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Secrets - Ich lebe Roman von Anastasiu, Heather (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.11.2016
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Secrets - Ich lebe

Rasant, fesselnd und unglaublich cool: Ally Condie meets X-Men. Zoe ist endlich frei. Sie ist der Gemeinschaft - in der die Menschen kontrolliert und ihre Gefühle systematisch unterdrückt werden - knapp entkommen. Nun versteckt sie sich in einem Camp, wo sie mit anderen Rebellen ihre übernatürlichen Kräfte trainiert und sich auf den Kampf vorbereitet. Doch Zoe hat große Schwierigkeiten, die Kontrolle über ihre Gabe zu erlangen. Gleichzeitig wird die Lage der Rebellen immer bedrohlicher, denn ihre Widersacher sind stets einen Schritt voraus. Als sich im Camp fatale Zwischenfälle häufen, beschleicht Zoe ein unheimlicher Verdacht: Lauert die allergrößte Bedrohung vielleicht bereits mitten unter ihnen? Heather Anastasiu ist in Texas aufgewachsen und lebt heute mit ihrer Familie in Minneapolis. Die passionierte Leserin liebt nichts so sehr wie Bücher, abgesehen von ihren zahlreichen Tattoos und ihren pinken Haaren. Die dystopische Trilogie Secrets ist ihre erste selbstverfasste Romanserie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 21.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641157487
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Secrets
    Originaltitel: Override
    Größe: 876 kBytes
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Secrets - Ich lebe

1. KAPITEL

Mein Herz pochte mir bis in die Ohren. Das unbekannte Geräusch, durch die Wand gedämpft, war gerade laut genug, dass ich es über meinen flachen, panikerfüllten Atemzügen noch wahrnehmen konnte. Ich setzte mich in meinem Hochbett auf und hielt einen Moment inne, um zu lauschen, bevor ich vorsichtig über die Leiter nach unten kletterte. Meine bloßen Füße berührten den kalten Boden. Ich hatte kaum Platz zum Stehen, war eingezwängt zwischen dem Laufband, das man aus der Wand klappen konnte, sowie der Dusche und der Toilette, die sich am Fußende meines Betts befanden.

Ich bewegte mich lautlos. Lediglich zwei Leute dort draußen im Labor waren eingeweiht, dass ich mich direkt hinter einer der Wände verbarg, und ich konnte nur hoffen, dass nicht ausgerechnet heute der Tag war, an dem es auch die übrigen herausfanden. Mein Leben hing davon ab. Der Widerstand hatte die winzige Kammer mit viel Mühe aus sämtlichen Plänen entfernt. Offiziell existierte dieser Raum nicht, genau wie ich selbst.

Ich blieb stehen, mein Ohr nur Zentimeter von der Wand entfernt. In den drei Monaten, in denen ich mich nun schon in diesem engen Raum versteckte, waren mir sämtliche Geräusche vertraut geworden. Ich hatte mich nicht nur an sie gewöhnt, sie zu identifizieren war auch eine Sache des Überlebens. Ich stand still da, konzentrierte mich erneut auf das rhythmische Klick-Klick-Klick .

Ich lehnte meine Stirn gegen die Wand, stieß den Atem aus, den ich unwillkürlich angehalten hatte. Es war doch bloß ein ganz gewöhnliches Geräusch, eine normale Veränderung im perfekt regulierten Luftsystem. Ich hätte es wissen müssen. Dieses Labor war einer der wenigen Orte, die über solch ein ausgeklügeltes Luftfiltersystem verfügten, wie ich es brauchte, um überleben zu können. Es arbeitete präzise wie ein Uhrwerk. Ohne diese Filterung würde mich beinahe jedes Allergen auf der Oberwelt fast sofort umbringen.

Ich schloss die Augen, und mein Herzschlag verlangsamte sich. Es war bemerkenswert, wie schnell ich zwischen Alarmbereitschaft und kompletter Entspannung umschalten konnte. Auch eine Frage der Gewohnheit.

Ich kletterte langsam wieder nach oben in mein Bett. Diese Kammer mochte zwar mein sicherer Schutzhafen sein, aber manchmal kam sie mir eher wie ein Gefängnis vor. Das Bett war zu kurz, um sich ganz auszustrecken, und die Decke zu niedrig, um sich richtig aufzusetzen. Die Enge war erdrückend. Manchmal, wenn ich die Wände anstarrte, schienen sie plötzlich näher zu kommen, so als schließe sich der Raum Zentimeter für Zentimeter enger um mich.

Tagsüber schlief ich, so lange ich nur konnte, aber dennoch dehnten sich die Stunden endlos vor mir. Vor Kurzem hatte ich damit begonnen, die Tage in handlichere Halbstundenabschnitte zu unterteilen, um mich nicht mehr so sehr von der öden und schmerzlichen Monotonie überwältigen zu lassen: Dann zeichnete ich, joggte auf dem Laufband, faltete meine Kleidungsstücke auseinander und wieder zusammen, lief in dem schmalen Bereich auf und ab, zählte sämtliche Gegenstände im Raum, studierte die Geschichtstexte, die die Rebellen mir überlassen hatten - Texte über das, was tatsächlich geschehen war, nicht die Lügen, die wir in der Gemeinschaft gelernt hatten. Und ich übte, ewig und immer wieder.

In den frühen Morgenstunden verbrachte ich unzählige Halbstundenabschnitte damit, auf den kühlen Deckenstreifen über mir zu starren und zu beobachten, wie die dünne Schnur, die aus dem Luftschacht hing, sich in der allergenfreien Luft hin und her bewegte. Es machte mich wahnsinnig, hier zu sitzen und zu wissen, dass Adrien und die anderen vom Widerstand gegen die Kanzlerin und die Gemeinschaft kämpften, während ich in diesem winzigen Raum wie in einem Käfig steckte. Ich war es so leid, die hilflose Gefangene zu sein. Ich wollte dort draußen bei ihnen sein.

Ich schloss die Augen und schluckte.

Am allermeisten aber wollte ich das Gefühl haben, w

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