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Tarean 3 - Ritter des ersten Lichts Illustrierte Jubiläumsausgabe von Perplies, Bernd (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.02.2020
  • Verlag: Mantikore-Verlag
eBook (ePUB)
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Tarean 3 - Ritter des ersten Lichts

Eine uralte Macht regt sich im Herzen Nondurs, eine Gefahr, die ganz Endar in Leid und Dunkelheit stürzen könnte. Die Kristalldrachen schicken Tarean und seine Gefährten aus, um die letzten Überlebenden des in alle Himmelsrichtungen verstreuten Kristalldrachenordens ausfindig zu machen. Denn nur wenn alle Streiter für das Gute gemeinsam in die Schlacht ziehen, kann den Horden des Feindes die Stirn geboten werden. Aber um das Böse selbst zu bezwingen, muss Tarean noch weit mehr finden: Allein das geheimnisvolle Erste Licht ist imstande, der Welt neue Hoffnung zu schenken ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 380
    Erscheinungsdatum: 03.02.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961880300
    Verlag: Mantikore-Verlag
    Serie: Tarean 3
    Größe: 14102 kBytes
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Tarean 3 - Ritter des ersten Lichts

PROLOG

DAS DUNKEL ERWACHT

Fallrir der Wegfinder floh durch die Steppe, und die Kazzach folgten ihm. Der Nondurier vernahm das wilde Geschrei der Katzenkrieger, die keine Meile entfernt auf ihren gescheckten Pferden durch das hohe, goldbraune Gras hinter ihm her preschten, und er trieb sein eigenes Reittier, ein stämmiges, graues Pony, mit lautem Rufen zur Eile an. Schnaubend galoppierte es auf eine flache Hügelkette zu.

Fallrir war auf der Reise von einer der Wachfesten im Norden Nondurs zu einer anderen tief im Süden gewesen, und weil er furchtlos war und alle Pfade in diesen Breiten kannte, hatte er nicht den Umweg entlang der Küstenstädte gewählt, sondern seine Schritte mitten ins wilde Herz von Nondur gelenkt. Dutzende Male hatte er diese Strecke bereits zurückgelegt, und Dutzende Male war es ihm dank seines Geschicks und seiner Erfahrung als Wegfinder gelungen, sich an den nomadisch die Steppe durchstreifenden Kazzach vorbeizuschleichen und sein Ziel unbehelligt zu erreichen.

Diesmal hingegen war ihm das Glück, das man trotz allen Könnens bei solch einem Unterfangen benötigte, nicht hold gewesen. Vier Tage nach der Überquerung des Abidhar, jenes Flusses, der die nördliche Grenze der wilden Steppe markierte, hatte ihn ein vierköpfiger Jagdtrupp der Katzenkrieger entdeckt. Es war in den Mittagsstunden gewesen, und Fallrir hatte sich gerade ein Nickerchen im Schutz einiger Büsche gegönnt, als ihn sein Reittier, das ihm der Kommandant der Wachfeste überlassen hatte, mit einer merklichen Unruhe vor den sich nahenden Feinden gewarnt hatte. Leider war diese Warnung zu spät gekommen, um Fallrir ein unbemerktes Verschwinden zu erlauben. Dem hundeköpfigen Nondurier war nichts übrig geblieben, als Hals über Kopf die Flucht anzutreten.

Die Kazzach hatten ihn nicht erwischt. Aber obwohl er den ganzen Nachmittag lang alle ihm bekannten Tricks und Kniffe angewandt hatte, war es ihm seinerseits nicht gelungen, seine Verfolger abzuschütteln. Die Katzenkrieger hatten sich so hartnäckig an seine Fersen geheftet, als wollten sie an Fallrirs Beispiel zeigen, was mit denen geschah, die ungebeten ihr Land durchquerten.

Ungebeten ... Ha! Als ob all dies Land nicht eigentlich uns gehören würde , dachte Fallrir zynisch, während er sein Pony die sanfte Anhöhe hinauftrieb und sich dabei mit einem raschen Blick über die Schulter vergewisserte, dass seine Feinde nicht näher kamen.

In Wahrheit stellten die Kazzach die Eindringlinge dar und nicht der rothäutige Wegfinder, denn die Steppe gehörte, wie all das sie umgebende Land, zum Hoheitsgebiet des Nondurischen Reichs. Doch die Katzenartigen fielen bereits seit einer halben Ewigkeit Jahr für Jahr auf der Jagd nach Brulls in die grasbewachsene Weite ein und hatten sich bislang jedem Versuch widersetzt, sie dauerhaft in die östlichen Steppen zurückzutreiben, die ihre eigentliche Heimat waren.

Deshalb siedelte schon seit über einem Jahrhundert kein Nondurier, der halbwegs bei Verstand war, mehr im wilden Herzen Nondurs. Stattdessen hatte man Wachfesten am Rand der Steppe errichtet, um zu verhindern, dass sich die Katzenplage ausbreitete, und den Wilden das Land überlassen, über das sie heute mit einer Unerbittlichkeit wachten, als sei es schon immer das ihre gewesen.

Diese Unerbittlichkeit bekam Fallrir nun zu spüren. Sein Pony hatte soeben die Hügelkuppe erreicht, als die Kazzach bereits ihrerseits dazu ansetzten, die flache Steigung zu erklimmen. Sie heulten und fauchten und schwenkten ihre Speere.

"Warum lasst ihr mich nicht ziehen?", schrie Fallrir in einem Aufwallen von Zorn. Er riss seinen Jagdbogen von der Schulter, legte einen Pfeil auf die Sehne und zog diese in einer ruckartigen Bewegung bis zur Schulter durch. Anstatt jedoch das g

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