Kaiserlichen Akademie, ein Buch und eine Krone. Dasselbe Emblem befand sich auf dem Siegel, das der Schreiber deutlich sichtbar an einer Kette um den Hals trug. Die mürrischen Wachposten musterten es eingehend, bevor sie ihn passieren ließen. Der Schreiber kochte zwar innerlich vor Wut, sagte jedoch nichts, als er an ihnen vorbei zu der steinernen Treppe eilte, die den Hang des bewaldeten Hügels hinabführte, auf dem die Akademie errichtet worden war.

Die Treppe endete an einer hohen Steinmauer, in die eine schwere Holztür eingelassen war. Tagsüber war sie unverschlossen. Die uralten Angeln quietschten, als er einen Türflügel aufzog und auf eine gepflasterte Chaussee hinaustrat. Über die Straße wälzte sich ein stetiger Strom von Karren und Fußgängern, und gelegentlich ratterte eine Kutsche vorbei. Der Schreiber verzog keine Miene, während er die Straße zügig überquerte und eine ebenfalls recht belebte Brücke betrat, die eine tiefe, bewaldete Schlucht überspannte. An ihrem Ende bog ein Schotterweg von der Chaussee ab, der in die Schlucht hineinführte und ihrem Verlauf nach Norden bis nach Sejeend folgte. Der Mann blieb kurz stehen, sah sich misstrauisch um und eilte dann weiter den Pfad entlang.

Das unablässige Rauschen des Kala erfüllte die baumbestandene Schlucht und mischte sich in das Zwitschern der Vögel und das Murmeln von Stimmen. Zahlreiche Gäste saßen an den Tischen der kleinen Schänken und Tavernen, die sich an den steilen Hängen der Schlucht drängten. Kinder rannten hinter ihren Haustieren her oder spielten Fangen, während Kulesti-Spieler von Tisch zu Tisch gingen. Der Schreiber wich ihnen aus, so gut er konnte, während er seinen Weg nach Norden fortsetzte.

Der Kala hatte vor vielen Jahrhunderten diesen Eingang zu der Schlucht ausgewaschen, der nun einen scharfen Einschnitt in die fünfzig Meter hohe Felswand bildete, welche die Stadt Sejeend überragte. Früher einmal war dieser Zugang von einer befestigten Mauer versperrt gewesen, die noch aus der Epoche vor dem Khatrimantinischen Reich stammte. Ihre Ruinen waren noch an den beiden Seiten des Einschnitts zu sehen, gewaltige Steinquader, die fast gänzlich von der wuchernden Vegetation be

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