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SteamPunk 6: Die Lazarus Verschwörung von Bordoli, Ladina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.04.2016
  • Verlag: Fabylon Verlag
eBook (ePUB)
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SteamPunk 6: Die Lazarus Verschwörung

Großbritannien, Ende 19. Jahrhundert. Der bedeutende 'Lazarus-Moment', eine besondere Mondfinsternis, steht bevor. Alle 18 Jahre kann ein Todkranker während dieses Ereignisses geheilt werden. Doch immer nur einem einzigen Todgeweihten wird die Erlösung zuteil - dem Sieger eines mörderischen Dampfmaschinen-Wagenrennens, bei dem nicht nur die beste Maschine, sondern auch der Verstand durch Lösung von Rätseln und Bewältigung tödlicher Gefahren gefordert ist. Bisher hat die adlige Oberschicht auf skrupellose Weise für ihren Sieg gesorgt und plant auch diesmal eine Verschwörung gegen alle Konkurrenten. Doch im Geheimen ist ein Kind mit einer besonderen Seele geboren worden, das durch seine Wiederkehr als mystischer König dazu ausersehen ist, Großbritannien vor dem drohenden Krieg zu bewahren. Aber das Neugeborene ist von einer tödlichen Krankheit gezeichnet. Nur die Energie des Lazarus-Momentes kann es retten - und damit auch Großbritannien. Dafür braucht es ein besonderes Team ... und eine wandelbare Maschine namens Chimaira!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 13.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783943570489
    Verlag: Fabylon Verlag
    Serie: SteamPunk Bd.6
    Größe: 703 kBytes
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SteamPunk 6: Die Lazarus Verschwörung

Kapitel 2

Der Höllenhund

"Ist er nicht wundervoll?", platzte Bonny heraus, als sie ihren Gästen das Frühstück servierte. Verträumt strich sie mit ihren spröden Fingern über das abgewetzte Holz.

"Eine Tafelrunde", stellte Alaric fest und begutachtete den neuen Holztisch im Essraum. Offensichtlich schien Bonny an ihren neuen Dauergästen gut zu verdienen, denn es war keine Woche seit dem Bezug ihrer Quartiere in dem Bordell vergangen, da hatte die Hausherrin diesen runden Tisch erstanden. Sie wollte der Gesellschaft rund um Sam wohl eine besondere Freude machen. Während Alaric der neue Tisch ins Schwärmen versetzte und ihn dazu animierte, sich als Teil einer Heldensaga zu fühlen, formte sich in Daisys Gedanken das erste Misstrauen.

"Woher weiß sie von Artus?", fragte sie Sam und nahm einen herzhaften Bissen von ihrem Brot. Mit vollem Magen ließ es sich weit besser überlegen. Daisy schätzte die Tatsache sehr, dass ihr neuer Orden immer zuerst frühstückte, bevor man sich an die Arbeit machte.

Sam versuchte gar nicht erst abzustreiten, dass Bonny mit dem runden Tisch Artus' Tafelrunde darstellen wollte. "Sie kennt das Kind", antwortete er geradeheraus und nahm einen Schluck Kaffee.

"Wie, sie kennt das Kind? ", fragte Ben erstaunt. "Ich dachte, dessen Existenz würde geheim gehalten? Aus strategischen Gründen jedenfalls wäre es das, was ich jedem in unserer Situation empfehlen würde. Wir müssen unsere Teilnahme am Lazarus-Rennen so lange wie möglich verborgen halten, damit wir die Stärken und Schwächen der Konkurrenten in Erfahrung bringen können. Es ist ein Wettbewerbsvorteil. Im Circus Maximus gewannen oft jene Teilnehmer, die man vollkommen unterschätzt hatte, weil man entweder nicht wusste, dass sie antreten würden, oder weil man ihre besonderen Talente, oder die Finessen ihres Streitwagens nicht kannte. Sie hingegen waren sehr genau über die Achillessehnen ihrer Gegner informiert. Das ist auch die Strategie, die ich uns wärmstens empfehle: Verborgen bleiben . Wenn das nicht mehr geht: tiefstapeln und im Schatten bleiben. Sobald wir aufgeflogen sind, müssen wir unsere Gegner täuschen und dafür sorgen, dass sie annehmen, wir hätten weder die Mittel noch den Verstand, dieses Rennen zu gewinnen!"

Er nahm einen Apfel und biss nachdenklich hinein. Ben Briggenshaw war voll in seinem Element. Sein Hirn lief auf Hochtouren. Wie er sich so in der Welt antiker Spiele und ihrer Strategien verlor, merkte er nicht, dass seine Frage ins Schwarze getroffen hatte. Die übrigen Verschworenen waren plötzlich still und blickten Sam um eine Erklärung bittend an. Wie immer war es Daisy, die aussprach, was alle anderen dachten.

"Sam, Ben hat vollkommen recht. Bonny könnte unsere Unternehmung mit Tratscherei in Gefahr bringen! Und natürlich wird sie uns, wenn auch nicht beabsichtigt, verraten. Erzähl mir nicht, eine wie sie wäre verschwiegen wie ein Grab."

Der Priester legte das Messer nieder und machte eine beruhigende Geste. "Ich stimme euch beiden zu und die von Ben angedeutete Strategie genießt meine volle Unterstützung. Ich denke sogar, dass wir nur dann eine Chance haben, das Rennen zu gewinnen, wenn wir das Überraschungsmoment auf unserer Seite haben. Die Tatsache, dass man sich erst am Startplatz für das Rennen anmelden muss, ist für uns daher ein großer Vorteil. Wir müssen, wenn wir es geschickt anstellen, nicht vor Rennbeginn in Erscheinung treten, und bleiben für unsere Gegner somit unbekannt. Sie für uns jedoch auch, sollten wir uns nicht bald bemühen, mehr über sie in Erfahrung zu bringen. Einige der Teilnehmer sind vermutlich nicht zum ersten Mal dabei und haben uns gegenüber klare Vorteile. Ganz klar sind das diejenigen mit Macht und Geld. Sollten sie uns als ernst zu nehmenden Gegner einstufen, haben wir bereits verloren. Wir können ihre Erfahrung und ihr Wissen niemals einholen. Dazu reicht die

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