text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Sternenschatten Roman von Lukianenko, Sergej (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.08.2011
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
11,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Sternenschatten

Revolutionär wider Willen Dies sind die Abenteuer des Kosmonauten Pjotr Chrumow, der eines Tages in seinem Raumschiff einen blinden Passagier entdeckt: den Vertreter einer Reptilienrasse, die sich gegen die in der Galaxis herrschende Macht - das sogenannte "Konklave" - verschworen hat. Zunächst glaubt Pjotr, die Angelegenheit still und leise bereinigen zu können. Doch sein Passagier hat andere Pläne: Er verlangt ein Treffen mit Andrej Chrumow, Pjotrs 72-jährigem Großvater, der auf der Erde lebt. Doch warum gerade mit ihm? Und wie soll Pjotr unbemerkt zur Erde gelangen? Sergej Lukianenko, 1968 in Kasachstan geboren, studierte in Alma-Ata Medizin, war als Psychiater tätig und lebt nun als freier Schriftsteller in Moskau. Er ist der populärste russische Fantasy- und Science-Fiction-Autor der Gegenwart, seine Romane und Erzählungen wurden mehrfach preisgekrönt. Die Verfilmung von 'Wächter der Nacht' war der erfolgreichste russische Film aller Zeiten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 624
    Erscheinungsdatum: 19.08.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641065812
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Zvezdnaya Ten (The Star Shadow)
    Größe: 775 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Sternenschatten

"(S. 340-341)

Sechs Ich stand unter der Dusche und genoss das heiße Wasser. Es wäre schön gewesen zu baden, aber was nicht ist, das ist nicht. Hier gab es nur eine Duschwanne auf dem Boden. Niks Zimmer war nicht so asketisch gewesen. Kindern schadete es wohl, ein Bad zu nehmen? Auf einem kleinen Regal lagen vier identische Stück Seife, standen vier Flaschen Shampoo. Der Flüssigkeitspegel in jeder Flasche war exakt derselbe. Ich stellte mir Till vor, wie er akkurat den vorgeschriebenen Klecks Shampoo abmaß, und schüttelte den Kopf.

Meine Kleidung, die mit mir sämtliche Abenteuer seit meinem Aufenthalt auf dem Planeten der grünen Umweltschützer überstanden hatte, steckte ich in die Waschmaschine. Rimer hatte keine Waschmaschine gehabt. Anscheinend ging man hier davon aus, Erwachsene würden besser auf ihre Sachen achten und müssten sie nicht so oft waschen. Eine halbe Stunde später machte ich einen recht anständigen Eindruck und erinnerte in keiner Weise mehr an einen Erdgeist. Trotz des wenig vertrauenerweckenden Gerumpels der Waschmaschine kam meine Kleidung sauber und fast trocken aus ihr heraus.

Ich nahm den Samen in die linke Hand und zog mich an, wobei er mich natürlich störte – aber ich konnte ihn nun einmal nicht aus der Hand geben. Triff endlich deine Entscheidung, Nik Rimer! Führe deine Welt in den Schatten oder gib mich frei! Nik schwieg. Seufzend strich ich mir die Haare glatt und verließ das Bad. Das Zimmer, in dem die am schwersten zu erziehenden Kinder des Internats Weißes Meer lebten, hatte mir schon bei meinem ersten Besuch in der Gestalt des Ausbilders Fed gefallen. Dieses ganze mittelalterliche Ambiente, das die vier Jungen so liebevoll aufgebaut hatten: der "Strohteppich" auf dem Fußboden, die Lampen mit den sorgfältig verborgenen Glühbirnen, die gestrickte Gardine vorm Fenster, der Tisch und die Betten aus grobem Holz ... Jetzt saßen alle vier auf einem Bett und warteten auf mich.

Fal war von seinem Wachtdienst zurückgekehrt und offenbar von den anderen schon in die Situation eingeweiht worden. Wie sich gezeigt hatte, ließ er sich wirklich durch nichts aus der Ruhe bringen. Als Till und ich vom Kuppelbau in das Gebäude hereingekommen waren, hatte er nicht einmal mit der Wimper gezuckt. Er hatte zu Till hinübergeschielt, der den Finger an die Lippen gelegt hatte, und dann zur gegenüberliegenden Wand gestarrt ... "Es ist alles in Ordnung", teilte mir ein blonder Lockenkopf mit. "Wir haben alte Aufzeichnungen der Überwachungsanlagen. Wie wir schlafen ... Die laufen jetzt. Falls mal jemand auf den Bildschirm schaut, wird er nichts merken.""

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen