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Sinclair Academy - 05 Das Grauen von Oxford von Black, David (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.10.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Sinclair Academy - 05

Auf dem Campus des Cathedral College in Oxford herrscht pures Grauen: Riesenhafte Tentakeln schießen aus dem Erdboden und reißen eine Studentin in den Abgrund. Als Miss Julia den Trainees von dem Vorfall berichtet, ist vor allem Staysy schockiert. Schließlich hat sie jahrelang selbst am Cathedral College studiert. Gemeinsam mit Jack, Hassan und Sachiko will sie herausfinden, was in der schrecklichen Nacht wirklich passiert ist. Sie hofft dabei auf die Hilfe ihres ehemaligen Professors. Doch der scheint wie ausgewechselt. Und um die Wahrheit zu vertuschen, würde er sogar seine frühere Lieblingsstudentin Staysy einem schrecklichen Monster opfern ... SINCLAIR ACADEMY - DIE NEUEN GEISTERJÄGER führt die Abenteuer von 'Geisterjäger John Sinclair' in die nächste Generation fort. Wer an der SINCLAIR ACADEMY aufgenommen wird, hat bereits schmerzhafte Erfahrungen mit dem Übernatürlichen gemacht. Jack und seine Mitstreiter Staysy, Hassan und Sachiko müssen sich im Kampf gegen Geister und Dämonen als Team bewähren und die Menschheit vor dem Grauen beschützen, das im Dunkeln lauert. Denn: Das Böse ist überall. 'Erinnern Sie sich an die Spukgeschichten aus Ihrer Kindheit? Über Geister, Vampire und Dämonen? All diese Geschichten sind wahr. Es stimmt vielleicht nicht jedes Wort, aber viel mehr als die meisten Leute glauben.' - John Sinclair - Die Serie SINCLAIR ACADEMY erscheint monatlich als E-Book und als inszeniertes Hörbuch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 110
    Erscheinungsdatum: 14.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732529230
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 3063 kBytes
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Sinclair Academy - 05

Kapitel 1

Der Boden unter Professor Steels Füßen bebte. Dem alten Dekan fiel beinahe der Stift aus der Hand. Im ersten Moment dachte er, die Bauleitung würde schon wieder Arbeiten am College vornehmen. Das wäre nichts Ungewöhnliches, schließlich musste an diesem alten Gemäuer ständig etwas saniert werden. Doch ein Blick auf die Wanduhr ließ ihn zweifeln: Es war bereits kurz vor zehn Uhr abends und er war mittlerweile der letzte Besucher in dem riesigen Lesesaal.

Putz bröselte von der Decke und feine Steinchen fielen auf seine Notizen. Sein Stuhl begann zu wackeln. Er musste die Bibliothek schnellstens verlassen.

Als sich der Achtzigjährige mit Mühe aufrichtete, bebte der Boden plötzlich heftiger, als würden sich die Erdplatten unter ihm verschieben. Beinahe wäre der Professor gefallen, doch er konnte sich gerade noch an seinem Schreibtisch festklammern.

Durch seine arthritisgeplagten Finger schossen Schmerzen. Steel biss sich auf die Zähne, stellte sich aufrecht hin und blickte durch den opulenten Lesesaal.

"Hallo?", rief er. Niemand antwortete. Nur ein Buch fiel aus den oberen Reihen eines Regals und krachte auf den Boden.

Professor Steel versuchte, die aufkommende Panik zu unterdrücken. Wer ohne Kopf handelt, macht Fehler. Das hatte er früh in seinem Leben gelernt. Steel schritt durch die Bibliothek, stützte sich an Bücherregalen und an Tischen ab und gelangte endlich zu einer stählernen Wendeltreppe. Er musste diese Treppe in seinem Leben unzählige Male auf und ab gegangen sein, aber noch nie mit solch einer Dringlichkeit.

Er stieg die Stufen hinab, rutschte fast sofort ab und konnte sich gerade noch fangen - wiederholte Erschütterungen ließen die Wendeltreppe schwanken, und durch seine künstliche Hüfte fiel es ihm schwer, die Stufen sicher hinunterzuschreiten. Er krallte sich am Geländer fest, während er hörte, wie schwere Bücher aus den Regalen flogen und auf den Bibliotheksboden klatschten.

Endlich erreichte er mit schmerzenden Beinen das Ende der Treppe und den Ausgang der Bibliothek. Der kräftigste Erdstoß von allen holte ihn beinahe von den Füßen.

Das ist kein Erdbeben, begriff er. Es war das Ungeheuer. Es würde aus den Tiefen der Erde aufsteigen und sich etwas zu Fressen nehmen, ganz so, wie das Monstrum es angedroht hatte.

Er hatte tatsächlich geglaubt, dieser Tag würde nie kommen. Töricht .

Einige der Studenten rannten aus dem nahe gelegenen Wohnheim und riefen dem Professor fragend etwas zu. Doch Steel gab keine Antwort. Unbeirrt schritt er auf den Innenhof des Campus zu.

Goethes Gedicht vom Zauberlehrling kam ihm in den Sinn: Die ich rief, die Geister ...

Als Professor Steel die grüne Wiese des Innenhofes betrat, strömte ihm ein eisiger Hauch entgegen, den er nur zu gut kannte. Seine Nackenhaare stellten sich auf.

Der Boden öffnete sich vor seinen Augen. Die Erdplatten verschoben sich und die große Wiese in der Mitte des Campus brach auf. Etwas wollte aus dem Untergrund nach oben gelangen. Aargon.

Der Boden unter den Füßen des Professors schwankte. Steel fuchtelte mit den Händen in der Luft umher und suchte nach Halt. Die Kraft schwand aus seinen Füßen, er stürzte und prallte mit beiden Knien auf den harten Asphalt. Er hielt sich die Beine und fluchte.

Der Boden klaffte auf, ein tiefer Schlund offenbarte sich. Tiefe Schwärze kroch daraus hervor.

Dicht neben dem Erdspalt stand eine Studentin aus seinem Kurs. Michelle, ein schüchternes, intelligentes Mädchen. Sie umklammerte ihre Bücher, ihre kleinen Augen starrten ungläubig durch die großen Brillengläser.

"Michelle", rief der Professor. "Um Himmels willen, gehen Sie da weg!"

Das Mädchen bewegte sich kein Stück. Sie stand vor dem Abgrund wie festgewachsen.

"Michelle!"

Im selben Moment schoss ein riesiger, graublauer Fangarm aus der dunklen Erdspalte. Das glitschige Din

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