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Spinnenfieber Elemental Assassin 4 von Estep, Jennifer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.06.2015
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
11,99 €
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Spinnenfieber

Gin kennt sich mit Messern besser aus als mit Gefühlen. Dass nun ausgerechnet sie bei Geschäfttsmann Owen Grayson Schmetterlinge im Bauch hat wie ein pubertierender Teenager, hätte sie sich nie träumen lassen. Aber es ist eben nichts heißer als ein Mann, der sie so nimmt, wie sie ist - inklusive ihrer Vergangenheit, die immerhin dazu geführt hat, dass sie ziemlich mächtige Feinde hat. Und die haben es mal wieder auf Gin abgesehen. Nur haben sie diesmal eine Killerin angeheuert, die Gin das Wasser reichen kann. Jennifer Estep ist SPIEGEL-Bestsellerautorin und lebt in Tennessee. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab. Bei Piper erscheinen ihre Young-Adult-Serien um die "Mythos Academy", "Mythos Academy Colorado" und "Black Blade" sowie die Urban-Fantasy-Reihen "Elemental Assassin" und "Bigtime".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 08.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492969413
    Verlag: Piper
    Größe: 480 kBytes
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Spinnenfieber

1

"Wirst du diesen Kerl jetzt umbringen? Oder wollen wir die ganze Nacht hier herumsitzen?"

"Geduld, Finn", murmelte ich. "Wir sitzen erst seit einer Stunde im Auto."

"Die längste Stunde meines Lebens", seufzte er.

Ich sah mit hochgezogenen Augenbrauen zu Finnegan Lane, meinem Komplizen für den Abend. Eigentlich für die meisten Abende. Es war kurz nach zehn Uhr, ein paar Tage vor Weihnachten, und wir saßen auf den dunklen Sitzen von Finns schwarzem Cadillac Escalade. Er hatte den Wagen vor einer Stunde in einer abgelegenen Gasse geparkt, die uns einen guten Ausblick über die Docks am Aneirin ermöglichte. Seitdem saßen wir hier - und Finn meckerte nonstop.

Er rutschte auf seinem Sitz herum, während ich ihn musterte. Der Wollstoff seines dicken Mantels betonte seine breiten Schultern, auch wenn eine schwarze Wollmütze die walnussfarbenen Haare verbarg. Seine Augen zeigten selbst im Halbdunkel ein leuchtendes Grün, und es gelang den Schatten nicht, die Attraktivität seines kantigen Gesichts zu verhüllen.

Die meisten Frauen wären froh gewesen, so nah bei Finnegan Lane zu sein. Dank seines strahlenden Lächelns und seines natürlichen Charmes hätte er die meisten von ihnen bereits auf dem Rücksitz gehabt, mit aufgeknöpfter Bluse und gespreizten Beinen, während die Fenster des Autos beschlugen und der Wagen rhythmisch wackelte.

Nur gut, dass ich nicht die meisten Frauen war.

"Komm schon, Gin", jammerte Finn wieder. "Zieh los, ramm ein paar von deinen Messern in den Kerl und hinterlass Mab deine Rune, damit wir hier verschwinden können."

Ich starrte durch die Windschutzscheibe. Auf der anderen Seite der Straße fuhr der Kerl, den Finn meinte, im Licht einer Straßenlaterne damit fort, hölzerne Kisten von dem kleinen Schleppkahn abzuladen, mit dem er vor ungefähr einer Dreiviertelstunde ans Dock gefahren war. Selbst aus der Entfernung konnte ich hören, wie die verwitterten Holzbohlen unter dem Gewicht ächzten, während der Fluss unter ihnen hindurchfloss.

Der Mann war ein Zwerg - klein, untersetzt, breit gebaut, stark - und trug schwarze Kleidung, die fast der entsprach, die Finn und ich auch anhatten. Jeans, Stiefel, Pulli, Jacke. Die Art von anonymem Outfit, das man anlegte, wenn man in der Nacht herumschleichen wollte, besonders in der rauen Gegend von Southtown. Und ganz sicher dann, wenn man verhindern wollte, dass jemand anderes mitbekam, was man so trieb. Oder wenn man vorhatte, jemanden umzubringen, wie es bei mir heute Nacht der Fall war. Das galt eigentlich für die meisten Nächte.

Ich rieb mit dem Daumen über den Knauf des Steinsilber-Messers, das ich in der rechten Hand hielt. Das Metall glänzte im spärlichen Licht des Wageninneren nur schwach. Das kühle Gewicht der Waffe übte wie immer eine beruhigende Wirkung auf mich aus. Der Griff berührte leicht die Spinnenrunen-Narbe in meiner Handfläche.

Es wäre nur zu leicht gewesen, Finns Gequengel nachzugeben, aus dem Auto zu gleiten, die Straße zu überqueren, mich hinter den Zwerg zu schleichen, ihm die Kehle durchzuschneiden und seine Leiche vom Dock in den kalten Fluss darunter zu werfen. Wahrscheinlich würde ich mir nicht mal die Kleidung mit Blut besudeln, wenn ich den richtigen Winkel erwischte.

Denn das war es, was Profikiller taten. Das war es, was ich tat. Ich. Gin Blanco. Die Auftragsmörderin, die als "Die Spinne" bekannt war, eine der besten in meiner Branche.

Doch ich stieg nicht aus dem Wagen, wie Finn es wollte. Stattdessen seufzte ich. "Er scheint kaum die Mühe wert zu sein. Er ist ein Lakai, genau wie alle anderen, die ich in den letzten zwei Wochen getötet habe. Mab wird für seinen Job jemand anderen angeheuert haben, noch bevor sie seinen Leichnam aus dem Fluss ziehen."

"Hey, du warst diejenige, die beschlossen hat, Mab Monroe den Krieg zu erklären", stellte Finn klar. "Korrigier mich, wenn ich falschliege, aber ich hatte das Gefühl, dass du s

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