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Shadowdwellers - Trace Trace von Frank, Jacquelyn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.03.2012
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
8,99 €
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Shadowdwellers - Trace

Der Krieger Trace lebt in der Schattenwelt, verborgen vor den Augen der Menschen. Doch als er bei einem Schwertkampf mit einem Auftragsmörder tödlich verwundet wird, ist es eine Menschenfrau, die ihn rettet. Ashla Townsend verfügt über besondere Heilkräfte und ist durch einen Unfall in die Schattenwelt gelangt. Wider besseren Wissens fühlt sich Trace zu der sinnlichen und mutigen Ashla hingezogen. Doch kann ein Bewohner der Schattenwelt eine Menschenfrau lieben? Da wird erneut ein Anschlag auf Traces Leben verübt. Trace muss den Schuldigen finden, bevor auch Ashla in Gefahr gerät. Jacquelyn Frank wurde in New York geboren und lebt heute in North Carolina. Zu ihren Lieblingsautorinnen gehören Christine Feehan, J. R. Ward, Kresley Cole und Sherrilyn Kenyon.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 08.03.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783802587450
    Verlag: LYX
    Originaltitel: Ecstasy
    Größe: 771 kBytes
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Shadowdwellers - Trace

1

Ashla stand zitternd in den dunklen Straßen des Times Square.

Sie hatte sich schon beinahe an das fehlende Licht gewöhnt, und sogar an die gespenstische Stille in einer Stadt, die stets von Lärm erfüllt gewesen war, doch woran sie sich nicht gewöhnen konnte, war, dass es überhaupt keine Menschen gab.

Wie lange war sie schon in dieser surrealen, postapokalyptischen Version von New York? Eine Woche? Oder drei? Sie hatte den Überblick verloren. Eine der bevölkerungsreichsten Städte Amerikas, und sie war noch keiner Menschenseele begegnet.

Ashla hatte nur noch eine vage Vorstellung davon, wann das alles angefangen hatte und wie und warum die Welt sich in eine so bizarre und öde Landschaft verwandelt hatte, doch sie erinnerte sich noch daran, dass ihre erste Reaktion nackte Panik gewesen war. Sie wusste noch genau, wie sie überallhin gerannt war, wo eigentlich Kollegen, Freunde oder auch Verwandte sein sollten.

Queens. Die Bronx. Östliches Long Island. Und schließlich Manhattan.

Doch da war niemand.

Oh, alles funktionierte. Die U-Bahn. Autos. Maschinen. Alles war so, als würden die normalen Bewohner jeden Augenblick zurückkommen und weitermachen wie vorher. Nur dass ein paar Dinge fehlten. Es gab keinen Fernsehempfang. Glühbirnen, Neonlichter und überhaupt jede Art von Beleuchtung funktionierte nicht. Das hatte sie am Anfang wirklich verrückt gemacht. Das fehlende Licht hatte die großen Plätze in der Stadt irgendwie klaustrophobisch und lähmend wirken lassen. Das war Gott sei Dank besser geworden, nachdem ihre Augen sich überraschend schnell an die völlige Dunkelheit gewöhnt hatten. Sie hatte sich sogar daran gewöhnt, dass immer Nacht war und dass es nie Tag wurde, wie es eigentlich sollte.

Alles war jedenfalls besser geworden, als sie aufhörte, nach Gründen dafür zu suchen, warum es wohl keine Sonne gab.

Noch so eine seltsame Sache war das mit dem Essen. Das Essen war immer frisch zubereitet, füllte sich irgendwie von selbst auf, so als würden unsichtbare Angestellte noch immer ihren täglichen Pflichten nachgehen. Sie sah nie, wie es passierte, es passierte einfach.

Sie war zu dem Schluss gekommen, dass es am besten war, wenn sie nicht zu viel Zeit damit verbrachte, darüber nachzudenken. Sie bekam keine Antworten, und sie erschreckte sich damit nur selbst zu Tode. Sie fand keine Erklärung für diese und für viele andere unnormale Dinge, und sie war das panische Herzrasen leid, das sie jedes Mal überfiel, wenn sie über ihre düstere Umgebung nachdachte. Stattdessen lernte sie, manche Dinge zu genießen ... wie Essen, das sie noch nie probiert hatte, oder sich in Häuser in Chinatown zu schleichen, einfach um zu sehen, wie anders sie waren.

Ein Licht gab es allerdings. Das Mondlicht. Es war das Einzige, was Erleichterung in diese dunkle Welt brachte. Der zunehmende Mond, der immer größer wurde, verströmte immer mehr wunderbar blasses Licht auf die Welt um sie herum. Ashla machten nicht einmal die unheimlichen Schatten etwas aus, die in langen schwarzen und grauen Streifen auf die Erde fielen. Sie wusste ja schon, dass niemand sich darin versteckte.

Ihre Wirklichkeit blieb vollkommen menschenleer, so wie es schon den größten Teil des Monats gewesen war. Oder waren es zwei Monate? Oder noch mehr? Selbst die Zeit schien aufgegeben zu haben in dieser leblosen Ödnis, die keinen Sinn ergab. Und sie selbst hatte anscheinend ebenfalls aufgegeben und sich schließlich gelöst von der überwältigenden Trauer über geliebte Menschen, die sie verloren hatte, und sogar ihre wütende Verzweiflung über eine plötzlich sinnlos gewordene Welt überwunden. Jetzt streifte sie einfach durch New York und das restliche Dreiländereck und versuchte sich ein bisschen die Zeit zu vertreiben.

Bis zu diesem Zeitpunkt war ihr nicht bewusst gewesen, wie elementar wichtig die Gegenwart von anderen Menschen für das Wohlergehen war.

Eine Weile

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