text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Star Trek: Die Erste Direktive Roman von Reeves-Stevens, Judith (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.02.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
4,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Star Trek: Die Erste Direktive

Hat Kirk den Planeten Talin IV vernichtet?
Die Erste Direktive, das Prinzip der Nichteinmischung in die Entwicklung fremder Welten, wurde verletzt, der Planet Talin IV verging im nuklearen Feuer. Die Enterprise wurde dabei fast vollständig zerstört. Verantwortlich dafür ist kein geringerer als Captain James T. Kirk. Zusammen mit seinen vier Brückenoffizieren wird er aus den Diensten der Flotte entlassen und muss sich als Gelegenheitsarbeiter durchschlagen. Dabei treibt ihn nur ein Wunsch: Ins Talin-System zurückzukehren und den wahren Ursachen der Katastrophe auf die Spur zu kommen. Als Chefingenieur Scott auf dem Wrack der Enterprise eine Entdeckung macht, wirft das alle bisherigen Schuldzuweisungen über den Haufen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 25.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641114909
    Verlag: Heyne
    Größe: 870kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Star Trek: Die Erste Direktive

Kapitel 1

Menschen, dachte Glissa, als sie den unverkennbaren Geruch wahrnahm. Man kann weder mit noch ohne sie leben, aber eins steht fest: Man kann sie riechen.

Die kleine tellaritische Schichtleiterin wandte den Blick vom Bildschirmdiagramm ab, kniff die tief in den Höhlen liegenden schwarzen Augen zusammen und spähte in die Ferne. Um sie herum summte es in der dünnen Luft, die den ausgehöhlten Asteroiden vom Typ S füllte: der Pulsschlag von Maschinen und Arbeitern, die hier eine Welt schufen, ein neues Heim für Tausende. Glissa gab sich gern entsprechenden Vorstellungen hin und fand großen Gefallen an ihrer Tätigkeit. Deshalb bereitete ihr der unerwartete Geruch von Menschen Unbehagen. Sie fürchtete, dass die angenehme Aufregung stumpfsinniger Schufterei wich, wenn Terraner kamen.

Die Tellaritin rümpfte ihre breite, schnauzenartige Nase, als sie schnüffelte und sich bemühte, der Witterung zusätzliche Informationen zu entnehmen. Der dichte Dunst auf ihrer Heimatwelt lichtete sich fast nie und begünstigte eine Evolution, die keinen großen Wert auf gutes Sehvermögen legte. Als erwachsenes Exemplar ihrer Spezies hatte Glissa längst die Fähigkeit verloren, jenseits einer Distanz von zwei Metern Details zu erkennen. Dafür konnte sie besser hören als selbst die meisten Vulkanier. Und sie war imstande, durch die Luft übertragene Aromen und Pheromone mit einer Genauigkeit zu analysieren, die der Präzision eines Tricorders kaum nachstand.

Die Nase bestätigte Glissas Befürchtungen: Der Geruch stammte tatsächlich von diesen schrecklichen Allesfresser-Menschen, von Terranern, die vermutlich zur zweiten Schicht gehörten. Zwar zeigten ihr die Augen nur ein verschwommenes Bild, aber sie bemerkte den gelben Sicherheitsstrang zwischen den schemenhaften Gestalten. Er führte an den ebenfalls gelben Warnmarkierungen vorbei, die auf Überlappungen der künstlichen Schwerkraftfelder hinwiesen. Durch Rotation erzeugte, zentripetale Pseudo-Schwerkraft hätte das Arbeiten im Innern des Asteroiden sicher erleichtert, doch es waren noch nicht alle Stützgerüste montiert, und die Ingenieure wollten zusätzliche Belastungen für die aus Felsgestein bestehende "Hülle" vermeiden. Aus diesem Grund hatte man auf der Oberfläche Gravitationsgeneratoren installiert, die im Innern sowohl Bereiche erhöhter Schwerkraft als auch Null-G-Zonen schufen. Dadurch entstehen sicher genug Belastungen für die Stabilität der Hülle, dachte Glissa.

Sie seufzte, und in ihrer Kehle erklang dabei ein heiserer, gutturaler Laut, wie der Auftakt zu einigen besonders erfrischenden Beschimpfungen. Aber hinter diesem Seufzen verbarg sich keine derartige Freude. Glissa hatte gar nicht gemerkt, dass die erste Schicht bereits zu Ende gegangen war – und die Pfeiler für das Süßwasserbecken fehlten nach wie vor. Sie hatten noch nicht einmal auf der Plattform des großen Frachttransporters am Rand der Baustelle Substanz gewonnen. Wenn wir auch weiterhin so sehr hinter dem Zeitplan bleiben ... Glissa stellte sich vor, die Arbeitsperiode um einen zusätzlichen Zehntag zu verlängern, bevor sie endlich Gelegenheit bekam, sich im Gemeinschaftsbad der Freizeit-Station zu suhlen. Schlimmer noch: Der Geruch deutete darauf hin, dass sie den nächsten Zehntag in Gesellschaft von Menschen verbringen musste.

Es gab keinen konkreten Anlass für Glissas Abneigung Terranern gegenüber, aber da sie nicht zu Mirachts Botschafter-Stämmen gehörte, fühlte sie sich in der Nähe von Menschen alles andere als wohl. Immerhin konnten die Bewohner des Planeten Erde nicht zwischen altehrwürdigen, konstruktiven Bele

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen