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Spinnenfunke Elemental Assassin 12 von Estep, Jennifer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.07.2019
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
11,99 €
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Spinnenfunke

Gin Blancos Erzfeindin, die Feuer-Elementarmagierin Mab Monroe, wurde schon vor langer Zeit besiegt. Trotzdem versucht immer wieder jemand, Gin zu töten. Und als eine neue Feindin mit dem mysteriösen Namen M. M. Monroe in Ashland auftaucht, ist Gin nicht das einzige Ziel der listigen, grausamen Killerin: Auch Gins Freunde werden immer wieder - scheinbar zufällig - in Unfälle verwickelt. Gin weiß, dass mehr dahinter steckt und M. M. Monroe versucht, die sprichwörtliche Schlinge mit jedem "Unglück" enger zuzuziehen. Wird Gin mehr brauchen als nur ihre mächtige Eis- und Steinmagie, um M. M. Monroes Mordplänen zu entkommen? Jennifer Estep ist SPIEGEL-Bestsellerautorin und lebt in Tennessee. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab. Bei Piper erscheinen ihre Young-Adult-Serien um die "Mythos Academy", "Mythos Academy Colorado" und "Black Blade" sowie die Urban-Fantasy-Reihen "Elemental Assassin" und "Bigtime".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 02.07.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492993869
    Verlag: Piper Verlag
    Serie: Piper Taschenbuch 28152
    Originaltitel: Black Widow
    Größe: 2839 kBytes
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Spinnenfunke

1

Es war pure Folter.

Die eigene Todfeindin dabei zu beobachten, wie sie alles bekam, was sie wollte, war die reinste Folter, ganz einfach.

Madeline Magda Monroe stand neben einem hölzernen Podium, die Hände vor ihrem starken, schlanken Körper verschränkt und eine ernste, nachdenkliche Miene auf ihrem schönen Gesicht. Neben ihr stand ein Beamter der Stadt mit grauem Schnurrbart in einem braun karierten Jackett und redete und redete und redete über all die guten Dinge, die ihre Mutter in Ashland bewirkt hatte.

Bitte. Das einzig Gute, was Mab in ihrem ganzen Leben getan hatte, war zu sterben. Wobei ich ihr nur zu gern behilflich gewesen war.

Andererseits taten das Profikiller nun einmal - und ich war die Beste, die Spinne.

Madelines scharlachrote Lippen verzogen sich zu einem leichten Lächeln, sodass für einen Moment ihre leuchtend weißen Zähne aufblitzten, als fände sie die Worte des Redners genauso ironisch wie ich. Sie wusste genau, was für ein sadistisches Miststück ihre Mutter gewesen war, besonders, da sie aus genau demselben, blutbesudelten Holz geschnitzt war.

Trotzdem musste selbst ich zugeben, dass Madeline eine engelsgleiche Figur abgab, wie sie da so ruhig und gelassen in ihrem weißen Hosenanzug stand, als genieße sie es tatsächlich, dem Gerede über Mabs angebliche wohltätige Werke zuzuhören. Es war zwölf Uhr mittags und die gleißende Sonne ließ die kupferfarbenen Strähnen in Madelines kastanienbraunem Haar aufleuchten, sodass es aussah, als beständen ihre fließenden Locken aus aneinandergebundenen Kohlestücken, die jeden Moment in Flammen aufgehen konnten. Doch Madeline besaß nicht die berühmte Feuermagie ihrer Frau Mama. Sie besaß etwas viel Selteneres und viel Gefährlicheres: Säuremagie.

Madeline verlagerte ihr Gewicht in ihren weißen Stilettos, was dafür sorgte, dass die Sonne den Steinsilber-Anhänger an ihrem Hals aufleuchten ließ - eine Krone mit einem flammenförmigen Smaragd in ihrer Mitte. Ein Ring an ihrer rechten Hand zeigte dasselbe Design. Madelines persönliche Rune, das Symbol für rohe, zerstörerische Macht, die auf gespenstische Art an die Rubin-Sonne erinnerte, die Mab getragen hatte, bevor ich das Schmuckstück vernichtet hatte - genau wie sie selbst.

Allein der Anblick von Madelines Rune sorgte dafür, dass ich die Hände zu Fäusten ballte und die Fingernägel in die Narben auf meinen Handflächen bohrte - ein kleiner Kreis umgeben von acht dünnen Strahlen. Eine Spinnenrune, das Symbol für Geduld.

Mab hatte mir diese Narben vor Jahren verpasst, als sie meinen Spinnenrunen-Anhänger in meine Handfläche eingeschmolzen und mich so für immer gezeichnet hatte. Ich fragte mich nur, wie viele Narben ihre Tochter meiner Kollektion hinzufügen würde, bevor unsere Familienfehde endlich ein Ende fand.

"Ich würde sagen, sie sieht so zufrieden aus wie eine Katze, die einen Kanarienvogel gefressen hat ... aber wir wissen beide, dass sie nur ihre Säuremagie einsetzen würde, um das arme Wesen zu vernichten." Die kultivierte Stimme, die diese Worte formulierte, ließ die Aussage irgendwie noch bissiger klingen.

Ich sah nach links, zu dem Mann, der an dem Ahornbaum lehnte, in dessen Schatten wir beide standen, die Schultern entspannt, die Hände in den Hosentaschen, die langen Beine an den Knöcheln verschränkt. Sein Haar war von einem dunklen Walnussbraun, das fast mit dem Stamm verschmolz, doch in seinen grünen Augen glitzerte Erheiterung, sodass ich sie trotz der Schatten, die über sein Gesicht huschten, genau erkennen konnte. Sein aschgrauer Fiona-Fine-Anzug betonte perfekt seine muskulöse Gestalt und verlieh ihm eine lässige Eleganz, die in vollkommenem Kontrast zu meiner angespannten, wachsamen Haltung stand.

Andererseits wirkte Finnegan Lane, mein Ziehbruder, immer so cool wie ein Eisbecher, egal, ob er nur durch den Park schlenderte, gerade als Investmentbanker Geschäfte abschlo

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